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Balda-Aktie: Wohin geht die Reise?

Der in Bad Oeynhausen ansässige Kunststoffhersteller Balda AG hatte in 2013 mit verschiedenen Herausforderungen zu kämpfen. Neben Umstrukturierungen und Querelen im Aufsichtsrat sorgte im Herbst die überraschende Entlassung des Firmenchefs für Verwunderung. Leidtragende waren die Aktie des Unternehmens und dessen Aktionäre.

Balda-Aktie: Umstrukturierungen sollen für neuen Schwung sorgen

Daneben hat Balda diverse Umstrukturierungen vorgenommen. So trennte sich der Konzern von seinem Standort in Malaysia. Zudem schloss man den Verkauf der restlichen Beteiligung an dem taiwanesischen Touchscreen-Hersteller TPK Holding ab. Nunmehr konzentriert sich Balda vor allem auf seine 2 Kerngeschäftsbereiche Balda Medical und Balda Technical.

Balda Medical

Dabei bietet Balda Medical aus Tradition Kunststofflösungen und Produkte für die Industriebereiche Pharmazie, Diagnostik und Medizintechnik an. Zum Produktangebot gehören zum Beispiel Inhalatoren oder Glukosemessgeräte, aber auch Einwegprodukte wie Pipetten. Dabei verfolgt das Unternehmen ehrgeizige Wachstumsziele: Balda Medical will sich als Toplieferant für Unternehmen im Gesundheitsmarkt etablieren.


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Der Geschäftsbereich entwickelte sich zuletzt sehr positiv, wobei Balda den Bereich Healthcare auch in 2014 noch weiter ausbauen will. Hintergrund sind Wachstumschancen, die das Unternehmen durch die demografische Entwicklung und den damit steigenden Bedarf an Gesundheitsprodukten sieht.

Balda Technical

Ergänzt wird der Bereich Balda Medical durch das Segment Balda Technical. Dieser Geschäftsbereich ist im Geschäftsjahr 2012/2013 durch die Übernahme der beiden US-Kunststoffspezialisten C. Brewer und HK Plastics Engineering entstanden. Im Zuge der Integration treten die beiden US-Firmen künftig unter dem Namen Balda C. Brewer und Balda HK Plastics auf.

In diesem Segment bietet die Aktiengesellschaft präzise Kunststoff-Spritzgussprodukte im Bereich Eyeware und Produkte für die Automobilindustrie (Kontrollgeräte für den Reifendruck) an. Auch der Markt für hochwertige Brillenfassungen könnte von der demografischen Entwicklung profitieren, auch wenn Lasik immer mehr in den Augenoptik-Bereich Einzug hält.

Balda-Aktie: Entwicklung in 2013

Insbesondere im zweiten Halbjahr 2013 hat die Balda-Aktie wieder zugelegt, die jüngsten Zukäufe haben sich positiv in der Bilanz bemerkbar gemacht. Gegen Jahresende verzeichnete die Aktie noch einen Kurssprung, nachdem die Zahlen für das vergangene erste Fiskalquartal 2014 bekannt wurden. Auch die Ankündigung einer Sonderdividende in Höhe von 1,50 € je Aktie trug zum positiven Kursverlauf bei.

Balda konnte seinen Umsatz auf 17,5 Mio. € steigern – nach 8,1 Mio. € im Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr 2013/14 erwartet das Unternehmen eine stabile Entwicklung und stellt einen Umsatz von 70 bis 80 Mio. € in Aussicht.

Aussichten

Die weitere Entwicklung der Balda-Aktie dürfte nicht zuletzt davon abhängen, inwieweit es das Unternehmen schafft, im Gesundheitsmarkt weiter Fuß zu fassen. Dieser verspricht in den kommenden Jahren aufgrund der demografischen Entwicklung und der Überalterung der Gesellschaft gute Wachstumsperspektiven.

Auch im Segment Balda Technical will man in 2014 operativ weiter zulegen. Eher besorgniserregend sind dagegen die anhaltenden Personalquerelen, nachdem im Herbst 2013 CEO und Finanzchef Dominik Müser überraschend mit sofortiger Wirkung entlassen wurde. In der Unternehmensführung und im Aufsichtsrat sollte Balda mehr Kontinuität zeigen, wenn das Unternehmen das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen will.

4. Januar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands