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Auf und Ab an der Börse – nüchterner Handel statt Verunsicherung

Aktien sind nach wie vor die ideale Geldanlage, doch sie erfordern oft starke Nerven. Bestes Beispiel war der Frühling und Sommer 2015: Erst ging es beim Dax stetig bergauf, dann folgte eine Achterbahnfahrt mit dem herben Einbruch Ende August und dann die Erholung.

Aktionäre, die gewohnt sind, auf fundamentale Kennziffern zu achten, werden immer wieder von der Realität überholt.

Fundamentaldaten im Dax passen nicht immer zur Entwicklung

Mit den Fundamentaldaten ist die Dax-Entwicklung der jüngeren Vergangenheit nicht zu erklären. Natürlich schlagen sich Fundamentaldaten im Dax nieder. Unternehmensgewinne, Verluste oder das KGV sind die entscheidende Basis für die Kurse. Doch die Marktdynamik wird stets auch von anderen Faktoren beeinflusst.

Etwa die Tatsache, dass extrem niedrige Zinsen oder das massive Anleihekaufprogramm der EZB den Aktienmarkt beflügeln. Sollte sich das im nächsten Jahr ändern, dürfte sich der Dax in Richtung seines fairen Werts bewegen.


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Und damit richtet sich der Blick auf eine der zentralen Kennziffern im Dax, das KGV. Mit Werten zwischen 15 und 16 ist es nicht sonderlich hoch. Der Schnitt der letzten 30 Jahre liegt bei 19. Ist also doch noch Luft nach oben?

Verschiedenste Einflussfaktoren

Wenn ja, so sollte ein höheres KGV aber zum wirtschaftlichen Umfeld passen. Derzeit zieht das Wachstum zwar leicht an, doch im Vergleich zu früheren Zyklen ist es strukturell niedriger, ebenso die Inflationsraten.

Hinzu kommt dann eine weitere große Unbekannte. Die Fundamentaldaten im Dax passen spätestens dann wieder nicht zur Entwicklung, wenn irgendwo in der Welt die nächste Marktverwerfung ausgelöst wird. Als jüngst die chinesischen Märkte einbrachen, war der folgende Herdentrieb unvermeidlich.

Trotz weitgehend guter deutscher Unternehmenszahlen ging es auch hierzulande bergab. Dies war schon deswegen unvermeidlich, weil Großinvestoren wie Pensionskassen oder Versicherungen mit Systemen arbeiten, die in kritischen Situationen automatisch die Reißleine ziehen.

Der Markt richtet sich also selten nach seinem fairen Wert. Wäre dem so, gäbe es kaum Kursgewinne. Insofern ist die Suche nach dem Dax-Niveau, das den Indexstand fundamental rechtfertigt, eher von theoretischem Wert – es sei denn die Kursabweichungen sind so extrem, dass mit einer Kehrtwende zu rechnen ist.

Fundamentalanalyse vs. Charttechnik

Abgesehen davon kann es sinnvoll sein, sich von der Verunsicherung zu lösen. Ob die Fundamentaldaten zum Dax passen und wie es weitergeht, ist eine Sache. Trader indes denken meist in anderen Kategorien. Sie nutzen schlicht die Gunst der Stunde und versuchen, mithilfe der Charttechnik das Beste aus der gegebenen Marktdynamik zu holen.

Während sich die Fundamentalanalyse an Unternehmensdaten und Kennzahlen orientiert, arbeiten Charttechniker mit speziellen Programmen. Sie steigen entsprechend bestimmter Chartmuster und Signale ein oder aus. Beides sind völlig verschiedene Ansätze beim Aktienhandel und stehen sich traditionell fast unvereinbar gegenüber. Doch sie lassen sich durchaus kombinieren.

Kombination für jedermann nach Profivorbild

Der Vorteil: Man hat nach wie vor den realwirtschaftlichen Ansatz im Blick, lässt sich aber weniger von der Marktentwicklung irritieren. In der Charttechnik sind äußere Einflussfaktoren unwichtig. Längst sind Programme auf dem Markt, die Fundamentaldaten wie KGV, Rendite oder Dividenden mit Chartsignalen verknüpfen.

So werden etwa starke Branchen und Titel ausgesucht, auf die dann die Charttechnik mit den jeweiligen Handelssignalen angewendet wird. Die Programme gibt es in verschiedensten Varianten und richten sich nicht nur an Daytrader und Könner. Auch weniger erfahrene Anleger können damit ihr Depot verwalten.

24. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.