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Bankenpleite: Schutz-Maßnahmen für Anleger

Was passiert eigentlich bei einer Bankenpleite mit Ihrem Geld? Zu den beliebtesten Leserthemen zählt die Sicherheit Ihres Geldes im Fall der Fälle: einer Insolvenz Ihrer Bank oder Fondsgesellschaft.

Eine berechtigte Frage. Wer sicher investieren will, muss sein Geld schließlich auch vor solchen Ereignissen entsprechend schützen.

Aus diesem Grund möchten wir Ihnen mit diesem Beitrag einen Überblick über die Sicherungssysteme der Banken und Regelungen für Depots und Wertpapiere im Insolvenzfall geben.

Schutz vor Bankenpleite: Die gesetzliche Einlagensicherung

Seit 2010 gilt in der Europäischen Union eine gesetzlich vorgeschriebene einheitliche Einlagensicherung von 100.000 Euro. Bis zu diesem Betrag (pro Bankkunde) haben Sie Anspruch auf Erstattung Ihrer Bankeinlagen, falls es zu einer Bankenpleite kommt.

Hierfür garantiert die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken. Unter die gesetzliche Einlagensicherung fallen folgende Einlagen:

  • Girokonten
  • Tagesgeldkonten
  • Sparkonten
  • Festgeldkonten

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  • Verrechnungskonten, die zu einem Wertpapierdepot gehören
  • Sparbriefe, die auf den Namen des Eigentümers lauten (Namens-Sparbriefe)

Praxistipp: Die maximale Einlagensicherung gilt pro Kontoinhaber. Bei zwei Kontoinhabern (z. B. einem Ehepaar) verdoppelt sich die maximale Höhe der gesetzlichen Einlagensicherung auf 200.000 Euro.

Nutzen Sie also das zu Ihrem Vorteil für eine doppelt so hohe Einlagensicherung.

Sollten Ihre Bankeinlagen 100.000 Euro (bzw. 200.000 Euro bei zwei Kontoinhabern) übersteigen und Sie wollen auf Nummer sicher gehen, verteilen Sie die Summe einfach auf mehrere Bankinstitute mit jeweils maximal 100.000 Euro pro Kontoinhaber.

So fällt alles Geld unter die gesetzliche Einlagensicherung.

Mehr Schutz durch freiwillige Sicherungssysteme

Die gesetzliche Einlagensicherung ist aber nicht der einzige Schutz für Ihre Bankeinlagen. Viele Banken gehören darüber hinaus freiwilligen Sicherungssystemen an, die Ihre Einlagen über die gesetzliche Sicherung von 100.000 Euro hinaus schützen.

Privatbanken sind in der Regel dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. angeschlossen.

Dieser steht auch ausländischen Banken offen. Einige davon machen von dieser Möglichkeit Gebrauch, beispielsweise ist hier auch die in Deutschland sehr beliebte niederländische ING Diba Mitglied.

Die Höhe der zusätzlich geschützten Einlagen ist von Bank zu Bank unterschiedlich (sie ist von der Bilanzsumme der Bank abhängig).

Bei kleinen Instituten sind mehrere Mio. Euro pro Bankkunde geschützt, bei großen Instituten noch wesentlich mehr – beispielsweise sind es bei der angesprochenen ING Diba 1,04 Mrd. Euro.

Sparkassen, Genossenschaftsbanken (dazu zählen unter anderem Volks-, Raiffeisen- und Spardabanken) und Bausparkassen gehören übrigens nicht dem Bankenverband an.

Sie verfügen über eigene Sicherungssysteme, bei der der ganze Verbund einspringt, wenn ein einzelnes Institut in finanzielle Schieflage gerät. Hier ist Ihr Geld daher ebenfalls sicher aufgehoben.

Insolvenz Ihrer Depotbank: Wertpapiere bleiben Ihr Eigentum

Wertpapierdepots, in denen Sie Aktien und Fondsanteile aufbewahren, benötigen keine Einlagensicherung. Die im Depot enthaltenen Wertpapiere bleiben nämlich immer Ihr Eigentum.

Die Depotbank verwahrt diese lediglich für Sie, weshalb deren Gläubiger im Fall der Insolvenz keinen Zugriff auf Ihre Wertpapiere haben. Sollte Ihre Depotbank insolvent werden, können Sie Ihre Wertpapiere einfach auf ein Depot bei einer anderen Bank übertragen.

Für diese Wertpapierübertragung darf die Bank Ihnen keine Gebühren in Rechnung stellen.

Schutz vor Bankenpleite: Fonds gelten als geschütztes Sondervermögen

Auch die Insolvenz einer Fondsgesellschaft stellt für Sie keine Gefahr dar. Denn: Fonds sind generell als Sondervermögen vor dem Zugriff von Gläubigern der Gesellschaft geschützt.

Das bedeutet: Sie zählen nicht zur Insolvenzmasse der Gesellschaft, sondern bleiben Ihr Eigentum. Sie können diese Fonds auch jederzeit wieder verkaufen.

Anders sieht es bei Zertifikaten aus: Diese stellen ein Zahlungsversprechen des Emittenten (die Bank, die das Zertifikat heraus gibt) dar. Sollte die Bank zahlungsunfähig sein, kann die versprochene Rückzahlung nicht erfolgen. Dies wird als „Emittentenrisiko“ bezeichnet.

28. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.