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Auswirkungen der US-Wahlen auf den Goldpreis: Konsequenzen für Anleger

Der Goldpreis hat zur Freude vieler Goldanleger im ersten Halbjahr 2016 bereits kräftig zugelegt, auf Jahressicht liegt der Goldpreis um rund 14% im Plus. Noch im August kostete die Feinunze Gold mehr als 1.370 US-$, im Spätherbst könnte es noch weiter aufwärts gehen, glauben einige Analysten.

Die Gründe für das steigende Interesse an Gold sind vielschichtig. Neben dem Brexit sorgte zuletzt auch die inflationäre Geldpolitik der Notenbanken (Quantitative Easing) dafür, dass der Goldpreis immer weiter anzog. Viele Anleger fürchten offenbar eine schleichende Geldentwertung. Anfang November stehen zudem die wichtigen Präsidentschaftswahlen in Amerika an – ein weiterer Unsicherheitsfaktor.

US-Wahlen und die Auswirkungen auf den Goldpreis

Denn derzeit ist völlig offen, wer die US-Wahlen gewinnen wird. Um den Einzug ins Oval Office kämpfen der Immobilienmogul Donald Trump und die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton.

Zunächst deutete vieles auf einen klaren Sieg Clintons hin, hatte sich Trump im Wahlkampf immer wieder rhetorisch vergaloppiert und sich damit selbst ins Abseits befördert. Durch die zuletzt in den Medien kolportierten gesundheitlichen Probleme von Clinton scheint der US-Wahlausgang jedoch wieder offener. Darum ist noch nicht ganz klar, welche Auswirkungen die US-Wahlen auf den Goldpreis haben werden.


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Darum wollen viele Gold-Fans Donald Trump

Viele Gold-Fans hoffen jedoch auf den Sieg von Donald Trump, könnte der Einzug des Immobilienmoguls ins Weiße Haus doch dem gelben Edelmetall weiterhin Auftrieb verleihen. Es ist kein Geheimnis, dass Trump ein Faible für Gold hat und dem Edelmetall wohlwollend gegenüber steht.

Doch Goldanleger sind noch aus einem ganz anderen Grund für Trump: Gewinnt Donald Trump, fürchtet man an der Wall Street eine Zeit großer Unsicherheit, denn der Immobilienmogul gilt für die Finanzwelt als unberechenbar.

Denn noch ist nicht abzusehen, wie sich die künftige Wirtschaftspolitik von Trump konkret auf die USA auswirken wird. Der Immobilieninvestor tritt für Strafzölle und massive Steuersenkungen ein, deren Finanzierung noch weitgehend unklar ist. Unter dem Strich erwarten einige Marktbeobachter sogar eine fundamentale Schwächung der US-Wirtschaft, wenn Trump gewinnt.

Gold profitiert von Unsicherheit

Die Ungewissheit über die politische und wirtschaftliche Zukunft der USA beflügelt dagegen das Gold, das in Krisenzeiten seit jeher als sicherer Hafen gilt. Gewinnt Trump im November, gehen Analysten der niederländischen ABN Amro Bank davon aus, dass der Goldpreis auf bis zu 1.850 US-$ je Feinunze klettern wird.

Aber auch ein Sieg von Hillary Clinton bei den US-Wahlen muss nicht den Absturz des Goldpreises bedeuten, denn die großen Probleme der USA und der Finanzwirtschaft bleiben.

Speziell die hohen Schulden der USA – die sich inzwischen auf über 19,5 Billionen US-$ summieren – und das weiterhin schwache US-Wirtschaftswachstum dürfte die US-Notenbank noch eine ganze Weile beschäftigen.

US-Wahlen: Marktumfeld für Gold bleibt weiter günstig

Für Anleger bedeutet dies, dass die US-Wahlen im November durchaus Auswirkungen auf den Goldpreis haben könnten, insbesondere wenn Donald Trump das Rennen macht.

Insgesamt gehen Analysten davon aus, dass die Notenbanken dieser Welt mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter an der lockeren Geldpolitik festhalten werden, auch wenn die Zinsen in den USA in den nächsten Monaten leicht steigen werden. Höhere Zinsen sind zwar schlecht für Gold, da andere Anlageklassen wie zum Beispiel Anleihen attraktiver werden, dennoch bleibt das Marktumfeld für Gold günstig.

Der Grund: Ganz egal, wer im November die US-Präsidentschaftswahlen gewinnt, die US-Wirtschaft ist nach wie vor weit entfernt von ehemaligen Wachstumsraten von über 3% (1970 bis 1999) und ist damit de facto weiter auf ein niedriges Zinsumfeld und eine lockere Geldpolitik angewiesen, die das Gold begünstigt.

Anleger sollten allerdings bedenken, dass Gold nur als Depotbeimischung (10 bis 15% des Kapitals) Sinn macht. Auf keinen Fall sollten Anleger ihr gesamtes Kapital auf das gelbe Edelmetall setzen, auch wenn das Marktumfeld günstig bleibt.

30. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands