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Baunebenkosten: Immer im Blick behalten

Wie jeder Bauherr weiß, fallen neben dem eigentlichen Baupreis noch weitere Kosten an. Ein großer Posten in der Kalkulation dürften die Baunebenkosten ausmachen.

Checkliste: Kosten beim Grundstückskauf

Maklerkosten Grundstückskauf3 – 6 % vom Kaufpreis
Notarkosten1 % vom Kaufpreis
Kosten für Grundbucheintragungen0,5 % vom Kaufpreis
Grunderwerbssteuer (Aktuelle Sätze: www.hausbau-blog.eu/faqs/grunderwerbssteuer)Prozentual vom Kaufpreis
Bauvorbereitungskosten
Baugrunduntersuchung je nach Aufwand500,-  bis 1.000,-
Erweiterte Baugrunduntersuchung je nach Aufwand2.000,-  bis 2.500,-
Vermessungskosten inkl. Höhenüberprüfungbis ca. 2.800,-
Kosten der Baugenehmigung500,-  bis 1.000,
Kosten für den Prüfstatiker1.500,- bis 2,500,-
Bauplatzvorbereitung je nach Aufwandca. 2,- bis 4,- pro m³
Entsorgung überschüssigen (unbelasteten) Erdreichsca. 20,- pro m³
Baustrom und Bauwasser1.000,-
Unabhängige Baubegleitung (Qualitätsüberwachung)bis 1,5 % der Bausumme
Hausanschlusskosten
Kanalanschlusskosten je nach Aufwandca. 5.000,-
Stromanschlusskostenca. 3.500,-
Gasanschlusskostenca. 5.000,-
Wasseranschlusskostenca. 4.500,-
Telefonanschlusskostenca. 350,-

Die Kosten für das „Baugrunduntersuchung je nach Aufwand“ und das „Erweiterte Baugrunduntersuchung je nach Aufwand“ sind Abhängig vom Umfang. Entpuppt sich der Baugrund als problematisch, werden die entnommenen Proben im Labor intensiver untersucht.

Ein umfassendes Baugrundgutachten erstellt Empfehlungen für die richtige Gründung. Das reicht vom teilweisen oder sogar völligen Bodenaustausch bis hin zu speziellen Pfahl- oder Koffergründungen. Hier erreichen die Kosten schnell 2.000 und 2.500 Euro.

Beispiel: Erdarbeiten bauseits!

Familie Huber hat im Herbst letzten Jahres einen Bauvertrag mit seiner Hausbaufirma abgeschlossen. Über die Wintermonate saß der Familienvater nochmals über den Verträgen und stolperte über einen Begriff, der mit den notwendigen Erdbewegungen im Zusammenhang steht. „Erdarbeiten bauseits!“ steht dort. Was heißt das?

Die meisten Baufirmen würden dem Bauherrn nie ins Gesicht sagen, dass damit Extrakosten verbunden sind. Fragen Sie daher selbst danach und klären diese Dinge in den Vorgesprächen ab. Arbeiten, die bauseits ausgeführt werden, sind klassischerweise der Aushub sowie dessen Entsorgung oder Lagerung.


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Dazu zählen zusätzlich die Erschließung des Grundstücks und die Hausanschlüsse. Auch der Bezug von Baustrom und Bauwasser werden gesondert abgerechnet – und zwar nicht mit der Baufirma, sondern zwischen den Bauherren und den Versorgungsunternehmen.

Wenn im Vertrag das Wort „bauseits“ auftaucht, sollten alle Alarmglocken läuten. Dieser Begriff suggeriert den Laien zwar, dass die Baufirma diese Arbeiten übernimmt. Leider ist es aber genau umgekehrt!

