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Banken und Software-Fehler: Ich habe so meine Zweifel

3 Meldungen, die mich aufhorchen bzw. erschrecken lassen:

  1. Deutsche Bank mit Fehler

Anfang Juni 2016 wurde Ihnen berichtet, dass es Buchungs-Pannen bei der Deutschen Bank gegeben hatte:

Teilweise wurden den Kunden Abbuchungen 2-mal belastet. Viele Konten rutschten ins Minus. Wer das nicht rechtzeitig gemerkt hatte, konnte peinliche Momente erleben.

So war unter Umständen das Bezahlen des bereits gefüllten Tanks mit der girocard nicht möglich.

Oder der volle Warenkorb musste Artikel für Artikel zurück ins Regal sortiert werden, weil an der Kasse die Bezahlung mit der girocard nicht möglich war.

Dies war ein Fehler der Software, der nach Angaben der Deutschen Bank behoben ist.

  1. Comdirect mit Fehler

Mitte Juli 2016 wurde Ihnen berichtet, dass Kunden der Comdirect beim Online-Banking nach dem Einloggen nicht die Daten ihres eigenen, sondern die eines anderen Kunden sahen.

Es war, so ein Sprecher der Bank, „eine Software-Einspielung, die zu Problemen geführt hatte.“ – Eine fatale Sicherheitspanne; und auch dies ein Fehler der Software, der nach Angaben der Comdirect behoben ist.

  1. PayPal mit Fehler

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Ende Juli 2016 wurde Ihnen berichtet, dass es bei PayPal, dem Dienstleister für Zahlungen im Internet, zu Störungen im Lastschrift-Verfahren gekommen war.

PayPal hatte existierende Konten als geschlossen erkannt und dadurch Rückbuchungen von Lastschriften ausgelöst.

Da – aus dieser falschen Sicht von PayPal – das Gegenkonto nicht mehr existierte, waren Zahlungen mit PayPal nicht mehr möglich. Kundenkonten wurden gesperrt.

Auch hier – Sie ahnen es – soll es sich um einen Fehler der Software gehandelt haben, der nach Angaben von PayPal behoben ist.

Ende gut alles gut? – Nein: Gar nichts ist gut!

3 fatale Fehler im Finanzdienstleistungs-Bereicht. 3 Software-Fehler, die (wohl) behoben sind! Ist damit alles wieder in Ordnung? – Ich meine: Nein!

Ich habe zu diesem Thema 2 Fragen-Komplexe:

  1. Stimmt das?

Stimmt es, was man uns erzählt: Sind es wirklich Software-Fehler, die zu den Pannen geführt haben?

Würde man es uns wahrheitsgemäß sagen, wenn es anders wäre; wenn z. B. Computer-Hacker regelmäßig in die Server der Banken einbrechen würden?

Man würde es Ihnen wohl kaum sagen, zumal die Aussage „Software-Fehler“ nicht falsch wäre; es wäre ein Software-Fehler im Bereich der Datensicherheit.

Wenn es Hacker waren, was folgt dann als nächster Angriff?

  1. Wie stabil ist die Software?

Wenn es wirklich Software-Fehler waren, die zu den Pannen geführt haben, wie stabil und sicher ist dann die Software der Banken und was für Fehler sind noch denkbar?

Den Versuch einer Antwort schenke ich mir…

Ist „Software-Fehler“ eine Beruhigung oder sollte es hochgradig beunruhigen – zumal vor dem Hintergrund der Diskussion um die Abschaffung des Bargelds?

Was tun? – Ein Tipp!

Bei der Bank nachfragen, wie es um die Sicherheit der Software bestellt ist, bringt nichts. Die Antwort der Bank ist klar: Alles bestens.

Das Geld Scheinchen für Scheinchen „unters Kopfkissen“ zu legen ist letztlich auch nicht – bzw. nur z. T. – praktikabel.

Meine Bank bietet mir die unbefristete Speicherung meiner elektronischen Konto-Auszüge an – ganz nett. Und ich sammle sich auch dort. Die Betonung liegt auf „auch“.

Ich rufe die Konto-Auszüge zusätzlich ab und drucke sie aus. Dann kommen sie in einen Ordner; auf Papier!

(Für ganz junge Leser: „Papier“ ist das, worauf man früher mit einem Bleistift, Kugelschreiber oder Füller schrieb. Die Erklärung, was ein Bleistift ist, würde an dieser Stelle zu weit führen…)

Außerdem habe ich eine App für das Smartphone und rufe 1x am Tag die Konto-Bewegungen ab. Bei erwarteten größeren Buchungen rufe ich sie auch mehrfach täglich ab.

So kann ich jede Buchung in unterschiedlicher Form (in einer App und auf Papier) nachweisen und der Bank ggf. Nachhilfe geben, wenn es zu einem Software-Fehler kommt.

Ob es im Falle eines Falles hilft? –Ich weiß es nicht. Schadet es? – Zu 100% nein! Ist es viel Mühe? – Nein, nahe bei 0. Ich empfehle Ihnen, es ebenso oder so ähnlich vorzunehmen.

2. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.