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Bankenpleiten: Anleger sind nun besser geschützt

Wer als Anleger sein Geld einer Bank oder einem Broker anvertraut, denkt in erster Linie natürlich an Renditen und Konditionen und weniger an die mögliche Insolvenz des Finanzdienstleisters. Dabei sind Pleiten durchaus nicht selten.

Glücklicherweise hilft im Notfall ein Schutzschirm: die Entschädigungseinrichtung Deutscher Banken (EdB). Bei Verlusten mit Wertpapieren gibt es die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW).

Entschädigungseinrichtung Deutscher Banken mit erfreulichen Änderungen

Die Aufteilung ist nicht neu, entspricht aber der jüngsten Änderung der gesetzlichen Grundlage: Das bisherige Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz ist nun formal in die beiden Bereiche separat aufgeteilt. Zudem gibt es einige positive Neuerungen.

Die gesetzliche Einlagensicherung wird bei privaten Kreditinstituten durch die Entschädigungseinrichtung Deutscher Banken GmbH sichergestellt. Wie auch in den anderen Ländern der EU sind bis zu 100.000 € pro Kunde und Bank geschützt. Bei Gemeinschaftskonten, etwa von Ehepartnern, sind es 200.000 €. In dieser Garantiesumme sind auch Zinsansprüche enthalten. Die Sicherung gilt für Einlagen wie Tages-, Festgelder, Giro- oder Sparkonten.

Verbesserter Sparerschutz

Seit dem 3. Juli 2015 wurde der Anlegerschutz verbessert. Nun sind nicht mehr nur Einlagen in Euro oder einer Währung von EU-Ländern geschützt, sondern auch Fremdwährungskonten, sei in US-$ oder Schweizer Franken.


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Zudem sind künftig in Sonderfällen, die mit bestimmten Lebensfällen zusammenhängen, bis zu 500.000 € gesichert. Das betrifft etwa den Verkauf von Privatimmobilien, Scheidung, Kündigung, Geburt sowie Ansprüche aus dem Sozialgesetzbuch wie Invalidität oder Renten. Hier aber gilt eine Frist von 6 Monaten nach Einzahlung bei der Bank.

Einfachere und schnellere Abwicklung

Verbessert hat sich auch die Abwicklung. Sparer müssen sich nicht mehr mit den bisherigen Antragsformularen herumschlagen. Sie werden automatisch informiert und entsprechend ihren Angaben entschädigt.

Einfacher wird es auch für jeden, der auf attraktive Zinsangebote von Zweigstellen ausländischer Banken setzt. Der umständliche Weg übers Ausland entfällt. Entschädigungen werden nun über das deutsche Sicherungssystem abgewickelt.

Erfreulich ist auch, dass ab 31. Mai 2016 Entschädigungen nicht mehr innerhalb von 20, sondern nur noch 7 Tagen gezahlt werden müssen. Obendrein verjähren die Ansprüche von Bankkunden nach 10 anstatt bisher 5 Jahren.

Neu ist auch, dass die alte Sonderregelung der befreiten Zuordnung zu einem Einlagensicherungssystem für Volks-, Raiffeisenbanken und Sparkassen nicht mehr gilt. Sie können aber ihre ohnehin bestehenden eigenen Sicherungssysteme von der BaFin anerkennen lassen, die nach denselben Regeln funktionieren die der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken.

Schutz bei Vermögensanlagen und Wertpapiergeschäften

Das nun separate Anlegerentschädigungsgesetz umfasst Vermögensanlagen, die Beteiligungen an Unternehmensgewinnen gewähren. Dazu gehören etwa Genussrechte, Namensschuldverschreibungen KG- oder stille Beteiligungen. Von den Änderungen beim Einlagensicherungsgesetz profitieren auch diese Anleger.

Dies hat zudem Auswirkungen auf die Informationspflicht von Anlageberatern und Portfolioverwaltern: Aufklärungen und Informationen müssen nun nicht mehr vom Kunden gesondert unterschrieben, sondern nur noch formlos bestätigt werden.

Handelsverluste begrenzt

Ansonsten beschränkt sich bei Wertpapiergeschäften die Einlagensicherung auf 90% der Verbindlichkeiten bis zu einer Summe von 20.000 €. Hier geht es um die Absicherung gegen Verluste speziell von Privatanlegern. Dies wird durch die Einlagensicherung der deutschen Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) sichergestellt, dem derzeit rund 750 Anbieter angehören.

Wertpapiere wie Aktien und Fonds sind bei Pleiten übrigens nicht gefährdet. Sie gehören dem Anleger und werden lediglich treuhänderisch verwahrt. Das im Depot vorhandene Kapital muss vom Unternehmenskapital bzw. dem des Brokers getrennt als Sondervermögen ausgewiesen werden. Damit ist es vor dem Zugriff anderer Gläubiger geschützt.

22. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.