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Bankgarantie Definition – sicher international handeln

Die Handelswelt wird für Geschäftsleute gefühlt immer engmaschiger: Jeder kooperiert mit jedem. Dabei finden die Geschäfte größtenteils international statt. So handelt eine deutsche Firma mit einer russischen oder chinesischen Firma beziehungsweise umgekehrt.

Dabei unterliegen vor allem Auslandsgeschäfte in manchen Regionen der Erde höheren Risiken, aufgrund der Entfernung oder politischen Gegebenheiten: Zahlt der Kunde? Nimmt er die bestellte Ware ab? Wie ist seine Bonität?

Um nun doch ein recht sicheres Geschäft abschließen zu können, werden vor allem im Außenhandel Bankgarantien zwischen den Partner abgeschlossen. Diese sind mittlerweile ein weltweit akzeptiertes Mittel, um Ansprüche der Partner durchzusetzen und somit den Vertrag abzusichern.

Was ist eine Bankgarantie?

Die Bankgarantie verpflichtet eine Bank dazu, einen vorher von den Vertragsparteien festgelegten Betrag an den Begünstigten auszuzahlen.

Damit kann sich dieser gegenüber den vertraglichen Leistungsverpflichtungen im Außenhandel absichern. In der Regel gehören dementsprechend drei Parteien zu einer Bankgarantie: ein Schuldner, ein Gläubiger und eine Bank.


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Der Schuldner beauftragt seine Bank, eine Bankgarantie für den Gläubiger auszustellen, um so beispielsweise seine Bonität zu erhöhen oder damit der Gläubiger sich seiner Leistung sicher sein kann.

Auf diese Weise garantiert die Bank dem Gläubiger, dass ein bestimmter Erfolg eintritt oder ein möglicher Schaden abgewendet wird, wenn der Schuldner seine versprochene Leistung nicht erfüllen kann.

Sobald der Vertrag zwischen dem Kreditinstitut und dem Gläubiger fertig gestellt wurde, kann der Schuldner oder die Bank keine Einwände mehr erheben. Die Bank muss unwiderruflich bei einer ersten Anforderung an den Gläubiger die in der Bankgarantie vereinbarte Summe zahlen.

Beauftragt beispielsweise eine US-Firma ein chinesisches Unternehmen mit der Lieferung von Spielzeugen, die aber trotz erfolgter Anzahlung nie geliefert wurden, kann die US-Firma ihren Schaden über eine Bankgarantie begleichen.

Beispiele von Bankgarantien

Bankgarantien sichern Handelsverträge ab und gewährleisten einen reibungslosen internationalen Handel. Es gibt sie in den verschiedensten Formen, um das Risiko für beide Vertragsparteien so niedrig wie möglich zu gestalten.

Meist bieten Kreditinstitute Bankgarantien für den Außenhandel an. Zu den wichtigsten zählen unter anderem die Liefergarantie und die Zahlungsgarantie.

Die Liefergarantie ist für den Käufer eine wichtige Assekuranz. Denn sie sorgt dafür, dass der Verkäufer seinen Lieferverpflichtungen nachkommt. Verspätet sich der Verkäufer mit der Lieferung von Waren oder liefert er überhaupt nicht, so kann sich der Käufer über die Bankgarantie entschädigen lassen.

Bei der Zahlungsgarantie wird genau der umgekehrte Fall abgesichert. Ein Verkäufer liefert seine Waren fristgerecht aus, aber erhält keine Zahlung dafür. Der Verkäufer kann nun mittels Bankgarantie von dem Kreditinstitut den Kaufpreis verlangen. Denn in der Regel umfasst der Garantiebetrag den Wert  des Liefergegenstandes.

Rechtliche Grundlage einer Bankgarantie

Die Bankgarantie richtet sich nicht nach einem einheitlichen internationalen Recht. Es hat sich eher ein Rechtsverständnis herausgebildet, das sich an den Belangen der Praxis orientiert. Lediglich die Garantie selbst unterliegt in den jeweiligen Ländern dem Recht mit allerdings unterschiedlicher Auslegung.

Dennoch ist die Bankgarantie ein weltweit akzeptiertes Absicherungsmittel um die eigenen Interessen zu wahren. Es unterstützt die Firmen, weltweiten Handel zu treiben, auch in Regionen in denen Informationen über die Gegebenheiten schwer zu bekommen sind.

28. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Kempe
Von: Michael Kempe. Über den Autor

Der diplomierte Betriebswirt (FH) und ausgebildete Finanzjournalist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Kapitalmarkt – im Besonderen mit Aktien, Fonds und CFDs.