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Auswege aus der Zinsfalle: 3 sinnvolle Anlagen in Zeiten von Mini-Zinsen

Als Sparer erleben Sie in diesen Tagen einen Albtraum: Sparen wird nicht mehr belohnt. Sichere Zinsanlagen werfen nur noch Mini-Renditen von 0 bis 1% ab.

Zeitweise mussten Sparer für Zinspapiere mit kurzen Laufzeiten mit dem bestmöglichen AAA-Rating sogar eine Minusverzinsung hinnehmen. Sie mussten also eine Art Gebühr dafür zahlen, dass Sie Ihr Geld relativ sicher in Zinspapiere parken durften.

Überschuldete Staaten brauchen niedrige Zinsen, um sich günstig zu finanzieren. Die schlechte Nachricht: Die Niedrig-Zins-Phase wird in Westeuropa noch längere Zeit andauern.

Denn: Nur mit dieser Zinspolitik können sich die hoch verschuldeten Staaten halbwegs über Wasser halten.

Niedrig-Zinsen haben dramatische Folgen

Noch dramatischer wird es, wenn Sie alle Kapitalanlagen betrachten, die von den Zinsen abhängen.

Also nicht nur klassische Bankprodukte wie Sparbücher, Tagesgeld etc., sondern auch Lebensversicherungen, Bausparverträge und Altersvorsorgeprodukte wie Riester- und Rürup-Rente.

Professor Hans-Werner Sinn, Chef des Ifo-Instituts, kommt in der Gesamtrechnung auf eine Summe von 60 bis 70 Mrd. Euro, die deutsche Sparer in der Niedrig-Zins-Phase pro Jahr (!) verlieren.

Die Zinswende nach oben wird irgendwann kommen, aber aufgrund der hohen Staatsverschuldungen wird das eine Mini-Zinswende. In den USA könnte die USNotenbank Fed ab Herbst die Zinsen in mehreren kleinen Schritten von 0 auf 1% erhöhen.

In Westeuropa ist selbst dieser Schritt in den kommenden zwölf Monaten nicht in Sicht.

Es gibt für Sie Auswege aus der Zins-Falle

Jetzt aber die gute Nachricht: Sie als Sparer und Anleger müssen nicht Opfer der finanziellen Repression bleiben. Sie haben die Wahlmöglichkeit, wie Sie Ihr erspartes Geld investieren.

Es gibt sie, die Anlagen, mit denen Sie auch in der Niedrigzinsphase hohe Renditen erwirtschaften.

Dazu zählen:

  • Immobilien-Aktien (REITs)
  • Wandelanleihen
  • Mischfonds
  • Hohe Dividenden mit börsengehandelten Immobilien-Aktien (REITs)

Eine Alternative zu Zinsanlagen sind börsengehandelte Immobilien-Investments. Doch viele Anleger zögern. Die Gründe: Angst vor einer Preisblase und Angst vor einer Zinswende. Doch beide Gründe sind nicht stichhaltig.

Die Immobilienpreise sind in einigen Großstädten rasant gestiegen. Diese Aussage trifft aber nicht für den Gesamtmarkt zu.

Während in München seit 2008 die Preise für Eigentumswohnungen im Durchschnitt um rund 50% gestiegen sind und der durchschnittliche Preis für ein Einfamilienhaus auf über 1 Mio. Euro geklettert ist, haben im gleichen Zeitraum die Immobilienpreise in ländlichen Gebieten zum Teil sogar nachgegeben.

Hinzu kommt: Während die Preise für Wohnimmobilien (je nach Standort) stark gestiegen sind, ist der Preisschub an den Gewerbeimmobilien weitgehendvorbeigegangen.

Preisblasen gibt es also nur in den 1A-Lagen und in speziellen Immobilien-Segmenten. Von einer allgemeinen Preisblase kann keine Rede sein.

Die Angst vor einer Zinswende

Steigen die Zinsen, werden im Gegenzug Immobilien-Investitionen weniger attraktiv. Daher haben einige Anleger Angst, dass sie genau jetzt in die Zins-Wende hineininvestieren.

