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Autovermieter-Aktien: Sixt fährt der Konkurrenz davon

Autovermieter-Aktien sind in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen. Die Branche boomt, Anbieter wie Sixt eilen von Rekord zu Rekord. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen hat sich die Reisebranche den letzten Jahren deutlich erholt, zum anderen ermöglichen Billig-Flieger wie Ryanair, Air Berlin oder EasyJet kurze Städte-Trips ins Ausland, was das Geschäft mit Mietwagen zusätzlich anheizt.

Egal ob die Reisenden privat oder geschäftlich unterwegs sind, ein Mietwagen ist oft unentbehrlich. Doch der Wettbewerb ist hart. Anbieter wie Europcar, Avis und Hertz kalkulieren die Preise inzwischen knapp, um bei Vergleichsportalen im Internet aufzufallen. Geld wird vor allem mit Zusatzgeschäften rund um Versicherungen verdient.

Doch die Branche steht noch vor einem weiteren Problem: Newcomer wie die amerikanische Uber erobern zunehmend den Markt und machen Hertz, Avis & Co das Leben schwer. Ein Blick auf die größten Autovermieter-Aktien:

Europcar Group will weiter in die Zukunft investieren

Europcar ist mit seinen beiden Marken Europcar und InterRent die größte Autovermietung in Europa. Das im Jahr 1949 gegründete und in Frankreich ansässige Unternehmen betreibt eine Fahrzeugflotte von insgesamt 200.000 Fahrzeugen und ist in 140 Ländern weltweit präsent. In Deutschland ist Europcar mit etwa 520 Stationen vertreten.


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Mitte 2015 ging Europcar an die Börse (Euronext Paris), die Anteile wurden bei 12,25 € bei den Anlegern platziert. Damit hat die Autovermieter-Aktie binnen eines Jahres knapp 25 % an Wert verloren. Ursächlich sind nicht zuletzt rote Zahlen infolge weiterer Investitionen. Zudem sitzt Europcar auf hohen Schulden, die sich zum Zeitpunkt des Börsengangs auf 1,8 Mrd. € summierten.

Dennoch will Europcar weiter investieren. Chancen sieht das Unternehmen im Bereich Car-Sharing. Hier ist das Unternehmen mit 25 % an dem Joint Venture Car2go Europa beteiligt, dass gemeinsam mit Daimler betrieben wird. Zudem hat sich Europcar bei Ubeeqo eingekauft, um im Bereich Mobility Services Uber die Stirn bieten zu können.

Sixt sieht sich mit seiner Premium-Strategie im Aufwind

Der deutsche Autovermieter Sixt ist in Deutschland mit 500 Stationen vertreten, weltweit zeigt die in Pullach ansässige Firma mit über 4.000 Stationen in 105 Ländern Flagge.

Sixt entwickelte sich in den vergangenen Jahren hervorragend, die Aktien des Unternehmens legten im 5-Jahreszeitraum um mehr als 300 % zu. Sixt setzt bei seiner Fahrzeugflotte vor allem auf Premium-Marken (Audi, BMW und Mercedes) und hat den höchsten Anteil an Premiumfahrzeugen in seiner Flotte.

Sixt will in den nächsten Jahren seine Internationalisierungsstrategie (Expansion ins Ausland) fortführen und zudem sein Angebot an innovativen Mobilitätslösungen ausbauen. Im Mittelpunkt steht dabei auch das mit BMW betriebene Carsharing-Venture DriveNow. Über seine inzwischen an der Börse notierte Tochter Sixt Leasing will das Unternehmen den Leasing-Markt erobern.

Avis Budget Group: steigende Flottenkosten belasten die Ertragslage

Avis Budget Group ist mit seinen Marken Avis, Budget und Payless in rund 180 Ländern weltweit vertreten. Im Jahr 2012 verstärkte sich der in New Jersey/USA ansässige Autovermieter durch die Übernahme von Apex Car Rentals in Neuseeland. Im Jahr 2015 übernahm Avis Budget Group Italiens viertgrößten Autovermieter Maggiore Group. In Deutschland ist Avis Budget mit rund 340 Stationen die Nummer 3 im Markt.

Zuletzt kämpfte die Autovermieter-Aktie aus den USA mit steigenden Flottenkosten, die den Gewinn voraussichtlich auch in 2016 belasten werden. Dies spiegelt sich auch im Avis-Aktienkurs wider, der in den vergangenen 12 Monaten um rund 30 % gefallen ist. Erst für 2017 erwarten Analysten wieder steigende Gewinne.

Hertz kämpft mit Wachstumsproblemen und zunehmenden Wettbewerb

Die an der New Yorker Börse notierte Autovermieter-Aktie Hertz gilt als die weltweite Nummer 1 unter den Mietwagen-Anbietern und mit etwa 8.100 Stationen weltweit über die Marken Hertz, Dollar, Thrifty und Firefly vertreten. In Deutschland ist Hertz allerdings nur die Nummer 4 der Branche mit etwa 300 Stationen.

Zuletzt beschloss Hertz die Trennung vom Mietwagen- und Ausrüstungsverleihgeschäft. Damit spaltet sich Hertz in zwei Firmen auf: Hertz Global Holdings (Autovermietung, Leasing-Geschäft) und Herc Holdings, welches das Geschäft mit dem Verleih von Industrie- und Konstruktionsausrüstung umfasst.

In den letzten Jahren hatte Hertz durch hausgemachte Probleme im operativen Betrieb und durch den zunehmenden Wettbewerb mit Wachstumsproblemen zu kämpfen. Dies hat dazu geführt, dass sich der Aktienkurs in den letzten 2 Jahren mehr als halbiert hat. Nach dem der Umsatz bei Hertz in 2016 bei etwa 10,5 Mrd. US-$ stagnieren dürfte, erwarten Analysten für 2017 wieder ein Umsatzwachstum.

5. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands