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Balda AG Aktie: Kunststoff-Spezialist mit ungewöhnlicher Tradition

Die Balda AG, mit Sitz in Bad Oeynhausen (Ostwestfalen), hat sich auf Kunststoffverarbeitung spezialisiert.

Ihre Kunststoffteile und -systeme finden größtenteils in medizinischen Geräten und in diversen Elektronikprodukten (z.B. Smartphones) Anwendung.

Die Geschäftsbereiche der Balda AG sind dementsprechend in die Sparten „Balda Medical“ und „Balda Technical“ unterteilt.

Global Player mit Provinzrückhalt

Die internationalen Produktionsstandorte des Konzerns sind verteilt auf China und Malaysia. Darüber hinaus verfügt Balda über eine amerikanische Vertriebszentrale im US-Bundesstaat North Carolina.

Auf Malaysia und das Segment Electronic Products entfällt jedoch der größte Anteil der weltweiten Mitarbeiterzahl.

Insofern ist Balda einer von vielen mitteleuropäischen Konzernen, die ihre heutigen Erfolge zum Teil auch auf die Vorteile des Outsourcings zurückführen können.

In 2011 erwirtschaftete der ostwestfälische Kunststoffspezialist  66,3 Mio. Euro Umsatz.

Im selben Jahr beschäftigte die Balda AG weltweit 1.178 Mitarbeiter (Stand: Dezember 2011), davon lediglich 217 in der deutschen Zentrale.

Von Kameras zu Kunststoff: Geschichte der Balda AG

Balda wurde im Jahre 1908 von Max Baldeweg in Dresden gegründet und machte sich anfangs als Kamerahersteller einen Namen.

In den folgenden Jahrzehnten gelangten Kameras von Balda dank ihrer für die damaligen Verhältnisse hochwertigen technologischen Verarbeitung zu internationalem Renommee.


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Bereits nach dem zweiten Weltkrieg entdeckte das Unternehmen in Bad Oeynhausen das Potenzial für eine größere Produktionsstätte und verlagerte seinen Heimat-Standort sogleich von Dresden in die westfälische Provinz.

Trotz allem musste Balda seine Kameraproduktion endgültig einstellen, da der Markt in den 80 Jahren von (weitaus billigeren) Produkten der asiatischen Konkurrenten überschwemmt wurde.

Umbruch in der Produktion nach 1994

Hier hätte die Geschichte des Unternehmens zu Ende sein können – wäre da nicht  jahrelange Erfahrung mit Kunststoff, die in spezialisierten Industriezweigen durchaus auf Nachfrage stieß.

Seit 1994  konzentriert sich Balda verstärkt auf spezialisierte Kunststoffverarbeitung für die Informationstechnologie, sowie die Fahrzeug- und Medizintechnik.

Mehr zum Thema: Favoriten der Medizintechnik

Im Sommer 2006 ist der Konzern erfolgreich in die Technologie der Touchscreens vorgestoßen, dank hoher Beteiligung an der chinesischen TPK Holding.

Die jüngste Unternehmenshistorie verlief jedoch nicht ohne Management-Schwierigkeiten-  so sah man sich bereits in 2009 gezwungen, die Beteiligung  an der TPK Holding auf 19,25% zu verringern.

Doch gewisse Probleme bestehen weiterhin, wie es sich mit der Performance der Aktie (s.u.) zurückverfolgen lässt.

Womit verdient die Balda AG ihr Geld?

Die Balda AG profitiert seit Mitte der 90er Jahre vornehmlich von ihrer Spezialisierung auf die Medizintechnik und die Automobilindustrie.

In den letzten Jahren hat man bei Balda besonders viel Hoffnung in das Segment Informationstechnologie gelenkt- was nicht immer von Erfolg gekrönt war.

So schrieb der Kunststoffexperte in 2011 rote Zahlen infolge von Management- und Organisationsproblemen im Mobilfunk-Segment der Sparte Balda Technical.

Dies hat man durch eine Neubesetzung des Managements in Deutschland und Malaysia zumindest teilweise wieder in den Griff bekommen.

Ende 2011 erfolgte der endgültige Ausstieg aus dem Geschäft mit Kunststoff-Handyschalen.

Einen positiven Gegenpol bildete im selben Jahr hingegen die Sparte Medical,

mit einem Umsatzwachstum von 45%. Das entspricht in etwa 39,9 Millionen Euro.

In Zukunft wird im medizintechnischen Bereich weiteres Wachstum erwartet, was die Aktionäre auch begrüßen.

Mehr zum Thema: Medizintechnik: Demografie und Innovation als Wachstumstreiber

Die Balda- Aktie an der Börse

Der Börsengang der Balda AG erfolgte 1999. Die Aktie war zunächst gelistet im „Neuen Markt“, dem berühmt-berüchtigten New Economy Stock Index von 1997.

Erst am 23. Juni 2008, acht Jahre nach dem Platzen der Dotcom-Blase, wurde die Balda-Aktie erstmals im SDAX gelistet.

Zuvor hatte die Beteiligung an der TPK Holding, einem Apple-Zulieferer, sehr positiven Anklang an der Börse gefunden, da der Zusammenhang mit Apple eine hohe Marktkapitalisierung mit sich brachte.

In 2011 büßte Balda seinen guten Ruf aufgrund der Umstrukturierung im Mobilfunk-Segment zumindest zeitweise ein: Die Aktie fiel im Februar jenen Jahres immerhin um 3 Prozent (7,85 Euro).

Mehr zum Thema: Balda AG: Investment für risikobereite Anleger

Für das Frühjahr 2013 geben Analysten mehrheitlich eine Kaufempfehlung, da der Chart von Balda derzeit um die 50% Anstieg verzeichnet, was ebenfalls auf die vielversprechenden Prognosen in der Medizintechnik zurückzuführen ist.

9. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.