In den USA hat zwar die Notenbank Fed zum ersten Mal den Fuß leicht vom geldpolitischen Gaspedal genommen, aber in Europa drückt die EZB jetzt erst richtig auf das Gaspedal. Der Leitzins wurde quasi auf 0% gesenkt.

Bis wir wieder ein „normales“ Zinsniveau von 3 bis 4% erleben, werden noch mehrere Jahre vergehen. Die Schätzungen gehen Richtung 2017 bis 2020. Und ob wir danach ein Zinsniveau erleben, das den Immobilienmarkt abwürgt, ist fraglich.

Eine solche Zinswende würde bedeuten, dass auch die hoch verschuldeten Euro-Staaten wesentlich höhere Zins-Kupons für ihre Staatsanleihen anbieten müssten. Das ist mittelfristig für die betroffenen Staaten nicht finanzierbar.

Spezielles Produkt in Deutschland: REITs

Die deutschen Anleger haben noch ein ganz spezielles Problem mit Immobilien-Aktien. Der ehemalige Staatskonzern IVG, der vor vielen Jahren zu einem börsennotierten Immobilienkonzern umgebaut wurde, ist im Sommer 2013 unter der Schuldenlast zusammengebrochen.

In der Boomzeit hat die einst grundsolide IVG AG zu viele Projekte gleichzeitig gestartet und einen zu hohen Kredit-Hebel eingesetzt. Eine einzige schwache Manager-Generation reichte schon, um das Unternehmen zu kippen.

Doch jede Krise kann auch eine Chance sein. Und zwar dann, wenn Gesetzgeber

und Anleger aus den Fehlern, die zu der Krise geführt haben, lernen. Deutschland

hat mit der Einführung von REITs einen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

REIT steht für Real Estate Investment Trust. Um den REIT-Status zu erhalten, muss ein Unternehmen in Deutschland folgende Kriterien erfüllen:

  • Über 75% des Vermögens müssen in Immobilien investiert sein.
  • Über 75% der Erträge müssen aus der Immobilienbewirtschaftung stammen.
  • Die Eigenkapital-Quote muss bei über 45% liegen.
  • Mindestens 90% des Gewinns müssen als Dividende ausgeschüttet werden.

    Speziell die hohe Eigenkapital-Anforderung verhindert, dass diese Immobiliengesellschaften einen zu großen Kredit-Hebel ansetzen. Damit ist die größte Gefahr gebannt.

Vorteile von REITs

REITs bieten Ihnen 5 Pluspunkte:

1. Hohe Dividenden-Renditen sorgen dafür, dass auch nach Abzug der Inflationsrate ein echter Vermögenszuwachs erfolgt.

2. Immobilien besitzen keinen hundertprozentigen Inflationsschutz, schützen Ihr Vermögen aber besser als Zinspapiere oder andere Geldanlagen.

3. Während einzelne regionale Immobilienmärkte überbewertet sind, notieren einige börsennotierte Immobilien-AGs sogar unter dem Substanzwert (Immobilienvermögen abzüglich der Schulden). Vereinfacht gesagt: Sie investieren 0,90 Euro und erhalten

Immobilien-Substanz für 1 Euro.

4. Da große Immobilien-Einheiten größere Gewinne abwerfen (Skaleneffekte), wird es in der Branche weitere Übernahmen geben. Aktionäre können sich in den nächsten Jahren auf attraktive Übernahme-Prämien freuen.

5. Nicht jeder Anleger und Sparer kann sich eine eigene Immobilie leisten, die oft mehrere 100.000 Euro kostet (in Metropolen auch siebenstellige Beträge). Immobilien-Aktien (und REITs) sind schon ab einer niedrigen vierstelligen Anlagesumme für Sie

interessant.

Günstiger Einstiegszeitpunkt

Wenn Sie Charts von REIT-Aktien betrachten, fällt auf, dass die Kurse in den Monaten vor der hohen Dividendenausschüttung steigen und nach der Auszahlung fallen. Dafür sorgen der Dividenden-Abschlag und das Desinteresse der Investoren in den Sommermonaten, da die nächste Ausschüttung erst Mitte 2016 erfolgt.

Das bedeutet: Sie können immer im Sommerloch die dividendenstarken REIT-Aktien besonders günstig einsammeln.Das ist der perfekte Einstiegszeitunkt.

 

14. Oktober 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.