MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

ATR Indikator: Average True Range

Eine wichtige Hilfsmessgröße bei zahlreichen Indikatoransätzen stellt die so genannte „True Range“ dar.

Der Terminus geht auf den bekannten US-Analysten Welles Wilder zurück.

Dessen Zielsetzung bestand darin, die Schwankungsbreite der von ihm bevorzugten Rohstoff- und Terminmärkte besser abzubilden.

Weiterhin sollten eventuelle Kurslücken (Gaps) berücksichtigt werden.

Der US-Analyst Welles Wilder wollte den offensichtlichen Schwächen der bis dahin bekannten Ansätze wie der arithmetischen Durchschnittbildung der Tageshandelsspanne entgegentreten.

Aus diesem Grund führte er einige Zusatzbedingungen ein, welche neben der normalen Hoch-Tief-Spanne einer bestimmten Handelsperiode Beachtung finden sollten.

Das True Range Konzept

  • Für den Fall, dass das Hoch der aktuellen Periode über dem Schluss der Vorperiode liegt und die Spanne Hoch (aktuell) minus Tief (aktuell) kleiner als die Spanne Hoch (aktuell) minus Schluss (Vorperiode) ist, findet letztere Beachtung (klassisches Aufwärtsgap).

  • Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

    • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
    • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
    • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
    • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
    • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
    • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

    Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


  • Für den Fall, dass das Tief der aktuellen Periode unter dem Schluss der Vorperiode liegt und die Spanne Tief (aktuell) minus Hoch (aktuell) kleiner als die Spanne Tief (aktuell) minus Schluss (Vorperiode) ist, findet letztere Beachtung (klassisches Abwärtsgap).
  • Für den Fall, dass die Spanne Hoch (aktuell) minus Tief (aktuell) größer ist als die beiden dargestellten Gap-Konstruktionen, wird diese verwendet.

Der Average True Range Indikator

Bei dem Indikator Average True Range (ATR) handelt es sich schlicht und einfach um eine geglättete Variante des oben ausführlich beschriebenen True Range Konzeptes.

Was die Art der Glättung angeht gibt es verschiedene Ansätze, der klassische Simple Moving Average stellt heutzutage den Regelfall dar.

Die Anzahl der Perioden für die Glättung richtet sich nach den jeweiligen Zielen der Betrachtung und den der Analyse zugrunde liegenden Märkten.

Zeiträume zwischen fünf und 30 Tagen sind dabei häufig anzutreffen.

Die wichtigste Erkenntnis, welche sich dem ATR Indikator entnehmen lässt, ist ein Maß für die Volatilität im Basistitel.

Mit dem ATR Indikator kann ein besseres Abbild des Marktes gewonnen werden als mit herkömmlichen Methoden, da in der Handelsspanne auch eventuelle Kurslücken berücksichtigt werden.

Hohe Indikatorwerte signalisieren dabei eine hohe Volatilität, niedrige einen entsprechend trägen Marktverlauf.

Das ist insofern von Bedeutung als viele beginnende Trends mit sich erhöhenden Handelsspannen einhergehen, sich dem Ende zuneigende Trends dagegen durch geringer werdende Handelsspannen gekennzeichnet sind.

Daher lassen sich über das Average True Range Konzept also Rückschlüsse auf die Trendstärke gewinnen, nicht jedoch auf die Trendrichtung.

Ein häufiges Anwendungsgebiet eines solchen Volatilitätsindikators ist die Einbindung in Handelssysteme als Unterstützung von auf Bändern und Kanälen basierenden Handelslogiken.

Gute Dienste leisten kann der ATR Indikator auch beim Einsatz von Risiko-Stops und Trailing-Stops.

Die durch ATR gemessene Volatilität kann dabei wichtige Hinweise geben, ob der Stop enger am Markt (geringe Volatilität) oder etwas weiter weg vom aktuellen Kurs (hohe Volatilität) gesetzt werden muss.

Mehr dazu: Volatilität: Definition der Standardabweichung

27. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.