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Auf der Suche nach dem perfekten Mieter

Mieter gibt es, wie Sand am Meer.

Allerdings gibt es keine Garantie, dass ein Mieter sowohl finanziell, als auch persönlich zu Ihrem Objekt passt.

Daher sollten Sie selbst bei der Auswahl der Mieter Acht geben und so viel erfahren, wie möglich.

Selbstauskunft des Mieters: Eine wichtige Informationsquelle für Sie

Am einfachsten ist es für Sie, wenn Ihr Mieter eine Selbstauskunft abgibt. Er ist dazu jedoch nicht verpflichtet.

Wenn er keine Auskunft gibt, sollten Sie ihm aber auch die Wohnung nicht vermieten.

Die Mieterselbstauskunft ist ein Fragebogen, den Sie von Ihrem Mietinteressenten ausfüllen lassen. Je mehr Sie von Ihrem Mieter wissen, desto besser kann es für Sie sein.

Ein Beispiel: Ihr Mieter konnte einige Mieten nicht zahlen und Sie haben ein gerichtliches Urteil gegen ihn erwirkt.

Wenn Sie nun wissen, bei welcher Bank Ihr Mieter sein Konto hat, können Sie sein Konto pfänden lassen. Falls Ihnen bekannt ist, bei welchem Arbeitgeber er tätig ist, pfänden Sie das Gehalt.

Das alles können Sie durch die Selbstauskunft des Mieters erfahren. Sie sollten ihn nicht nur nach seinem derzeitigen Arbeitgeber und seinem Nettoeinkommen fragen, sondern auch ob

  • Lohn- oder Gehaltspfändungen,
  • Vollstreckungsbescheide,
  • Mahnbescheide,
  • Zahlungsurteile,
  • sonstige Zwangsvollstreckungsmaßnahmen,
  • bisherige Räumungsurteile oder

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  • Schulden bei dem bisherigen Vermieter vorliegen.

Auch die Frage nach einem privaten Insolvenzverfahren ist für Sie natürlich besonders wichtig.

Stellen Sie Ihrem Mietinteressenten unzulässige Fragen, muss er diese nicht wahrheitsgemäß beantworten.

Sagt er aber bei zulässigen Fragen die Unwahrheit, können Sie das Mietverhältnis später gegebenenfalls anfechten oder kündigen. Dies gilt insbesondere für die Frage nach der wirtschaftlichen Potenz des Mieters.

Folgende Fragen können Sie zusätzlich auch in der Mieterselbstauskunft stellen:

  • Fragen nach der Bonität und dem Einkommen (s. o.)
  • Fragen nach der Anzahl der einziehenden Personen
  • Fragen nach Name und Anschrift des bisherigen Vermieters
  • Fragen nach Art und Anzahl der Haustiere
  • Fragen danach, ob ein Musikinstrument gespielt wird – und ggf. welches

Die Auswahlkriterien: Nicht nur die Bonität zählt

Letztendlich müssen Sie als Vermieter für sich selber entscheiden, nach welchen Kriterien Sie eine Wohnung oder ein Haus vermieten wollen. Nicht immer sollte hier die Bonität des Mieters ausschlaggebend sein.

Geben Sie auch z. B. Familien mit Kindern eine faire Chance.

Bedenken Sie dabei, dass eine Familie mit Kindern starke Bindungen zu der Wohnumgebung hat: zum Arbeitsplatz, zu den Schulen und Kindergärten und letztendlich zu den Freunden der Kinder.

Eine Familie zieht vermutlich nicht so schnell um wie ein gut verdienender Single.

Es ist auch klar, dass ein Student spätestens mit Ende seiner Studienzeit oder vielleicht sogar noch eher bei einem Studienplatzwechsel die Wohnung verlassen wird.

Der Student wird vermutlich auch häufiger Feste feiern oder spät nachts nach Hause kommen und gegebenenfalls andere Mieter stören.

Am besten ist es, Sie fertigen eine Checkliste, welchen Mietertyp Sie suchen und welches die Vor- und Nachteile bei dem konkreten Interessenten sind.

Natürlich können Sie nur einen Mieter aussuchen, wenn es überhaupt mehrere ernst zu nehmende Bewerber gibt.

Handeln Sie jedoch nicht vorschnell. Auch ein etwaiger Leerstand einer Wohnung kann für Sie besser sein als ein insolventer Mieter, der freiwillig nicht auszieht.

Der Vertrag: Immer schriftlich!

Nach Ihrer Mieterauswahl sollten Sie in jedem Fall einen schriftlichen Mietvertrag abschließen.

Seien Sie vorsichtig vor übereilten mündlichen Absprachen. Auch ein mündlicher Mietvertrag ist wirksam und dessen Inhalt naturgemäß besonders schwer zu beweisen.

Im Zweifel gelten dann die gesetzlichen Regelungen, sodass Ihr Mieter in diesen Fällen beispielsweise keine Schönheitsreparaturen durch führen muss und die Betriebskosten in der Miete enthalten sind.

Sagen Sie also ausdrücklich, dass Sie einen schriftlichen Vertrag abschließen wollen.

Lassen Sie sich nicht darauf vertrösten, dass der Vertrag später geschlossen werden soll, womöglich erst nach Einzug.

Wenn Ihr Mieter sich dann nämlich weigert, ist es praktisch ausgeschlossen, ihn noch zu einem schriftlichen Vertrag zu zwingen.

Fazit: In 3 Schritten zum geeigneten Mieter

  1. Überlegen Sie zu Beginn, welchen Mietertyp Sie sich wünschen.
  2. Holen Sie von dem Interessenten eine Mieterselbstauskunft ein.
  3. Im persönlichen Gespräch versuchen Sie, insbesondere die wirtschaftliche Lage des Bewerbers zu ermitteln.

3. Januar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.