„Bauseits“ bedeutet, dass Sie als Bauherr diese Aufgaben übernehmen dürfen. Dies ist mit Mehrkosten verbunden, die oft im Budget nicht eingeplant wurden. Solche Kosten stecken üblicherweise in den sogenannten Baunebenkosten. Diese können einem, bei schlechter Planung, finanziell „den Hals brechen“. Bauherren sollten daher vor Vertragsabschluss klären, was genau „bauseits“ erledigt werden muss.

Bauvorbereitungsmaßnahmen, Baustelle einrichten und versorgen

Für die Dauer der Bauarbeiten benötigen die ausführenden Firmen, primär die Baufirma, eine gewisse Grundversorgung.

Abhängig vom Bau- und Leistungsumfang werden die allgemeinen Baustelleneinrichtungen meist von der Baufirma bzw. deren Subunternehmern hergestellt. Üblicherweise werden diese Leistungen in den Baustellengemeinkosten zusammengefasst.

Checkliste: Welche Bauvorbereitungsmaßnahmen sollten erledigt werden?

Die Bau- und Leistungsbeschreibung sollte dringend überprüft werden. Einige Verträge können vorsehen, dass Teile dieser Maßnahmen zulasten des Bauherrn gehen. Auch wenn man nicht zuständig ist, sollte anhand der Checkliste überprüft werden, ob die Arbeiten durchgeführt wurden. So wissen Sie gleich, wie ordentlich die Baufirma arbeitet. Zugleich sind Sie Ihren Pflicht nachgekommen:

Checkliste: die Bauvorbereitung

MaßnahmenUnterlagenEinreichen „bei“

Anfordern „von“

Rücksprache „mit“

ZuständigErl
Bautagebuch anlegenÜber App, Blogseite, Excel-, oder Worddatei, etc.Bauherr
Baupläne und Grundrisszeichnungen prüfenBebauungsplan, Flurkarte, Lageplan, Vermessungsplan, Grundrisse„von“ BaufirmaBauherr / Baufirma
Ggf. Grundriss der Küche an Möbelhaus, bzw. KüchenbauerGrundrisszeichnungen mit Maßeinheiten„bei“ KüchenbauerBauherr
Anfahrtsskizze der Baustelle an die Baufirma verschicktAnfahrtsskizze (Achtung bei Brücken und engen Straßen – dort sollen ggf.  schwere Fahrzeuge durch“)„bei“ BaufirmaBauherr
Zuständigkeiten mit der Baufirma klären!Keine„von“ BaufirmaBaufirma
Bauablaufplan anfordernBauablaufplan„von“ BaufirmaBauherr
Bauversicherungen prüfenÜberweisungsbeleg, Versicherungs-schein„von“ HausbankBauherr / Baufirma
Baugrunduntersuchung durchgeführt.Flurkarte, Lageplan, Grundrisse, Erlaubnis des Eigentümers„bei“ BaufirmaBaufirma / Bauherr
Baustelleneinrichtung bei der Baubehörde anzeigenVordruck (meist in den Unterlagen der Baugenehmigung)„bei“ BauaufsichtsamtBauherr
Platz für Lagerung von Baumaterial und ErdeKeine„mit“ BauleiterBaufirma / Bauherr
Baustelle mit Bauwasser und Baustrom einrichtenFlurkarte, Vordrucke„bei“ VersorgungsunternehmenBauherr
Versorgungsleitungen beantragenFlurkarte, Vordrucke„bei“ VersorgungsunternehmenBauherr
Kanalanschluss beantragenFlurkarte, Vordrucke„bei“ Gemeinde (Untere Wasserbehörde)Baufirma
Baubeginnanzeige durch den BauleiterVordruck (meist in den Unterlagen der Baugenehmigung)„bei“ BauaufsichtsamtBaufirma

 

21. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Sascha Biel
Von: Sascha Biel. Über den Autor

Buchautor, Betriebswirt, Journalist und ehemaliger Bauherr, der von Problemen beim Bauantrag bis zur Insolvenz der Baufirma alle Bauherrenprobleme aus eigener Erfahrung kennt.