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Architekt: Haftung bei Wasserschäden im Keller

Architekt und Haftung, beide Begriffe gehen für die meisten von uns nur schwer zusammen. Wie aber steht es im Fall eines nassen Kellers?

Problem für den Architekt? Haftung bei Wasserschäden?

Im verhandelten Fall ging es um zwei Parteien in einem Reihenhaus.

Bereits wenige Jahre nach dem Bau drang Wasser in die Kellerräume ein, weil die Abdichtung nicht genügte.

Die Kläger verlangten deshalb 64.000 Euro sowie 72.000 Euro vom Architekten.

30 Zentimeter als Sicherheitspuffer

Das Oberlandesgericht Frankfurt entschied für die Kläger und ging in seiner Urteilsbegründung auf die Sorgfaltspflicht des Architekten ein.

So muss der Grundwasserstand über einen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren ermittelt werden und sich an dem höchsten Grundwasserstand in diesem Zeitraum orientiert werden.

Außerdem müssen dazu noch 30 Zentimeter als Sicherheitspuffer einkalkuliert werden. Das Ergebnis also für den Architekt: Haftung bei den Wasserschäden des Klägers.

Oberlandesgericht Frankfurt, Aktenzeichen 22 U 135/07

Sorgfaltspflicht muss nachgewiesen werden

Als Hausbesitzer können Sie den Architekten bei Wasserschäden durch dieses Urteil stärker in die Pflicht nehmen – Voraussetzung ist aber, dass Sie nachweisen können, dass der Architekt seine Sorgfaltspflicht verletzt hat.

Dieser Nachweis lässt sich aber in der Regel durch Einsicht in die Baupläne problemlos erbringen.

Hat sich der Architekt nicht nach dem höchsten Grundwasserstand der letzten 20 bis 30 Jahre gerichtet sowie 30 Zentimeter Sicherheitsabstand einkalkuliert, dann ist er haftbar.

7. Januar 2010

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Tino Hahn
Von: Tino Hahn.

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