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Asbest in Mietwohnung: Nur nachweisliche Gefahr rechtfertigt Ansprüche

Dass von Fußbodenplatten die aus Asbest bestehen bei üblicher Nutzung keine Gefahr für Mieter ausgeht, stellte das Amtsgericht Charlottenburg im März 2014 klar.

Deshalb muss ein Vermieter seinen Mieter auch nicht darüber aufklären, dass asbesthaltige Fußbodenplatten in den Mieträumen vorhanden sind – soweit sie nicht beschädigt wurden.

Ein Mieter hatte seinen Vermieter zunächst auf Austausch der in seiner Mietwohnung verbauten Wand- und Bodenfliesen verklagt. Ein Sachverständiger wies in den Fliesen der Wohnung Asbest nach.

Zudem waren die Fliesen teilweise bereits gebrochen. Aus diesem Grund wurde die Mietwohnung durch den Vermieter saniert.


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Der Mieter machte dann noch weitergehend Mietminderung sowie Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche in Höhe von mehreren tausend Euro gegen den Vermieter geltend.

Zur Begründung seiner Ansprüche legte er ärztliche Atteste vor, in denen als mögliche Ursache einer Gesundheitsbeeinträchtigung des Mieters eine jahrelange Asbestbelastung angeführt wurde.

Die Mietminderung sowie die Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche wies das zuständige Gericht zu Lasten des Mieters zurück.

Die Gesundheitsbeeinträchtigung des Mieters konnte nicht mit der Nutzung der Asbestplatten beinhaltenden Wohnung begründet werden.

Die Gesundheitsbeeinträchtigung des Mieters war keine typischerweise durch Asbest verursachte Krankheit. Das Gericht führte die Beschwerden auf das fortgeschrittene Lebensalter des Mieters zurück.

Zudem stellte das Gericht zu Gunsten des Vermieters klar, dass sämtliche in der Wohnung verbauten Platten unbeschädigt waren, so dass von ihnen keine Gefahr für den Mieter ausging.

Vermag ein Mieter keine konkrete Gesundheitsgefährdung durch gelöste Asbestfasern nachzuweisen, stehen ihm keine Ansprüche gegen seinen Vermieter zu (AG Charlottenburg, Urteil v. 10.03.14, Az. 237 C 375/13).

3. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Tobias Mahlstedt. Über den Autor

Dr. Tobias Mahlstedt ist Chefredakteur vom „Immobilien-Berater“, „VermieterRecht aktuell“ und „Der Eigentümer Brief“. Außerdem ist er Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht und Wirtschaftsmediator. Dr. Mahlstedt ist Rechtsanwalt in der auf das gesamte Bau- und Immobilienrecht spezialisierten Kanzlei BÖRGERS Fachanwälte & Notare in Berlin und Herausgeber/Fachautor zahlreicher Publikationen zum Immobilienrecht.