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AS-Fonds: „Altersvorsorge-Sondervermögen“

Hinter dieser Bezeichnung „ Altersvorsorge-Sondervermögen/AS“ verbirgt sich ein juristischer Fachbegriff.

„Sondervermögen“ steht dabei für die einem Fonds zu Anlagezwecken zur Verfügung gestellten Gelder – es handelt sich also beim AS immer um Altersvorsorge-Investmentfonds.

Die Fondsgesellschaften haben dabei aus der Not mit dem Zungenbrecher „Altersvorsorge-Sondervermögen“ eine Tugend gemacht.

Die Versalien AS wurden zum Werbeslogan und Altersvorsorge-Sondervermögen als das „AS der Altersvorsorge“ herausgestellt.

Das ist bei genauerem Hinsehen zwar eine erhebliche – werblich wohl noch erlaubte – Übertreibung der tatsächlichen Leistungsfähigkeiten des neuen Produkts.

Aber eine große Attraktivität und erhebliche Verführungskraft bei vielen Anlegern kann dem Konzept sehr wohl zugebilligt werden.

Diese 7 Hauptmerkmale sollen für hohe Renditen + Sicherheit sorgen

Dieser Fondstyp stellt den Rendite- und den Substanzwertgedanken stark in den Vordergrund.

Daneben wird der besondere Sicherheitsstandard der AS-Fonds hervorgehoben, der sich im Wesentlichen aus den gesetzlich exakt festgelegten Anlagequoten im Sondervermögen ergibt.

1. Der Aktienanteil muss wenigstens 21% betragen

So muss der AS-Fonds mindestens 21% des Sondervermögens in Aktien anlegen.

Das ist nicht viel.


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Aber es handelt sich um eine untere Grenze, durch die die langfristig guten Renditechancen im Aktienbereich im Vergleich zu reinen Rentenanlagen sichergestellt werden sollen.

Und mancher Anleger, der sich weder direkt noch indirekt über Aktienfonds an die Aktienanlage heranwagte, wird darin eine Möglichkeit sehen, zunächst vielleicht in bescheidenem Umfang die höhere Rendite eines Aktieninvestments zu nutzen.

2. Mindestens 51% sind in Substanzwerten anzulegen

Mehr als die Hälfte des Fondsvermögens muss in Substanzwerten wie Aktien, stille Beteiligungen an Unternehmen, Immobilien oder Anteilen an offenen Immobilienfonds investiert sein.

Zumindest vor einigen Jahren noch warfen Immobilienbeteiligungen wegen der in diesem Bereich möglichen Wertsteigerungen eine etwas höhere Rendite als Anleihen ab.

Zudem können sie wegen der Stetigkeit der Renditeentwicklung ein Gegengewicht bilden zu den hohen Schwankungen im Aktien-, aber auch im Anleihenbereich.

3. Die Thesaurierung der Erträge soll Ihr Anlageergebnis optimieren

Altersvorsorgefonds müssen die Erträge aus Dividenden, Bezugsrechten und später vielleicht einmal Aktienrückkauf-Programmen sofort wieder anlegen.

Die Altersvorsorge-Sondervermögen sind also thesaurierende Fonds.

Ihnen als Anleger entstehen dadurch – anders als bei ausschüttenden Fonds, deren Erträge Sie wieder in neuen Fondsanteilen anlegen wollen – keine neuen Kaufgebühren.

Bei den ausschüttenden Fonds werden zwar Wiederanlage-Rabatte gewährt, aber die Gebühren werden auf diese Weise höchstens halbiert, also beispielsweise von sonst üblichen 5% auf 2,5%.

Außerdem können die Ausschüttungen bei den traditionellen Fonds nicht so schnell wieder vom Fondsmanager angelegt werden wie bei den thesaurierenden Fonds.

Es kann einige Monate dauern, bis die Ausschüttungen dem Fondsmanager wieder zur Reinvestition zur Verfügung stehen.

Daher wird der Zinseszinseffekt bei thesaurierenden Fonds in optimaler Weise genutzt.

4. Der maximale Aktienanteil von 75% begrenzt Ihre Risiken

Um die Risiken der mit Aktien verbundenen Anlagen ein wenig zu mildern, dürfen die Fonds allerdings auch nur einen Aktienanteil von maximal 75% im Depot haben.

Damit ist immer ein gewisser Puffer gegen plötzliche Kursrückschläge vorhanden.

Ein AS-Fonds kann auf diese Weise zwar nie den besten Aktienfonds schlagen.

Auf der anderen Seite wird er aber auch nie unter den schlechtesten Fonds liegen.

5. Der Immobilienanteil ist auf 30% beschränkt

Immobilien und Anteile an offenen Immobilienfonds dürfen nicht mehr als 30% des Fondsvermögens ausmachen.

Das heißt: Das Vermögen wird überwiegend in jederzeit liquidierbare Anlageinstrumente investiert.

6. Derivate dürfen nur als Absicherungsinstrumente genutzt werden

Der Erwerb und Verkauf von Optionen und Futures darf nicht aus Spekulationsgründen erfolgen, sondern nur, wenn auf diese Weise Kursrisiken eingedämmt werden sollen.

Dies kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn das Fondsmanagement einen starken Kursrückschlag am Aktienmarkt oder bei einer einzelnen Wertpapierposition erwartet oder den Rückgang einer Währung, in die der Fonds investiert hat.

7. Der ungesicherte Fremdwährungsanteil ist auf 30% beschränkt

Das Fondsvermögen muss mindestens zu 70% in Euro-Titeln angelegt sein.

Nicht-Euro-Titel dürfen nur bis zu 30% des Fondsvermögens ausmachen, es sei denn, sie sind wechselkursgesichert.

9. März 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.