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Barzahlung, EC-Karte oder Kreditkarte? Eine Entscheidungshilfe

Die Deutschen sind Kartenmuffel, hat das EHI Retail Institute, eine Forschungs-Einrichtung des Handels, herausgefunden.

Zumindest im Einzelhandel zahlen die Käufer noch überwiegend in bar. Rund 53 % der Umsätze werden mit Scheinen und Münzen gemacht.

Aber ist eine Barzahlung wirklich ratsam?

Größter Vorteil der Barzahlung: die psychologische Hemmschwelle

Eigentlich bringt die Barzahlung zahlreiche Nachteile mit sich:

Als Käufer sind Sie nicht flüssig, wenn Sie vorher nicht genügend Geld aus dem Automaten ziehen oder am Schalter abheben.

Sie tragen in Form von Bargeld große Werte mit sich herum. Werte, die etwa ein Taschendieb ohne Weiteres sofort für den eigenen Einkauf verwenden kann.

Mit einer Karte hat er es aufgrund der PIN-Eingabe deutlich schwerer.

Bei größeren Scheinen ist zudem nicht gesagt, dass sie auch überall akzeptiert werden. Gerade Tankstellen beschränken die Annahme oft auf Scheingrößen unter 200 €.

Wer bei der Barzahlung jedoch nur die Nachteile sieht, sieht zu schwarz. Denn aus Gründen der Selbstdisziplin ist eine Barzahlung durchaus ratsam.

Es ist psychologisch deutlich schwieriger, eine Summe von beispielsweise 400 € auf den Tisch zu blättern, als via Kartenzahlung ihre Abbuchung zu autorisieren.


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Prompt verleitet uns der Kartenkauf viel eher zu Anschaffungen, die wir in dieser Höhe eigentlich nicht geplant hatten, als ein Kauf gegen Euronoten.

Elektronisch zahlen – mit EC- oder lieber mit Kreditkarte?

Bei größeren Anschaffungen ist eine Barzahlung sicher nicht ratsam. Wer möchte schon mehrere tausend Euro in seinem Portemonnaie mit sich herumtragen?

Hier ist eine Kartenzahlung tatsächlich besser. Aber welche Karte ist besser: die EC-Karte (die heute eigentlich Debit-Karte heißt) oder eine Kreditkarte? – Es kommt ganz darauf an.

EC-Karten sind in der Regel kostenlos, Kreditkarten nicht. Erstere erhalten Sie nur von derjenigen Bank, bei der Sie auch ein Girokonto unterhalten.

Kreditkarten können Sie auch anderswo erhalten. Sie nennen dem betreffenden Anbieter dann ein Referenz-Konto, das mit den Beträgen belastet wird, für die Sie Ihre Kreditkarte nutzen.

Der wichtigste Unterschied zwischen EC- und Kreditkarte liegt jedoch im Zeitpunkt der Belastung:

Bei einer EC-Karte dauert es selten länger als 2 Tage, dann wird das Geld von Ihrem Konto abgebucht.

Bei der Kreditkarte dagegen erfolgt die Belastung erst zum Monatsende. Das klingt verführerisch. Doch verleitet es oft eben auch zum übermäßigen Geldausgeben.

Psychologisch gesehen ist also gleich nach der Barzahlung die EC-Karte der Kreditkarte vorzuziehen.

Um eine Kreditkarte kommen Sie aber dann nicht herum, wenn Sie ins Ausland reisen:

Vor allem im außereuropäischen Ausland werden EC-Karten in der Regel gar nicht akzeptiert.

Und auch innerhalb der EU können Sie damit scheitern, so etwa schon an den Maut-Bezahlstationen auf französischen Autobahnen.

Kreditkarten der gängigen Anbieter VISA, American Express oder Master werden dagegen auch in Übersee weithin akzeptiert.

Und auch diverse Internet-Shops sowie Buchungsportale für Hotels, Flüge oder Pauschalreisen bestehen auf einer Bezahlung mit Kreditkarte.

Finger weg von „Revolving Credit Cards“! Chargekarten sind besser

Übrigens ist Kreditkarte nicht gleich Kreditkarte. Es gibt 2 unterschiedliche Typen. Die Chargekarte ist in Deutschland am weitesten verbreitet.

Das ist auch gut so. Denn hier wird das Minus automatisch am Monatsende durch eine Abbuchung von Ihrem Konto ausgeglichen.

Anders ist das bei einer Revolving Credit Card. Das englische Wort „to revolve“ bedeutet „sich umdrehen“ oder „erneuern“. Das kennen Sie vom Revolver, bei dem sich das Magazin dreht, um den nächsten Schuss zu ermöglichen.

Bei einer Revolving Credit Card dreht sich der Kredit also. Es ist möglich, am Monatsende immer nur einen Teil der Schuld zurückzuzahlen. Die Restschuld erneuert sich dann sozusagen andauernd.

Aber aufgepasst! Bei solchen Kreditkarten sind Sie als Karteninhaber selbst in der Pflicht, Ihre Rückzahlungen zu tätigen. Der Betrag wird nicht automatisch eingezogen.

Tun Sie nichts, bleibt immer ein Kredit bestehen. Der Pferdefuß dabei: Dieser Kredit ist meistens horrend teuer. 20 – 25 % Sollzinsen sind hierbei keine Seltenheit.

Eine Revolving Credit Card ist damit der sichere Weg in die Schuldenfalle.

Und den schlagen Sie besser nicht ein, wo Ihnen doch mit Barzahlung, EC-Karte und der Charge-Variante einer Kreditkarte genügend andere, weitaus sinnvollere Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

9. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Judith Engst
Von: Judith Engst. Über den Autor

Judith Engst hat sich auf die publizistische Beratung im Bereich Wirtschaft und Finanzen spezialisiert und speziell zum Thema Geldanlage mehrere Bücher verfasst.