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Bausparvertrag als Eigenkapital bei einem Immobilienkauf

Umfragen haben ergeben, dass rund drei Viertel der Deutschen von den eigenen vier Wänden träumen.

Damit dieser Traum Realität werden kann, spielt die Finanzierung des Eigenheims eine zentrale Rolle.

Der Bausparvertrag: Die klassische Anlageform der Deutschen

Geldinstitute verlangen in der Regel, dass die Kreditnehmer Eigenkapital in Höhe von rund 20% der Investitionssumme zur Verfügung haben.

Zwar gibt es auch die Möglichkeit, eine Immobilie komplett auf Kredit zu finanzieren, doch das höhere Risiko lassen sich die Banken teuer bezahlen: Die Zinsen auf solche Kredite sind meist sehr hoch.

Um den Eigenkapitalanteil leisten zu können, haben viele Deutsche einen Bausparvertrag abgeschlossen, gilt er doch auch aufgrund der möglichen staatlichen Zuschüsse als eine klassische Anlageform für diesen Zweck.

Doch auch wenn in dem Vertrag beispielsweise eine Bausparsumme von 20.000,- Euro festgelegt wurde, bedeutet dies nicht, dass man nach Zuteilung des Bausparvertrags diese 20.000,- als Eigenkapital verwenden kann.

So funktioniert der Bausparvertrag

Um zu verstehen, mit welcher Summe als Eigenkapital aus einem Bausparvertrag gerechnet werden kann, muss zunächst der allgemeine Aufbau eines Bausparvertrags geklärt werden.


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Grundsätzlich lässt sich das Konzept in drei Phasen unterteilen: die Ansparphase, die Zuteilungsphase und die Darlehensphase.

Mehr dazu: „Wie funktioniert ein Bausparvertrag?“

Bei Vertragsabschluss wird eine Bausparsumme festgelegt. Dies können beispielsweise 20.000,- Euro sein. Zudem wird ein Zeitplan aufgestellt.

Die Bausparsumme definiert hierbei das gesteckte Ziel: Man möchte aus eigenem Sparanteil und dem von der Bausparkasse gewährten Darlehen eine Summe von 20.000,- Euro erreichen.

In der ersten Phase, der Sparphase, wird nun in den Bausparvertrag eingezahlt. Ziel ist das Erreichen des Sparziels, das meist bei 40% bis 50% der Bausparsumme liegt.

In dem genannten Beispiel müssen also zunächst 8.000,- bis 10.000,- angespart werden. Erst wenn diese Summe auf dem Bausparkonto ist, kann der Bausparvertrag zugeteilt werden.

Ist die Zuteilung erfolgt, kann der Bausparer auf seinen eigenen Sparanteil und das Darlehen – hier also 10.000,- bis 12.000,- Euro – zugreifen.

Welcher Teil der Bausparsumme kann als Eigenkapital verwendet werden?

Viele Bausparer gehen irrtümlich davon aus, dass sie die volle Bausparsumme – also die 20.000,- aus dem genannten Beispiel – als Eigenkapital bei einer Immobilienfinanzierung einsetzen können.

Dies ist jedoch nicht der Fall.

Die Banken akzeptieren in der Regel lediglich den selbst ersparten Anteil eines Bausparvertrags als Eigenkapital. Das Bauspardarlehen wird herausgerechnet.

Der Grund liegt auf der Hand: Das Bauspardarlehen ist eben kein eigenes, sondern lediglich geliehenes Geld, also kein eigenes Kapital. Grundsätzlich macht dieser Umstand einen Bausparvertrag nicht minder interessant, sofern er für den Einzelnen eine attraktive Anlageform darstellt.

Schließt man einen Bausparvertrag jedoch mit dem klaren Ziel ab, ihn nach der Zuteilung als Eigenkapital bei den Verhandlungen mit den Banken einzubringen, sollte man von Beginn an berücksichtigen: nur der Sparanteil ist Eigenkapital.

Man sollte also die Bausparsumme und damit den eigenen Sparanteil so wählen, dass das gewünschte Ziel erreicht werden kann.

Mehr zum Thema: Bausparvertrag auf dem Prüfstand

12. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.