Bleiben Sie am Puls der Zeit

GeVestor-Experten analysieren für Sie täglich das gesamte Geschehen an der Börse.

Kostenfrei – mit profitablen und sicheren Empfehlungen.

Tragen Sie hier Ihre E-Mail Adresse ein:

Als Update erhalten Sie zusätzlich ab sofort den kostenlosen Börsen-Newsletter "Kapitalmarkt Trends".

Menü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
3 Topaktien für das Jahr 2014 . . . Download hier ➜

Ausländische Werte: Das sollten Anleger beachten

Bei Käufen an deutschen Börsen treten Sie als Anleger zumeist nicht einem anderen Investor gegenüber.

Stattdessen verkaufen Sie an den Makler beziehungsweise kaufen die Aktie von ihm.

Folglich ist die Frage, ob der jeweilige Heimatmarkt der Aktie geöffnet ist, entscheidend.

Ist die Heimatbörse geöffnet, kann sich der Makler dort sofort eindecken.

Er geht also kein großes Risiko ein, wenn er Ihnen einen bestimmten Kurs zusichert.

Beispiel: Spreadunterschiede bei ausländischen Werten

Wie leicht sich der Spread beim Kauf eines ausländischen Wertpapiers als Renditekiller entpuppen kann, zeigt der Kursverlauf der amerikanischen Silbermine Coeur D’Alene am 24. April 2007.

Coeur D’Alene gehört zu den bekanntesten und meistgehandelten Minen in den USA und Kanada. Entsprechend hoch ist dort das Handelsvolumen und entsprechend leicht können sich die deutschen Makler am Heimatmarkt mit Aktien eindecken.

Obwohl die Situation für die Makler also sehr günstig ist und sie kein besonders hohes Risiko eingehen mussten, waren die Spreadunterschiede enorm.

Im ungünstigsten Fall zahlen Sie 172 € Spread zu viel

Bei einer Ordergröße von 5.000 € wären 1.724 Aktien zum Kauf oder Verkauf gekommen.

Den geringsten Spread hatte die Börse Stuttgart. Hier hätten Sie bei einem Kauf 17,24 € weniger als in München, 34,48 € weniger als in Frankfurt und 86,20 € weniger als in Berlin bezahlt.

Bei einem Verkauf hätten Sie in Stuttgart 17,24 € mehr erlöst als in München oder Frankfurt und 86,20 € mehr als in Berlin.

Wäre sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf an der Börse immer mit dem ungünstigsten Spread gehandelt worden, hätte sich der Renditeverlust sogar auf 172,40 € oder 3,45% summiert.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots....

  • Die IND & COMM BANK OF CHINA ist die teuerste Bank der Welt
  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Cemex (Mexico), drittgrößter Zementhersteller der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • GAZPROM (Russland) die Nummer 3 der Welt
  • Und Petrobras (Brasilien), die Nummer 4 weltweit

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Sie sehen: Bei ausländischen Werten lohnt sich der Spreadvergleich besonders.

Fill or kill – eine interessante Option beim Handel an ausländischen Börsenplätzen

Beim Handel an ausländischen Börsen können Sie Ihre Order teilweise mit den Zusätzen „fill or kill“ bzw. „all or none“ versehen.

Ihr Auftrag wird dadurch nach dem „Alles-oder-nichts“-Prinzip behandelt und entweder vollständig in einem Stück oder gar nicht ausgeführt.

Sie vermeiden mit diesem Zusatz Teilausführungen, die gerade bei ausländischen Börsenplätzen besonders unangenehm sind, weil zusätzlich zu den Gebühren Ihrer Hausbank in der Regel noch umfangreiche fremde Spesen und Gebühren anfallen.

An den US-Börsen können Sie alle Aufträge unabhängig von der zeitlichen Gültigkeit mit dem „fill or kill“-Zusatz versehen.

Mehr dazu: “Fill or Kill” und andere Orderzusätze

Im Xetra-Handel besteht diese Möglichkeit nur für tagesgültige Aufträge.

Aktien kaufen: Orderzusätze und Börsenplatz richtig auswählen

Beachten Sie bitte: Nicht alle ausländischen Börsen bieten Ihnen diese Möglichkeit an.

So nutzen Sie Realtime-Kursdaten optimal

Früher waren Realtime-Kurse, also Echtzeitkurse ohne Zeitverzögerung, allein den Banken und professionellen Händlern vorbehalten. Inzwischen haben Sie auch als Privatanleger einen leichten Zugang zu Echtzeitkursen.

Sie können sich beispielsweise über den Internetauftritt der Stuttgarter Börse (https://www.boerse-stuttgart.de/) als Benutzer registrieren lassen.

Dort können Sie dann ein Musterdepot führen, in dem Sie die aktuellen Kurse, die an der Stuttgarter Wertpapierbörse gestellt werden, jederzeit einsehen können.

Stückzahlen beachten ist wichtig

Die Realtime-Daten liefern Ihnen nicht nur die jeweiligen Kurse, sondern auch die Stückzahlen, die zu diesen Kursen nachgefragt oder angeboten werden.

Geld- und Briefkurs sollten in der Regel nur gering von einander abweichen und mit etwa gleich hohen Volumina hinterlegt sein.

Der Geldkurs gibt Ihnen den höchsten Preis an, zu dem jemand die Aktie derzeit erwerben möchte.

Hinter dem Geldkurs finden Sie eine Stückzahl. Lautet die Angabe beispielsweise 4,30 € 200 Stück, dann besteht für maximal 200 Aktien ein Kaufinteresse bis zu einem Maximalpreis von 4,30 €.

Möchten Sie jedoch mehr als 200 Aktien verkaufen, mahnt diese Angabe zur Vorsicht.

2 Varianten sind hier möglich:

Die ersten 200 Aktien werden sofort zu einem Kurs von 4,30 € verkauft, die restlichen Aktien später – möglicherweise sogar gar nicht mehr, weil sich kein Käufer findet, der die Aktien zu diesem Preis übernehmen will.

Bei einem limitierten Auftrag müssen Sie also in jedem Fall mit einer Teilausführung rechnen.

Die 2. Variante betrifft den unlimitierten, also als „bestens“ freigegebenen Verkauf.

Steht hinter der Kurstaxe das Angebot des Maklers und übersteigt Ihr Auftrag das angegebene Volumen, so ist der Makler nicht verpflichtet, Ihren Verkauf zu den angegebenen Konditionen durchzuführen.

Dementsprechend laufen Sie Gefahr, dass Ihr Auftrag über 500 Stück zwar sofort und in einem Zug ausgeführt wird, jedoch nicht zu einem Kurs von 4,30 €, sondern nur zu 4,20 € oder gar zu 4,10 € – je nach Marktlage.

Sie erlösen also 50 oder gar 100 € weniger als zunächst erwartet.


Börsen ABC: Order festlegen und aufgeben


3. März 2008

Von: David Gerginov. Über den Autor

Die Welt der Finanzen und der Politik hat David Gerginov von jeher fasziniert. Aber auch das Weitergeben von wichtigen Informationen und Hintergrundwissen ist ihm wichtig. Mit seinen Beiträgen möchte er Lesern wichtige Fakten vermitteln und bei der Vertiefung des eigenen Wissens helfen.