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Aufstieg und Fall einer Aktie für’s Volk – die T-Aktie

Als die Deutsche Telekom ab 1996 zum ersten Mal Aktien an die Börse brachte, war das in vieler Hinsicht beispiellos.

Zum einen inszenierte der damalige Staatskonzern eine einzigartige Werbekampagne.

Zwei weitere Kapitalerhöhungen

Der beliebte und bekannte deutsche Schauspieler Manfred Krug stand an der Spitze der Kampagne und warb für ein Investment in die „Volksaktie“, die T-Aktie.

Und die Kampagne ging ebenso beispiellos auf: Die Aktie erntete nicht nur die Aufmerksamkeit breiter Teile der Bevölkerung, sondern sie wurde auch von vielen Menschen in Deutschland gekauft.

Auch Menschen, die bis dahin nichts oder nur sehr wenig mit dem Aktienmarkt zu tun hatten.Es war der bis dahin größte Börsengang am deutschen Kapitalmarkt.

 

Es folgten nach dem Börsengang und der ersten Kapitalerhöhung noch zwei weitere: Im Juni 1999 gingen nahm die Telekom noch einmal fast 11 Milliarden Euro ein und verkaufte die Aktie zum Preis von fast 40 Euro.


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Eine weitere Kapitalerhöhung erfolgte im Juni 1999. Zum Preis von 39,50 EUR wurden 281 Millionen Aktien ausgegeben und 10,8 Milliarden EUR eingenommen.

Ein Jahr später verkaufte die staatseigene KfW-Bankengruppe noch einmal 200 Millionen Aktien – nun schon zum Preis von 66,50 Euro. Wie beim ersten Börsengang flossen hier noch einmal rund 13 Milliarden Euro in die Staatskasse.

Das war auch die Zeit, in der die Euphorie ihren Höhepunkt erreichte. Mit 100 Euro notierte die T-Aktie auf ihrem Höhepunkt.

Mehr dazu: Deutsche Telekom Aktie: Viele Probleme und eine hohe Dividende

Kursverluste setzten ein

Nach diesem Höhepunkt ging es für den Kurs der viel gepriesenen Volksaktie ziemlich konsequent und ziemlich rapide bergab.

Seit 2002 bis heute hat sich der Börsenkurs der T-Aktie auf unter 10 Euro im Durchschnitt eingependelt – die einstige Vorzeigeaktie ist also nur noch ein zehntel ihres Höchststandes wert.

Zum Jahreswechsel 2013 stand die Aktie bei rund 9 Euro. Alle Anleger also, die zum Preis zum Zeitpunkt der Börsengänge beziehungsweise der Kapitalerhöhungen eingestiegen waren und nicht rechtzeitig verkauft haben, haben bis heute als herbe Verluste hinnehmen müssen.

Ursachen für den Niedergang der T-Aktie

Experten sehen viele Gründe für den Kursverlust der T-Aktie. Zum einen haben riskante Firmenzukäufe – vor allem in den USA – den Aktienkurs unter Druck gesetzt.

Den riskanten Ausflug in die USA hatte der damalige Chef der Telekom, Ron Sommer unternommen.

Er hatte für 40 Milliarden Euro den T-Mobile-USA-Vorgänger Voicestream gekauft. Hinzu kamen etwa der überteuerte Kauf von UMTS-Lizenzen und ein enormer Schuldenstand.

Im Sommer 2002 trat der umstrittene Firmenchef schließlich zurück – die T-Aktie erreichte wenige Monate darauf ihren tiefsten Stand von 8,42 Euro.

Neuer Tiefstand in 2012

Bis ins Jahr 2013 versucht der Konzern, seine US-Amerikanische Tochter zu verkaufen oder mit einem anderen Unternehmen zu fusionieren.

Ein möglicher Deal mit MetroPCS ist zwar auf den Weg gebracht – allerdings hat der auch 2012 noch zu Milliardenabschreibungen bei der Telekom geführt.

Die T-Aktie musste weiter Federn lassen – und erreichte Mitte 2012 einen neuen Tiefstand: 7,70 Euro. Das ist in einem anderen Sinn nun als Volksaktie zu verstehen:

Der Aktienkurs ist mittlerweile so niedrig, dass auch Anleger mit kleinem Geld in die einst hochgefeierte Aktie einsteigen können.

18. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Fehr
Von: Michael Fehr. Über den Autor

Michael Fehr wirkt seit fast zwei Jahrzehnten am internationalen Finanzplatz Frankfurt, ist ausgewiesener Finanz- und Wirtschaftsjournalist: Er arbeitete unter anderem für die Deutsche Börse AG, das ARD-Börsenstudio und die Financial Times Deutschland.