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Ausgabeaufschlag berechnen – so einfach geht’s

Möchte man in Fonds investieren, so ist dies auch für Kleinanleger häufig mit der Zahlung eines Ausgabeaufschlags verbunden. Zwar gibt es seit einigen Jahren mitunter Rabatte auf den Ausgabeaufschlag und auch sogenannte ausgabeaufschlagfreie Fonds, bei denen kein Ausgabeaufschlag berechnet wird. Da der Ausgabeaufschlag auch „Load“ genannt wird, werden solche Fonds auch als „No-Load-Fonds“ bezeichnet.

Diese sind allerdings bislang kein Standard, so dass es für alle, die in Fonds investieren wollen, interessant ist, wie der Ausgabeaufschlag berechnet werden kann. Dabei kommt es weniger auf mathematisches Geschick an als darauf zu wissen, nach welcher Methode der Ausgabeaufschlag berechnet wird.

Zwar wird häufig nur eine Methode verwendet, tatsächlich gibt es aber 2 Arten, auf die der Ausgabeaufschlag berechnet werden kann. Dabei wird zwischen der sogenannten Brutto- und der Nettomethode unterschieden.

Ausgabeaufschlag berechnen: mit dieser Formel ganz einfach

Bei der Berechnung des Ausgabeaufschlags wird der Rücknahmepreis als Basis genommen. Das heißt, dass vom aktuellen Rücknahmepreis die tatsächlich zu zahlende Höhe des Ausgabeaufschlags (in Euro, nicht in Prozent!) abhängig ist.

Formel  

Den Ausgabeaufschlag bei Fonds berechnen

$$\bo\text"Ausgabeaufschlag"↙\text"(in Prozent)"=((\text"Ausgabepreis"*100)/\text" Rücknahmepreis")-100$$
Ergebnis berechnen

Abgesehen von dieser Grundformel gibt es jedoch 2 Varianten, auf die der tatsächliche Ausgabeaufschlag berechnet wird.

Die gängige Nettomethode um den Ausgabeaufschlag zu berechnen

Die in Deutschlands übliche Vorgehensweise ist die Nettomethode. Hier wird der Ausgabeaufschlag prozentual auf die tatsächlich investierte Summe berechnet – also auf die Summe, die abzüglich der Kosten in Fonds investiert wird. In Worte gefasst bedeutet diese Vorgehensweise:

Tatsächliche investierte Summe + Ausgabeaufschlag = zu zahlende Gesamtsumme


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Ein Beispiel: Möchte ein Privatanleger 100 € in einen Fonds mit 5% Ausgabeaufschlag investieren, so erfolgt die Berechnung per Nettomethode wie folgt:

95,24 € + 5% = 100 €

Dabei entsprechen die 95,24 € 100% und die verbleibenden 4,76 € 5%. 100 € sind dementsprechend gleich 105%.

Somit lässt sich die Nettoformel auch folgendermaßen ausdrücken:

100% + 5% = 105%

Die seltenere Bruttomethode um den Ausgabeaufschlag zu berechnen

Sie ist hierzulande weniger üblich, aber es gibt durchaus Fondsanbieter, die den Ausgabeaufschlag mit der Bruttomethode berechnen. Hier wird der Ausgabeaufschlag nicht ausgehend von der tatsächlich investierten Summe berechnet, sondern von dem Ausgabepreises. In Worte gefasst bedeutet die Bruttowertmethode:

Ordersumme – Ausgabeaufschlag = tatsächlich investierte Summe

Dasselbe Beispiel: Möchte ein Privatanleger 100 € in einen Fonds mit 5% Ausgabeaufschlag investieren, so ist die Berechnung per Bruttomethode:

100 € – 5% = 95 €

Dabei entsprechen die 95 € 95% und die verbleibenden 5 € 5%. 100 € sind hier auch exakt 100%.

Somit lässt sich die Bruttoformel auch folgendermaßen ausdrücken:

100% – 5% = 95%

Das Beispiel zeigt, dass die Nettomethode für den Anleger günstiger ist. Denn dabei ergeben sich beim selben Prozentsatz für den Ausgabeaufschlag tatsächlich geringere Kosten und eine höhere Investitionssumme als bei der Bruttomethode.

Daher sollte beim Kauf von Fonds immer darauf geachtet werden, welche Berechnungsmethode für den Ausgabeaufschlag verwendet wird. So kann man als Anleger erkennen, bei welchen Fonds man für eine fixe Summe im Vergleich mehr Anteile erhält und zudem weniger zahlen muss.

3. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.