MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Bankgebühren am Geldautomat: ein Ärgernis für Bankkunden

Bankgebühren am Geldautomat werden bei der eigenen Hausbank nicht fällig – allerdings können bei einem „Bank-Fremdgehen“ teilweise beachtliche Gebühren erhoben werden.

Dieser Gebührenfalle wollte man mit der 2011 eingeführten „Transparenzregel“ etwas entgegensetzen. Dem Fremdkunden wird nun direkt beim Abbuchen des Geldes mitgeteilt, wie hoch die Gebühr für diesen Vorgang ausfallen wird.

So hat der Kunde die Möglichkeit, den Vorgang noch vorher abzubrechen, sofern ihm die Gebühr zu hoch erscheint. Ein erster Erfolg, doch noch immer trüben einige Banken mit hohen Gebühren die Laune der Bankkunden.

Bankgebühren am Geldautomat immer noch hoch

Manchmal benötigt man Bargeld und weit und breit ist kein Geldautomat der Hausbank in Sicht. Was bleibt, ist der Gang zum Fremdautomaten – und der kann teuer werden.

Insbesondere die Regionalinstitute kassieren ordentlich Gebühren, wenn ein Nichtkunde ihren Geldautomaten einen Besuch abstattet. Fast alle Genossenschaftsbanken und Sparkassen verlangen zwischen 3,50 € und 5 € pro Bankgeschäft.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Positiv fallen einige großen überregionalen Bankinstitute ins Auge: Beispielsweise die Postbank oder die Deutsche Bank erheben beim „Fremdgehen“ zwar ebenso eine Bankgebühr am Geldautomaten, diese beträgt jedoch lediglich 1,95 €.

Ziel der Regionalinstitute: Monopolstellung aufrechterhalten

Die Rechtfertigung der Genossenschaftsbanken und Sparkassen: Da die Regionalinstitute vor allem in ländlichen Regionen tätig seien, würde sich auch das Geldautomatennetz als sehr umfangreich erweisen.

Dies verursache erhöhte Kosten, die dann auf den Kunden umgelegt werden müssten. Jedoch hat auch die Ausbreitung der Genossenschaftsbanken und Sparkassen auf die Stadtgebiete in diesen Regionen zu keiner Anpassung der Gebühren nach unten geführt.

Vielmehr wird auch seitens des Bundeskartellamtes vermutet, dass die Regionalinstitute mit der Maßnahme der hohen Bankgebühren für Fremdnutzer ihre Monopolstellung in ländlichen Regionen weiter festigen wollen.

Fremdkunden werden von den hohen Gebühren abgeschreckt und wechseln zur Not ihre Hausbank, um ständig neue Kosten zu vermeiden und flexibel Geldgeschäfte tätigen zu können. Somit wird die Marktstellung der Regionalinstitute immer weiter gestärkt.

Transparenzpflicht über anfallende Gebühren

Wurde früher noch von der Bank des Kontoinhabers festgelegt, wie viel Gebühren er an einem fremden Geldautomaten zu entrichten hat, legt dies seit 2011 jedes Kreditinstitut selbst fest.

Positiv für den Bankkunden ist die neue Informationspflicht der Banken über anfallende Gebühren direkt am Geldautomaten.

So erwartet den Bankkunden auf dem nächsten Kontoauszug keine böse Überraschung, sondern er entscheidet selber, ob er den Vorgang abbrechen möchte, um den Bankgebühren zu entgehen.

Gebührenfalle entkommen

Um keine Bankgebühren am Geldautomat zahlen zu müssen, sollten Bankkunden darauf achten, nur Bargeld an Geldautomaten abzuheben, die zum eigenen Verbundsystem gehören. Hierbei fallen keine Kosten an. In Deutschland existieren 4 große Verbundsysteme: Cashgroup, CashPool, BankCard ServiceNetz und die Sparkassen.

Zwar werden dadurch auch die Marktstellungen dieser Bankinstitute gestärkt,  der Bankkunde profitiert allerdings auch von einem großen Netz an Bankautomaten und somit der ständigen Verfügbarkeit von Bargeld.

16. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.