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Baltic Dry Index (BDI): die Glaskugel für Ihren Börsenerfolg

An der Baltic Exchange in London wird der Baltic Dry Index (BDI) berechnet.

Als Preisindex für den weltweiten Seefracht-Transport von Schüttgut-Rohstoffen wie beispielsweise Kohle, Holz, Metallen wie Eisen, Zement, Agrarrohstoffen wie Weizen etc. wird er aufmerksam von Wirtschafts-Analysten beobachtet.

Wie „Dry“, zu deutsch „trocken“ schon aussagt, sind flüssige Güter wie Öl, Flüssiggas etc. nicht im Index enthalten.

Baltic Dry ist für Sie ein guter Anzeiger für die zukünftige Wirtschaftsleistung

Da die Frachtauslastung in der Regel konform mit der Nachfrage nach diesen Wirtschaftsgütern geht, ist der Baltic Dry Index ein gutes Barometer für die Entwicklung der Weltwirtschaft in der Zukunft.

Er gilt in Börsenkreisen als Leitindex für zyklische Aktien.

Warum in der Zukunft? – Ganz einfach:

Weil der Großteil der im Index zusammengefassten Güter Rohstoffe sind, die als Ausgangs-Materialien für die Produktion von Gütern dienen, also am Anfang der Kette des Wirtschafts-Kreislaufes stehen.

Unternehmen ordern diese Rohstoffe frühzeitig. Die letztendliche Auswirkung auf die Wirtschaftsleistung ist somit verzögert. Fachanalysten gehen hierbei von einer Verzögerung von 6-8 Monaten aus.

Das bedeutet für Sie: Sehen Sie einen vom tiefen Niveau aus steigenden Baltic Dry Index, ist mit großer Wahrscheinlichkeit von einer Konjunktur-Verbesserung in 6-8 Monaten auszugehen.

Weil Aktienmärkte aber ebenfalls zukünftige Ergebnisse handeln, ist mit steigenden Aktienkursen zu rechnen.

Baltic Dry Index als einziger ehrlicher Indikator, weil nicht manipulierbar

Die Kurse des Baltic Dry Index sind nicht manipulierbar, weil er aus den tatsächlichen Fracht-Auslastungen berechnet wird.

Einige andere Wirtschafts-Indikatoren wie die Arbeitslosenquote, Inflationsdaten und Ölpreise sind hingegen manipulierbar bzw. werden durch Regierungen, Spekulanten und andere Key Players beeinflusst.


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So notierte der Ölpreis im Somemr 2014 beispielsweise auf einem hohen Niveau, was aber genau dem, was Sie gleich sehen werden, vollkommen widerspricht.

Was Sie noch beachten müssen

Der Baltic Dry Index reagiert empfindlich auf die Konjunktur in China. Wenn dort die Nachfrage nach Rohstoffen abnimmt, ergo weniger Frachter mit Rohstoffen China beliefern, fällt der Index schnell ab.

Das muss aber nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Weltkonjunktur an sich im gleichen Maße abnimmt.

Denn Faktoren wie Eigenständigkeit bei der Rohstoff-Produktion führen dazu, dass zwar weniger Seefracht unterwegs ist, aber die Nachfrage nicht unbedingt abgenommen hat, sondern aus Eigenproduktion oder über den Landweg befriedigt wird.

Von diesen Sonderfaktoren einmal abgesehen, ist der Baltic Dry Index ein sehr gutes Konjunktur-Barometer.

Beispiel: BDI-Kursverlauf 2013

Und so sieht beispielsweise der Kursverlauf von 2013 aus:

BDI 1 J

Baltic Dry Index 12 Monate

In 2014 nur bergab

Im Jahres-Chartbild erkennen Sie einen Wendepunkt zu Beginn des Jahres 2014. Seit Januar fiel der Baltic Dry Index stark zurück – von knapp 2.300 auf 732 Punkte.

Hier kommen die 6-8 Monate wieder ins Spiel, welche die Konjunktur in der Regel braucht, bis sie sich erholt hat. Die Aktienmärkte sollten darauf schwächer reagieren.

Problem ist das seit geraumer Zeit bestehende „paradoxe Umfeld“: Schwache Daten wurden mit steigenden Kursen quittiert.

Das liegt einzig an der Tatsache, dass bei eher schwacher Konjunktur die geldpolitischen Maßnahmen der Notenbanken weiterhin aufrecht erhalten werden.

Es bedeutet demnach weiterhin tiefe Zinsen und damit einen massiven Liquiditäts-Überschuss. Diese Liquidität fließt auch in die Aktienmärkte.

Gibt es eine umgekehrte Korrelation?

Dazu schauen wir uns den 3-Jahres-Chart des Baltic Dry Index an:

BDI 3 J

Baltic Dry Index 3 Jahre

BDI in 2013 unterer Wendepunkt, Aktien bergauf

Wenn wir den Anstieg des Baltic Dry im Jahr 2013 betrachten, stellen wir folgende Korrelation fest: Die Aktienmärkte hatten ein gutes Jahr 2013 und sie stiegen mit dem Wendepunkt im Baltic Dry Index an.

BDI in 2014 bergab, Aktien mit gebremstem Anstieg

Am oberen Wendepunkt des Baltic Dry Index im Dezember 2013 stockten auch die Aktienmärkte. Seit Beginn 2014 konsolidierten sie dann. Diese Konsolidierung fiel zwar volatil aus, verlief aber im Grunde eher seitwärts und sogar leicht ansteigend.

Das ist dem Liquiditäts-Effekt aufgrund der tiefen Zinsen zuzuschreiben. Die Märkte wären mit Sicherheit viel tiefer gesunken, wenn sich das Zinsumfeld nicht so historisch günstig dargestellt hätte.

Die guten Quartalszahlen der Unternehmen in 2014 sind am gestiegenen Baltic Dry Index in 2013 abzulesen.

Diesen etwa 6-8-monatigen Nachlauf der Konjunktur hinter dem Baltic Dry Index können Sie an den guten Unternehmensdaten ablesen, die seit Anfang 2014 überwiegend positiv ausfallen.

Kann man den Baltic Dry Index überhaupt charttechnisch analysieren?

Der Index ist ja kein kursgesteuertes Angebot-Nachfrage-Produkt, sondern eine ehrliche Moment-Abbildung der Frachtraten.

Es kauft und verkauft keiner diesen Index. Im Grunde genommen ist deshalb ein charttechnisches Analysieren sinnlos, denn eine Kauf- und Verkaufs-Häufung an markanten Punkten kann es nicht geben.

Dennoch verhält sich der Index in der Tat so, als ob es Gesetzmäßigkeiten in der Kursentwicklung gäbe, ganz genauso wie bei Aktien und deren Indizes. Dies scheint merkwürdig, ist aber wie folgt erklärbar:

Die Konjunktur läuft in Zyklen ab und bildet wiederkehrende Schemata und Muster, die der Kursentwicklung an Aktienmärkten stark gleichen und deshalb auch charttechnisch erfasst werden können.

21. Juli 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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