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Bank Run Definition – wenn die Bank gestürmt wird

Der Ansturm auf eine Bank klingt nach Hollywood und Gangster. Bei einem Bank Run sind Letztere im System zu suchen – und Geld wird dabei tatsächlich gestohlen. Allerdings sind die Bestohlenen gleichzeitig diejenigen, die die Bank stürmen. So paradox das auch klingen mag – dieses Szenario kann jederzeit Realität werden.

Bankensturm

So wird es umgangssprachlich genannt, wenngleich der englische Begriff „Bank Run“ allgegenwärtig ist. Bei einem solchen Bank Run heben sehr viele Anleger in einem kleinen Zeitraum ihre Ersparnisse ab – zumindest versuchen sie das.

Eine Bank hält aber nur immer einen Bruchteil der Einlagen ihrer Kunden und somit kann sie durch einen derartigen Kundenansturm insolvent werden.

Banksystem basiert auf Glauben

Solange die Kunden im festen Glauben sind, ihre Guthaben seien auf der Bank sicher, ist alles im Lot. Die Bank hat in diesem Fall immer genug Geld zur Hand – falls jemand einmal etwas abheben möchte.


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Sobald das Vertrauen in die Bank jedoch gefährdet ist und immer mehr Sparer zur Sicherheit ihr Geld lieber unter die Matratze legen, leuchten die ersten Warnsignale auf.

Die Kunden haben es letztlich in der Hand, ob sie eine Bank in die Insolvenz treiben. Treten sie in großer Zahl auf und fordern ihre Einlagen zurück, kann dies schnell das Ende eines Kreditinstituts bedeuten.

Gründe für einen Bank Run

Die Ursachen für einen Ansturm auf die Konten klingen heutzutage nicht mehr allzu unrealistisch. Eine Bankenkrise – oder auch nur das Gerücht davon – kann reichen, damit die Sparer an ihr Geld wollen. Ob die eigene Bank davon bedroht ist oder eine andere, ist dabei letztlich egal. Entscheidend ist eine Massenpanik, die den Ansturm verursacht.

Genauso kann es vom Herdenverhalten oder Gruppenzwang ausgehen, dass ein Bank Run stattfindet. Werden größere Beträge von einer Bank abgezogen – aus welchen Gründen auch immer – so folgen viele dem Momentum und machen unbegründet mit.

Der aktuell noch etwas weiter entfernte Fall ist die Hyperinflation. Hier verliert jeder, der nicht sofort alles Geld abhebt, denn durch die Geldentwertung kann er schon morgen für denselben Betrag deutlich weniger Waren erhalten.

Bank Run Definition: Fazit

Die Zeiten, in denen man seiner Bank vertrauen konnte, sind vorbei. Wöchentlich treten neue Manipulationen zutage. Wenn eine große Bank vor der Pleite steht, wird sie mit Steuergeldern gerettet.

Aus dem Szenario, wie es sich in Zypern abgespielt hat – dort sollten Sparer mindestens 6,75% ihrer Einlagen abgeben – kann man seine eigenen Konsequenzen ziehen – zum Beispiel, dass man wenig Sparguthaben auf der Bank halten sollte.

Als Investition bieten sich Edelmetalle an, weil diese historisch am besten die Kaufkraft erhalten haben. Letztlich gewinnen nur die Schnellsten bei einem Bank Run. Denn nur solange die Bank noch Geld auszahlen kann, bekommt man etwas.

In der Geschichte werden in einem solchen Fall gerne spontane Bankfeiertage erklärt, in denen es keine Transaktionen gibt. Dann nützt es nicht einmal mehr, der Schnellste gewesen zu sein. Deshalb sollte man bereits vorgesorgt haben.

19. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.