Wer jetzt auf Hilfe durch die USA hofft, wird in den nächsten Jahren, vielleicht sogar Monaten eine böse Überraschung erleben. Barrack Obama hat ein neues US-Konjunkturprogramm vorgestellt. Achtung: dieses Programm wird den Dollar in den Abgrund reißen. Die Konjunktur stabilisiert sich nicht. Mit Konsequenzen für uns.
Aufwasch von 2009
Das neue Programm liest sich ebenso wie das Programm von 2009. Damals hatte Barrack Obama mit den ersten Anzeichen der Finanzkrise bereits "Stimuli" angekündigt und finanziert. Damals wie heute waren es vor allem Infrastruktur wie Verkehr oder Gebäude, die mit Milliarden-Segnungen bedacht wurden.
Wir haben darauf reagiert und Unternehmen aus eben diesen Segmenten empfohlen. Das Programm wiederholt sich jetzt schlicht. An den Ursachen der Krise ändert sich jedoch nichts.
Das Programm über 447 Milliarden US-Dollar "für die amerikanische Wirtschaft" wird vielmehr die aktuellen Strukturen noch einmal festzurren und die dringend notwendigen Änderungen verschieben - zu Lasten von Wirtschaft und Dollar.
Steuersenkung nur scheinbar
Zunächst fängt das Programm jedoch mit einem "Trick" an. Ein guter Teil der Investitionen betrifft einfach nur die Verlängerung von Steuervorteilen, die Barrack Obama zur Ankurbelung der Konjunktur bereits gewährt hatte. Weitere Maßnahmen entsprechen nicht nur weit gehend dem, was wir 2009 bereits hörten.
Sondern die Maßnahmen waren damals bereits erfolglos. Achtung, den Effekt können Sie leicht selbst ausrechnen:
- Arbeiterfamilien werden 1.500 Dollar Steuererleichterung "bekommen". Dies entspricht etwa 5% der durchschnittlichen Haushaltsverschuldung und hilft allenfalls, die Bankkredite etwas einfacher zurückzuzahlen. Das Geld wird in den Kassen der Banken landen.
- "Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen" für Langzeitarbeitslose sowie die "Verlängerung der Arbeitslosenunterstützungen" bringen die Wirtschaft strukturell nicht weiter voran. Auch hier gilt: das Geld trifft hoch verschuldete Haushalte. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen werden durch Unterstützungsleistungen allenfalls die Produktivität der Unternehmen leicht verbessern. Aber: internationale Wettbewerbsvorteile wird dies nicht bringen. Der Dollar wird die Warenpreise nach oben treiben.
- Die US-Infrastruktur wie Brücken oder Gebäude soll erneut mit Investitionen besser werden. Dies funktioniert seit 2009 nicht. Die bedeutende Infrastruktur sind schon bestehende Verkehrssysteme, etwa die Eisenbahn. Die aber kauft Großinvestor Warren Buffett fleißig auf.
GeVestor meint: Alarmsignal bleibt die hohe Anzahl an Lebensmittelkarten. Mehr als 40 Millionen US-Bürger beziehen diese Art der Unterstützung bereits. Die Dollar, die Barrack Obama jetzt "verteilen" möchte, fördern die Produktivität nicht oder nicht entscheidend.
Vielmehr schwächt er den Dollar - und lenkt Investitionen in die falsche Richtung. Ein "richtiges" US-Konjunkturprogramm würde die Investitionen über marktgerechte Zinsen genau dahin lenken, wo sie sich rechnen werden. Das aber verhindert das Konjunkturprogramm. Daher:
Wenn Sie in den USA investieren, dann spannen Sie den Regenschirm auf und investieren in die Infrastruktur, die dauerhaft profitiert. Eisenbahnen - und damit in die Aktie von Berkshire Hathaway, dem Unternehmen von Warren Buffett.



