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Barrierefreier Umbau: Diese Fördermittel stehen Ihnen zu

Barrierefreies Wohnen wird angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland ein immer wichtigeres Thema, um im Alter nicht das angestammte Zuhause verlassen zu müssen.

Aber Senioren stehen nicht alleine im Regen. Für den barrierefreien Umbau gibt es verschiedene Fördermittel. Hier sehen Sie auf einen Blick, welche öffentlichen Finanzierungen Sie ausschöpfen können, um Ihr altersgerechtes Heim zu realisieren.

1. KfW-Programme

  • Wohneigentumsprogramm 124 (Finanzierung selbstgenutzten Wohneigentums): Bietet eine Finanzierung unter 2% effektivem Jahreszins mit bis zu 3 tilgungsfreien Jahren. Bis zu 50.000 € ab 1,31%.
  • Kreditprogramm 159 (Altersgerecht umbauen): Darlehen ab 1% effektivem Jahreszins für bis zu 50.000 €. Für barrierereduzierende Maßnahmen, unabhängig vom Alter des Antragsstellers.
  • Zuschussprogramm 455 (Altersgerecht umbauen): Alternativ zum Kredit 159 gibt es den Zuschuss 455. Bezuschusst werden bis zu 10% der förderfähigen Investitionskosten, maximal 5.000 €, bei einzelnen Umbaumaßnahmen 8% / 4.000 €.

Achtung: Der Kredit 159 und der Zuschuss 455 können nicht miteinander, aber mit anderen Programmen kombiniert werden (z.B. für energieeffizientes Sanieren).

2. Landesförderung

Berechtigt Haushalte mit mindestens einem Kind oder schwerbehinderten Angehörigen, die häuslich pflegebedürftig sind, abhängig vom Grad der Behinderung. Unter die Landesförderung fallen nur Neubauten und Objekte im Ersterwerb. Ausgenommen sind Menschen, die bereits Wohneigentum besitzen oder schon vorher gefördert wurden.

Die Förderungshöhe nach WoFG sowie die Einkommesngrenzen sind dabei abhängig vom Bundesland. Grundsätzlich beträgt das benötigte Eigenkapital 10-25%. Die monatliche Belastung liegt bei ca. 750 – 850 € für 2 Personen plus 200 – 300 € pro weitere Person.

Wichtig: Die Antragsstellung muss vor Baubeginn oder Unterzeichnung des Kaufvertrages erfolgen und die Wohnfläche muss „angemessen“ sein.

3. Wohn-Riester (Eigenheimrente)

Bei der Wohn-Riester handelt es sich um eine staatliche Förderung selbstgenutzten Wohneigentums, das als Altersvorsorge dient. Seit 2014 ist sie auch für altersgerechte Umbauten wie etwa Treppenlifte oder barrierefreie Bäder zu haben.

Die Konditionen: Mindestens 6.000 € in den ersten 3 Jahren nach Bau oder Kauf. Bei einer längeren Zeit mindestens 20.000 €.

4. Wohnungsbauprämie

Nach dem Wohnungsbau-Prämiengesetz gibt es 8,8% auf jährliche Einzahlungen, max. 512 € für Ledige und 1.024 € für Verheiratete. Die Einkommensgrenze liegt bei 25.600 / 51.200 € versteuerndes Jahreseinkommen des Sparjahres.

5. Zuschuss der Pflegeversicherung

Der Zuschuss steht zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes, etwa technische Hilfen wie verbreiterte Türen oder Einebnungen zur Verfügung, wenn diese die häusliche Pflege erleichtert oder die Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen wieder herstellt. Es muss daher unbedingt eine Pflegestufe vorliegen.

Die Konditionen: 4000 €pro Maßnahme. Kein Eigenanteil mehr nötig. Bei Änderung der Pflegesituation weitere 4000 €möglich.

6. Zuschuss vom Sozialamt

Um vom Sozialamt bezuschusst zu werden, muss ein behindertengerechter Umbau erfolgen. Die Konditionen sind abhängig von Einkommen und Vermögen. Die Fördermittel sind als Zuschuss oder Darlehen möglich

7. Zuschuss von den Ämtern für Soziales und Versorgung

Förderberechtigt sind Projekte zur Anpassung von Wohnraum und Ausstattung an die Bedürfnisse von schwerbehinderten Arbeitnehmern mit einem Grad der Erwerbsminderung von mindestens 50 v.H.

Wie Sie sehen, hängt das passende Föderprogramm vor allem von Ihrer individuellen Situation ab. Informieren Sie sich daher umfangreich, bevor Sie sich beim barrierefreien Umbau für ein Fördermittel entscheiden.

10. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Maria Schädlich
Von: Maria Schädlich.

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