von Cosmin Filker

Auch von fallenden Kursen profitieren

Auch von fallenden Kursen profitieren

Im Zuge der Finanzkrise hatten sich die Anleger verstärkt aus dem Derivatesektor zurückgezogen und komplexe Anlageprodukte wie Optionsscheine und Zertifikate gemieden.
   
Damit wurde der Siegeszug vor allem der Zertifikate vorerst beendet. Fast täglich emittierten Banken in den letzten Jahren neue Produkte mit verschiedensten Ausgestaltungen.

Diese wurden jedoch auch immer komplexer, und die Anleger mussten viel Mühe aufwenden, um die Konstruktion der Produkte zu verstehen. Damit Geld zu verdienen wurde entsprechend immer schwerer.

Aber auch so genannte Kapitalschutz- oder Teilschutzzertifikate (Bonus- oder Discountzertifikate) erwiesen sich in der Zeit der fallenden Börsen nicht als optimal und brachten viele Anleger um ihr Geld.

Daher ist die jetzige Skepsis gegenüber solchen Produkten durchaus zu verstehen.

Dabei sind genau diese Produkte sehr gut dafür geeignet, Geld in jeder Marktlage zu verdienen. Denn das ist der entscheidende Faktor.

Mit Derivaten können Sie auf steigende und auf fallende Kurse setzen

Sie müssen bei Zertifikaten genau die gleichen Grundsätze einhalten wie bei einem Aktieninvestment. Denn Sie setzen mit einem Investment in ein Derivat noch immer auf den Basiswert (z. B. eine bestimmte Aktie), auch wenn der Investitionshorizont bei Derivaten meist kürzer ist.

Viel mehr noch!

Gerade bei Hebelprodukten ist eine sorgfältige Auswahl des Basiswertes noch entscheidender, da auch die Verlustrisiken entsprechend größer sind. Seien Sie sich also dessen bewusst, dass es nicht darauf ankommen kann, den schnellen Euro zu verdienen.

Gerade Investments in Hebelzertifikate müssen wohlüberlegt sein.

Auch wenn die einzelnen Scheine in kürzeren Zeitabständen als beispielsweise Aktien ge- und verkauft werden können, steht doch die mittel- bis langfristige Gesamtorientierung im Vordergrund.

Was sind Zertifikate?

Bei einem Zertifikat handelt es sich rechtlich um eine Inhaberschuldverschreibung wie bei einer Anleihe. Es wird von einem Emittenten, üblicherweise einer Bank, ausgegeben.

Der Käufer eines Zertifikats erwirbt das Recht auf Auszahlung eines bestimmten Geldbetrags zum Laufzeitende, dessen Höhe von der Entwicklung des zugrunde liegenden Basiswerts (Index, Aktie(n), Rohstoff oder Währung) und der Ausgestaltung des Zertifikats abhängig ist.

Zertifikate bieten Ihnen eine transparente und kostengünstige Möglichkeit zum langfristigen Vermögensaufbau. Sie lassen sich optimal an Ihre persönliche Risikoeinstellung anpassen.

Sie können entweder ein Zertifikat wählen, das Ihnen eine höhere Sicherheit als der jeweilige Basiswert bietet, oder aber ein Zertifikat mit einer höheren Renditechance – ganz wie es in Ihre Strategie passt.

Kaum eine andere Wertpapierart bietet Ihnen solche flexiblen Anlagemöglichkeiten!

In der morgigen Ausgabe werde ich mich den unterschiedlichen Zertifikate-Typen widmen und Ihnen zeigen, dass für jedes Risikoprofil etwas dabei ist.

 
 
Bildquelle: Yuri Arcurs - Fotolia

Autor:

Cosmin Filker

Der Chefredakteur des Newsletters "Nebenwerte aktuell" kann auf eine jahrelange Börsenerfahrung besonders im Nebenwerte-Bereich zurückblicken und durch seine berufliche Erfahrung beim Researchhaus GBC AG von der täglichen Präsenz am Markt profitieren.