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Baltic Dry Index (BDI): Was er aussagt

Jeder weiß: Bevor eine Ware gehandelt werden kann, muss sie produziert werden. Dafür werden Rohstoffe benötigt.

Der Baltic Dry Index (BDI) misst die Anzahl von Schiffsfrachten auf insgesamt 26 wichtigen internationalen Wasserstraßen, die als Standardrouten für den Transport von unverarbeitetem Massenfrachtgut gelten.

Die Errechnung des Baltic Dry Index

Dabei werden natürlich nicht einzelne Schiffe gezählt. Wie vielbefahren die Schiffsrouten sind, wird aus der Gesamtheit der Kosten für das Verschiffen von Gütern errechnet. Die Durchschnittssumme ergibt dann den Baltic Dry Index.

Je höher der Preis für einen Frachttransport ist, desto höher ist die Nachfrage danach. Dies deutet dann wiederum darauf hin, dass viele Rohstoffe auf dem Weg in die Produktion sind und künftig dementsprechend viele Endprodukte auf den Markt gelangen.

„Trockene“ Güter für den Produktionsablauf

Typische Frachtgüter sind Eisenerz, Kohle, Kupfer, Zement, Kies, Dünger, Kunststoffgranulat oder Getreide. Gerade Schüttgut wie beispielsweise Kohle wird am Anfang eines Produktionsablaufes benötigt.


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So kann ein hoher Baltic Dry Index zu einem frühen Zeitpunkt Aufschluss über den Umfang des Welthandels geben.

Neben der Verfügbarkeit von Schiffsladeraum haben auch das Fassungsvermögen der angesteuerten Häfen oder Jahreszeiten und Erntekreisläufe Einfluss auf den Marker.

Untergliederung des BDI in Unterindizes

Um noch genauere Aussagen zu machen teilt sich der Baltic Dry Index in vier Untergruppen auf. Diese lauten Baltic Capesize Index (BCI), Baltic Panamax Index (BPI), Baltic Supramax Index (BSI) und Baltic Handysize Index (BHSI).

Jeder dieser untergeordneten Marker steht für einen geläufigen Schiffstyp in absteigender Größenordnung, wobei „Capesize“ Massengutfrachter und „Handysize“ Schiffe „handlicher“ Größe bezeichnet.

So gibt beispielsweise der BCI Aufschluss über jene Routen, die ausschließlich von Schiffen mit einer Kapazität von mindestens 100.000 Ladetonnen befahren werden.

Einfluss der Routen in die Unterindizes

Jeder untergeordnete Index geht mit einem Anteil von 25% in den Baltic Dry Index ein und ist seinerseits noch mal untergliedert in einzelne Schiffsrouten, die wiederum in unterschiedlichem Anteil eingerechnet werden.

So geht beispielsweise die Route von Tubarao (Brasilien) nach Beilun (China) zu 15% in den Baltic Capesize Index ein. Diese Gewichtung wird in regelmäßigen Abständen von der Baltic Exchange angepasst, die den BDI in regelmäßigen Abständen veröffentlicht.

Zur Geschichte des Baltic Dry Index

Die Baltic Exchange mit Sitz in London gibt von Montag bis Freitag um 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit den Baltic Dry Index heraus. Ausnahme sind hierbei die englischen Feiertage.

Der BDI wurde am 4. Januar 1985 unter dem Namen „Baltic Freight Index“ eingeführt. Die heute geläufige Bezeichnung erhielt er am 1. November1999. Er wird zudem oft „Dry Bulk Index“ genannt.

Seinen tiefsten Stand hatte der Baltic Dry Index am 31. Juli 1986 mit damals 554, den höchsten am 20. Mai 2008 mit 11.793 Punkten.

24. April 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.