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Aussagekraft von Chartanalysen – wie groß ist sie?

Die Chartanalyse soll dem Anleger dabei helfen, den optimalen Kaufzeitpunkt oder Verkaufszeitpunkt für eine Aktie zu ermitteln.

Dabei geht die Chartanalyse davon aus, dass sich bestimmte Chartmuster oder Formationen in der Vergangenheit in der Zukunft wiederholen und so einen Rückschluss auf den künftigen Kursverlauf ermöglichen.

Mehr dazu: Welche Möglichkeiten Ihnen die Charttechnik bietet

Der Chart zeigt alle kursrelevanten Informationen bildlich

Charts werden am häufigsten in Jahren, Monaten und Wochen dargestellt. Je länger der Beobachtungszeitraum, desto aussagekräftiger ist in der Regel der Chart.

Aus Chartformationen lassen sich oft Kauf- oder Verkaufsempfehlungen ableiten. Charttechnische Indikatoren spielen eine große Rolle, wenn es darum geht, Kursverläufe zu mathematisieren.

Allerdings gilt zu beachten, dass die Chartanalyse nicht auf betriebswirtschaftlichen Daten von Unternehmen beruht, sondern aktuelle Trends zu deuten versucht.

Durch die verschiedenen Kursbewegungen in einem Chart entstehen oft Trendkanäle, Formationen (Kopf-Schulter-Formation) sowie Widerstands- und Unterstützungslinien, die für Analysten, Investmentbanker und Händler von großer Bedeutung sind.


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Mehr dazu: Charttechnik: Wie Sie die wichtigsten Grundregeln nutzen.

Algotrader und computergesteuerte Systeme bestimmen den Handel

Der Grund: Mehr als 60% des Handels werden inzwischen von so genannten Algotradern und dem computergesteuerten Handel bestimmt.

Werden bestimmte Widerstands- und Unterstützungslinie durchbrochen, werden oft automatische Kauf- bzw. Verkaufsprozesse in Gang gesetzt. Dadurch verstärken oder beschleunigen sich oftmals Kurstrends.

Im Rahmen der Chartanalyse ergeben sich Durchschnittslinien, die wiederum verkauft oder Kaufsignale senden. Eine große Bedeutung wird dabei der 200-Tage-Durchschnittslinie, der 50-Tage-Linie oder der 38-Tage-Linie beigemessen.

Durchbricht zum Beispiel der Chart die 200-Tage-Durchschnittslinie wird ein Kaufsignal gesendet. Umgekehrt gilt: wird die 200 Tage Durchschnittslinie nachhaltig unterschritten, erfolgt ein Verkaufssignal.

Wie aussagekräftig sind Chartanalysen wirklich?

Charts spiegeln in erster Linie die Marktstimmung und aktuelle Trends wieder. Mit Hilfe der Chartanalyse lassen sich Trendumkehrpunkte recht zuverlässig prognostizieren.

Verschiedene charttechnische Indikatoren wie der RSI (Relative Stärke) zeigen an, ob ein Markt oder eine Aktie stark überkauft oder überverkauft ist.

Allerdings gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass die Chartanalyse einen Rückschluss auf die künftige Kursentwicklung einer Aktie ermöglicht. Wie aussagekräftig die Chartanalyse wirklich ist, darüber streiten sich die Experten.

Viele Experten verweisen dabei auf den psychologischen Aspekt, wodurch sich Trends ableiten lassen. Aus dieser Entwicklung sind in den vergangenen Jahren Trader-Floskeln wie zum Beispiel „The Trend is your friend“ entstanden.

Zeichnet sich ein steigender Trendkanal ab, wird gekauft. Umgekehrt wird bei einem fallenden Trendkanal verkauft.

Studie: Keine Belege für Aussagekraft der Chartanalyse

Allerdings hat eine Studie der University of Iowa (Zur Erfolgsmessung technischer Handelsumsätze) aus dem Jahr 2006 keine klaren Ergebnisse geliefert, in weit technische Analysemodelle einen Rückschluss auf die künftige Marktentwicklung zulassen.

Im Rahmen der Studie wurden mehrere tausend Schulter-Kopf-Schulter Formationen bei S&P 500 Aktien untersucht, dabei wurde kein Hinweis darauf gefunden, dass charttechnische Formationen irgendeine Aussagekraft haben.

Daher sollte sich der Anleger bei seiner Anlageentscheidung keinesfalls nur alleine auf die Charttechnik verlassen, sondern auch fundamentale oder betriebswirtschaftliche Rahmendaten berücksichtigen.

Mehr zum Thema: Chartformationen: Alle Artikel im Überblick

11. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.