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Ausgabeaufschlag: Aktien und Fonds über die Börse kaufen

Insbesondere Fondssparern ist der Begriff Ausgabeaufschlag geläufig. Während Aktien an der Börse direkt ohne Aufschlag gekauft werden können, ist beim Erwerb von Aktienfonds häufig der sogenannte Ausgabeaufschlag fällig.

Dies gilt insbesondere dann, wenn Privatanleger die Fondsanteile direkt von der Fondsgesellschaft oder von der traditionellen Hausbank beziehen.

Ausgabeaufschlag – was ist das und warum wird er erhoben?

Der Ausgabeaufschlag ist eine einmalige Gebühr, die der Wertpapierkäufer an die Bank oder an die Kapitalanlagegesellschaft zahlen muss. Bei der Emission von Aktien ist der Ausgabeaufschlag – auch Agio genannt – der Betrag, der den Nennbetrag übersteigt (nachzulesen auch in § 272 Abs. Nr. 1 Handelsgesetzbuch).

Die Höhe des Ausgabeaufschlags kann variieren. Bei Investmentfonds beträgt dieser in der Regel zwischen 1% und 5%. Bei Rentenfonds ist der Ausgabeaufschlag tendenziell niedriger, bei Aktienfonds meist höher.


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Der Ausgabeaufschlag auf Aktienfonds wird auf die Gesamtsumme des investierten Kapitals aufgeschlagen. Er ist nicht Teil des angelegten Kapitals und wird im Falle eines Verkaufs von Fondsanteilen auch nicht zurückgezahlt. Fondsgesellschaften erheben den Ausgabeaufschlag bei Aktienfonds in erster Linie dazu, um ihre Vertriebskosten zu decken.

Für Anleger ist es wichtig, auf die Höhe des Ausgabeaufschlags zu achten, denn dieser schmälert die Rendite des investieren Kapitals teils erheblich. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Ausgabeaufschlag von mehr als 5% erhoben wird.

Rechenbeispiel: wie sich der Ausgabeaufschlag auf Aktien und Fonds auswirkt

Ein Beispiel: Ein Anleger kauft Fonds im Wert von 10.000 €, der Ausgabeaufschlag beträgt 2%. Damit zahlt der Anleger einen Aufschlag von 200 € und somit eine Gesamtsumme von 10.200 € beim Fondskauf.

Beträgt der Ausgabeaufschlag jedoch 5%, summiert sich der Ausgabeaufschlag bereits auf 500 €, womit sich die Gesamtsumme des Kaufs auf 10.500 € beläuft. Diese Mehrkosten muss der Fonds erst durch Kurszuwächse oder Ausschüttungen wieder aufholen, damit der Anleger eine positive Rendite erwirtschaftet.

Ausgabeaufschlag: Aktienfonds mit Rabatt

Anleger, die auf persönliche Beratung verzichten können, haben gute Chancen, hohe Rabatte auf den Ausgabeaufschlag zu erhalten. Insbesondere Discount- und Online-Broker bieten inzwischen viele Fonds mit stark reduziertem Ausgabeaufschlag oder gänzlich ohne Ausgabeaufschlag an.

No-Load-Fonds ohne Ausgabeaufschlag

Seit einigen Jahren können sogenannte No-Load-Fonds erworben werden. Bei No-Load-Fonds entfällt der Ausgabeaufschlag, allerdings muss der Privatanleger dann mit höheren Verwaltungs- und Managementgebühren rechnen.

Diese Fonds eignen sich deshalb eher für kurzfristig orientierte Anleger, wodurch No-Load-Fonds oft auch als Trading-Fonds bezeichnet werden.

Direktkauf über die Börse spart Geld

Insgesamt empfiehlt es sich für Privatanleger, Investmentfonds direkt an die Börse über einen Online- oder Discount-Broker zu kaufen. Hier fallen neben der Kaufsumme nur die Courtage sowie geringe Order-Gebühren an.

Allerdings sollte die Höhe des Ausgabeaufschlags nicht das ausschlaggebende Kriterium beim Fondskauf sein. Vielmehr sollten Anleger die Strategie, das Management und die Qualität des Fonds prüfen.

Dabei gilt: Je länger das investierte Kapital angelegt werden soll, desto entscheidender ist auch eine niedrige Verwaltungs- und Managementgebühr, denn diese Kosten mindern das Fondsvermögen und damit die Rendite.

2. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands