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Ausbleibende Hausgeldzahlungen: Eile ist geboten!

Als Wohnungseigentümer müssen Sie nicht nur die Kosten Ihrer Wohnung tragen, Sie sind auch anteilig für das Gemeinschaftseigentum verantwortlich.

Hier entstehen laufende Ausgaben wie Strom oder Wasser.

Aber auch einmalige Kosten, wie etwa bei einer Reparaturmaßnahme, können anfallen.

Mit der Hausgeldzahlung begleichen die Wohnungseigentümer die für das jeweilige Wirtschaftsjahr entstehenden Ausgaben für das Gemeinschaftseigentum.

Gerät ein Eigentümer mit seinen Zahlungen in Rückstand, wird das schnell zum Ärgernis für die Gemeinschaft. Die Gläubiger haben nämlich ihrerseits einen vollen Zahlungsanspruch gegen die Gemeinschaft.

Das heißt, die anderen Eigentümer müssen im Zweifel den Anteil des säumigen Eigentümers übernehmen, um den Zahlungsverpflichtungen der Gemeinschaft nachkommen zu können.

Bei Hausgeldverzug gilt: Zeit ist Geld

Bleiben Hausgeldzahlungen aus, sollten Sie schnell reagieren, um nicht für die ausbleibenden Hausgeldanteile Ihrer Miteigentümer zur Kasse gebeten zu werden. Warten Sie nicht, bis die Zahlungsunfähigkeit eines Miteigentümers feststeht.

Reagieren Sie sofort, wenn es zu Zahlungsrückständen kommt. Anderenfalls wird es Sie Ihr Geld kosten.

Hausgeld: Das gehört dazu, dann müssen Sie es zahlen

Als Käufer einer Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus kaufen Sie nicht nur die Wohnung selbst.

Daneben erwerben Sie auch einen Anteil am gesamten Anwesen – also Gemeinschaftsräume, Außenwände, Dach, Treppenhaus, Flur, Gemeinschaftsgarage, Gartenanlage etc.

Das ist das Gemeinschaftseigentum, das neben Ihrem persönlichen Wohnungseigentum besteht.

Hausgeld umfasst diese Kostenpositionen

Nach § 16 des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) haben Sie als Eigentümer die Kosten und Lasten dieses Gemeinschaftseigentums zu tragen. Es handelt sich im Wesentlichen um folgende Kostenpositionen:

Betriebskosten:

  • Kosten der gemeinschaftlichen Außenbewässerung

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  • Kosten der gemeinschaftlichen Antennenanlage
  • Kosten der Beleuchtung, sowohl für die Außenbeleuchtung als auch die Beleuchtung gemeinschaftlicher Gebäudeteile wie Treppenhaus oder Flur
  • Kosten des Betriebs eines gemeinschaftlichen Fahrstuhls
  • Kosten der Entwässerung des gemeinschaftlichen Eigentums
  • Kosten der Gartenpflege
  • Kosten der gemeinschaftlichen Wasserversorgung
  • Kosten des Hausmeisters sowie einer von ihm bewohnten, im Gemeinschaftseigentum stehenden Wohnung
  • öffentliche Lasten des Grundstücks, soweit das gesamte Grundstück betroffen ist, wie beispielsweise bei kommunalen Abgaben oder den Anliegerbeiträgen
  • Kosten der Reinigung der Gemeinschaftsflächen
  • Kosten der Sach- und Haftpflichtversicherung
  • Kosten für Straßenreinigung und Müllabfuhr
  • Kosten der Schornsteinreinigung
  • sonstige Betriebskosten, wie etwa Feuerlöscher, Müllschlucker, Alarmanlage etc., soweit sie das Gemeinschaftseigentum betreffen

Heizkosten:

Heizkosten zählen nur dann zum Gemeinschaftseigentum, wenn sie für die Gemeinschaftsflächen anfallen. Die Kosten der Gasetagenheizung in Ihrer Eigentumswohnung zählen nicht dazu.

Verwalterkosten:

  • Verwaltervergütung
  • Aufwandsentschädigung für den Beirat
  • Kosten der Durchführung der Wohnungseigentümerversammlung
  • Kontoführungskosten
  • Kosten für die Jahresabrechnung und die Prüfung des Wirtschaftsplans
  • Kosten eines Rechtsstreits bezüglich der Entziehung des Wohnungseigentums, Schadenersatzleistungen wegen Schäden am Sondereigentum und Instandhaltungsschäden am Gemeinschaftseigentum

Instandhaltungskosten:

Soweit sie das Gemeinschaftseigentum betreffen, wie etwa Aufzugreparaturkosten, Kosten des Fassadenanstrichs oder der Reparatur der Klingelanlage. Nicht dagegen Reparaturen in Ihrer Eigentumswohnung, diese müssen Sie als Wohnungseigentümer selbst tragen.

Instandhaltungsrücklage:

Die Instandhaltungskosten können unter Umständen sehr hoch sein, wenn beispielsweise das Dach neu gedeckt oder die Außenfassade erneuert werden muss.

Damit diese Kosten die einzelnen Eigentümer nicht zu sehr belasten, wird eine Instandhaltungsrücklage gebildet. Auch diese Rücklage ist Bestandteil des Hausgelds.

Wirtschaftsplan bestimmt die Höhe des Hausgelds

Für alle ausstehenden Kosten, ebenso wie für die zu bildenden Rücklagen, wird ein Wirtschaftsplan erstellt und von der Eigentümerversammlung beschlossen.

Dieser Plan bestimmt unter anderem die anteilmäßige Verpflichtung der Wohnungseigentümer, die Kosten für das Gemeinschaftseigentum zu übernehmen.

Hierbei handelt es sich um das sogenannte Hausgeld.

17. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.