MenüMenü

Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
Hilfreiche Checkliste zum Ausdrucken & zum täglichen Gebrauch als PDF . . . . . .
Hier Klicken und Checkliste erhalten ➜

Bausparen: Berechnung mit Nominalzins ist nur die halbe Wahrheit

Bausparverträge lassen sich in zwei unterschiedliche Phasen einteilen: Zum einen gibt es die Ansparphase, in der man das im Vertrag festgelegte Geld einzahlt und dafür Zinsen bekommt. Nach der Zuteilung des Bausparkredits folgt dann die Tilgungsphase, in der man den Kredit in Raten wieder zurück bezahlt, ihn also tilgt.

In beiden Phasen sind Zinsen entscheidend – nur in umgekehrter Bedeutung: In der Ansparphase wäre es natürlich gut, so viel Zinsen wie möglich für das Eingezahlte zu kassieren. Auskunft darüber geben die Nominalzinsen, also der Satz, mit dem das Guthaben jährlich verzinst ist.

In der zweiten Phase wäre es vorteilhaft, so wenig Zinsen wie möglich zu bezahlen, hier sollten also die Nominalzinsen so niedrig wie möglich sein, damit man sich den Kredit auch wirklich leisten kann.


Betriebskostenabrechnung 2016:
Alles, was Ihr Mieter zahlen muss – kompakt im Überblick

Vermeiden Sie unnötige Streitereien mit Ihren Mietern. Erstellen Sie von vornherein eine unangreifbare Betriebskostenabrechnung.

Alle Positionen, die Sie für das letzte Jahr abrechnen dürfen – kompakt zusammengefasst in einer praktischen Übersicht –, finden Sie in der top-aktuellen Sonderveröffentlichung „Betriebskostenabrechnung 2016“.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "Betriebskostenabrechnung 2016" GRATIS zu sichern! ➜


Bausparen Berechnung: Nominalzins gibt nur unzureichend Auskunft

In beiden Fällen aber sagt der Nominalzins aber wenig aus über die tatsächliche Rendite in der ersten Phase – denn die ist kleiner, als der Nominalzins es dem Anleger vorgaukelt.

In der zweiten Phase sind umgekehrt die Kosten in der Regel höher, als es der Nominalzins ausweist. Warum das so ist, wird klar, wenn man sich den Unterschied zwischen dem Nominalzins und dem effektiven Jahreszins vor Augen führt.

Berechnung Bausparen: Nominalzinsen und Effektivzinsen

Wenn in der Ansparphase der Nominalzins beispielsweise bei 3% liegen würde, so bekäme der Anleger zwar auf sein angespartes Geld diese Zinsen gutgeschrieben.

Allerdings kosten Bausparverträge Gebühren, etwa zu Beginn des Vertrages eine Abschlussgebühr und dann möglicherweise noch fortlaufende Gebühren, beispielsweise für die Kontoführung.

In eine realistische Kalkulation der Rendite muss man diese Gebühren also mit einrechnen – und die schmälern effektiv den Nominalzins, der im Vertrag vereinbart ist. Daher sind für die Beurteilung eines Bausparvertrages nicht die Nominalzinsen die maßgebliche Größe, sondern die effektiven Zinsen, die nach Abzug dieser Gebühren noch übrig bleiben.

Auch in der Tilgungsphase muss man zu den zu zahlenden Nominalzinsen noch die Nebenkosten mit einrechnen, die anfallen können und die Rückzahlung des Kredits deutlich teurer machen können, als es der Blick auf die Nominalzinsen erwarten ließe.

Inflation schmälert in der Ansparphase ebenfalls die Rendite

Auch die Inflation, also die Geldentwertung, ist eine Größe, die für ein realistisches Urteil über einen Bausparvertrag in die Kalkulation mit einbezogen werden muss. Denn wenn das Geld im Euroraum, wie von der Europäischen Zentralbank angestrebt, tatsächlich einer Inflation von rund 2% unterliegt, so schmälert auch das natürlich die Rendite eines Bausparvertrages deutlich.

Denn dann nimmt die Kaufkraft des Geldes ab – wenn man nach Jahren des Sparens also ein Haus kaufen will, bekommt man für den gleichen nominalen Geldbetrag weniger Immobilie, weil die Kaufkraft des Geldes nachgelassen hat.

12. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Fehr
Von: Michael Fehr. Über den Autor

Michael Fehr wirkt seit fast zwei Jahrzehnten am internationalen Finanzplatz Frankfurt, ist ausgewiesener Finanz- und Wirtschaftsjournalist: Er arbeitete unter anderem für die Deutsche Börse AG, das ARD-Börsenstudio und die Financial Times Deutschland.