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Bargeld unter dem Kopfkissen: gewiss keine Ausnahme

Erfahrene Anleger, die sich in erster Linie mit Wertpapieren beschäftigen, können darüber nur den Kopf schütteln. Nämlich über die Anlageform Bargeld.

Denn, wer sein Geld unter dem Kopfkissen oder wo auch immer hortet, verzichtet auf Zinsen, Kursgewinne oder Dividenden. Darüber hinaus muss er wegen der jährlichen Inflation auch noch dabei zuschauen, wie sein Kapital allmählich aufgezehrt wird.

Daneben bestehen wie bei jeder physischen Form der Wertanlage das Risiko des Diebstahls sowie die Gefahr der Zerstörung durch Überschwemmung oder Feuer. Daher kann Privatanlegern kaum empfohlen werden Bargeld aufzubewahren, grundlegende Kenntnisse darüber sind jedoch vorteilhaft.


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In Deutschland belief sich Ende 2011 Wert des befindlichen Bargelds auf rund 147 Milliarden €. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank wurden hierzulande im gleichen Jahr 53 % aller Ausgaben in bar getätigt. Experten gehen allerdings davon aus, dass die Bargeldhaltung zumindest im Inland zurück geht.

Schwierigkeiten bei der Beurteilung der Bargeldhaltung

Zunächst einmal gibt es bei der Beurteilung der Bargeldhaltung Probleme bei der Definition: Welcher vom einzelnen Verbraucher vorgehaltener Betrag zählt zum „normalen“ Bargeldumlauf und ab welcher Summe ist es bereits Bargeldhaltung? Und wie viel des in Deutschland ausgegebenen Bargelds wird im Ausland zum Zweck der Werterhaltung aufbewahrt?

In einer Studie der Deutschen Bundesbank gehen die Experten davon aus, dass die Bargeldhaltung während der Finanzkrise 2008 einen vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. In den darauffolgenden weniger krisengeschüttelten Jahren sollte der Bargeldbestand zur Wertanlage in Deutschland zurückgegangen sein.

Was die Bargeldbestände angeht, die im Ausland gehortet werden, sind auch die Experten der Bundesbank auf Schätzungen angewiesen. Sie gehen davon aus, dass sich etwa 25 bis 35 % der in Deutschland ausgegebenen €-Bestände sich mittlerweile im Ausland befinden.

Vor allem in einigen Staaten des früheren Ostblocks sowie einiger südeuropäischer Länder hat die Bargeld-Aufbewahrung westlicher Währungen Tradition.

Bargeldhaltung ist teuer

In Deutschland ist Bargeld noch immer das beliebteste und am weitesten verbreitete Zahlungsmittel. Allerdings führt der Bargeldkreislauf bei den Banken und im Handel zu hohen Kosten. Wie die Wissenschaftler der schätzen, belaufen sich die jährlichen, volkswirtschaftlichen Kosten des Bargeldsystems auf mehr als 8 Milliarden €.

Die Steinbeis-Hochschule Berlin beziffert die Zinsverluste für Privatpersonen in Deutschland auf rund 1,3 Milliarden € pro Jahr. Vor allem entstehen diese Zinsverluste dadurch, dass die Haushalte und Unternehmen bereit sind, Bargeld unverzinst vorrätig zu halten. Allerdings profitieren sie von dem Umstand, dass sich Bargeldleistungen anonym abwickeln lassen.

Der Bargeldbestand in Deutschland ist mit weit über 100 Milliarden € sehr hoch. Tendenziell ist dieser seit der Finanzkrise 2008 nach und nach zurückgegangen. Auf lange Sicht befürchten Experten jedoch weitere Anstiege im In- wie im Ausland. Für Anleger, die ihr Vermögen nicht dahin schmelzen sehen möchten, ist die Bargeldhaltung zu Investitionszwecken allerdings tabu.

3. März 2015

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.