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Bank Run historisch und dessen Folgen

Im Jahr 1930 fand der größte und bekannteste Bank Run der Geschichte statt. Damals steckt die Große Depression der USA noch in den Kinderschuhen.

Es begann mit einer ganz gewöhnlichen Rezession. Von Jahr zu Jahr sank die Wirtschaftsleistung weiter und die Arbeitslosigkeit nahm zu.

Börsencrash 1929

Mit dem Börsencrash von 1929 wuchs die Sorge der Menschen um ihre Bankersparnisse. Deswegen zogen reiche Unternehmer ihr Geld aus dem Aktienmarkt und aus ihren Firmen, und die Menschen gaben insgesamt immer weniger aus und saßen auf ihrem Geld.

Doch sie holten damals noch nicht ihre Ersparnisse von den Banken. Auch als die Anzahl der Konkurse immer weiter stieg, glaubten sie noch an die Finanzinstitute. Bereits 1928 mussten rund 500 Banken schließen. Im kritischen Jahr 1929 waren es weitere 642. Zwischen 1928 und 1930 gingen insgesamt 1.345 Banken pleite.


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Start des Bank Runs

Offenbar war ein Bank Run in Nashville, Tennessee, damals dafür verantwortlich, dass überall im Land die Menschen ihre Konten räumen wollten. Im Herbst 1930 starteten die ersten Bank Runs im Südosten der USA. Nach dem Börsencrash 1929 und weil immer mehr Banken bankrottgingen, verloren die Menschen endgültig den Glauben an die Sicherheit ihrer Ersparnisse.

Wenn plötzlich eine große Menge Kunden vor der Bank steht und ihr Geld ausbezahlt haben möchten, muss die Bank ihre Verträge und Immobilien verkaufen, um die Leute auszahlen zu können. Dass die Banken in einer derartigen Situation keine Höchstpreise bezahlt bekommen, ist leicht zu verstehen.

Letztlich, wenn die Bank alles Eigentum und all seine Verträge zu Geld gemacht hat, bleiben oft trotzdem noch Kunden außen vor, die auch an ihr Vermögen wollen – doch die Letzten beißen die Hunde. So ist es auch bei einem Bank Run. Sobald die Schlange vor der Tür steht, ist es meist schon zu spät. Die Bank kann nicht alles Geld auszahlen, das ihre Kunden auf den Konten haben.

Ursache der Bankenpleite

Banken halten nicht 100% des eingezahlten Geldes in ihren Tresoren. Üblicherweise ist nur ein Bruchteil davon frei verfügbar. Deshalb sind auch heute noch Bank Runs gefährlich – zumindest für eine Bank und für die Kunden, die zu spät kommen.

Bei dem sogenannten „Fractional Reserve Banking“ müssen die Banken nur eine minimale Reserve des einbezahlten Geldes aufweisen können. Diese Regelung zum Giralgeld gilt heutzutage immer noch.

Bank Run historisch

Die Geschichte ist voll mit Bank Runs und Bankenkrisen. Sei es die Tulpenblase 1634-1637 in Holland, die Mississippi Company 1717-1720 oder eben der Bank Run in den USA 1930-1933.

Ein Blick in die nicht allzu ferne Geschichte erinnert an die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers 2008.

Dazu kommen wegen der Schuldenkrise kleinere Bank Runs in Griechenland und der Bank Run in Zypern, wo die Bürger mit mindestens 6,75% für die Rettung haften sollen. Was sich neben dem Bank Run in der Geschichte genauso wiederholt, sind die zuversichtlichen Aussagen der Politiker.

1933 versicherte Roosevelt, es sei sicherer, sein Geld in einer neugegründeten Bank einzuzahlen, als es unter der Matratze aufzubewahren. Außerdem versprach er, dass die Regierung nicht möchte, dass sich dieses düstere Kapitel der Geschichte wiederholt und dass es künftig keine Bankenpleiten mehr geben werde.

19. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.