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Bausparvertrag: Was bedeutet die Bindungsfrist?

Ein Bausparvertrag ist nicht für jeden Sparer eine sinnvolle und rentable Anlageform. Vielfach werden Bausparverträge erst dadurch attraktiv, dass der Sparer Anspruch auf die Wohnungsbauprämie und/ oder die Arbeitnehmersparzulage hat. Durch diese Zuschüsse vom Staat kann sich die Rendite während der Sparphase beträchtlich erhöhen.

Doch es sind einige Voraussetzungen zu erfüllen, damit die Ansprüche geltend gemacht und bei der Zuteilung des Bausparvertrags auch wirklich ausgezahlt werden können. Hier spielt auch die gesetzliche Bindungsfrist eine Rolle. Diese muss eingehalten werden, damit man von den staatlichen Prämien profitieren kann.

Der Bausparvertrag und die gesetzliche Bindungsfrist

Die gesetzliche Bindungsfrist beträgt sieben Jahre. Sie muss grundsätzlich eingehalten werden, da der Anspruch auf staatliche Prämien andernfalls entfällt. Sie gilt sowohl für die Wohnungsbauprämie als auch für die Arbeitnehmersparzulage.

Für Ledige sind jährliche Prämien von rund 43 € (Arbeitnehmersparzulage) und 45,06 € (Wohnungsbauprämie) möglich. Auf diese 88 € im Jahr sollte man nicht verzichten.


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Für einen Bausparvertrag, der ab dem 01.01.2009 abgeschlossen wurden, gelten neue Regelungen bei der Wohnungsbauprämie. Das Datum des Vertragsabschlusses ist also zu beachten.

Die gesetzliche Bindungsfrist bei der Wohnungsbauprämie

Bei einem Bausparvertrag, der vor dem 01.01.2009 abgeschlossen wurde, gilt, dass der Bausparer nach Ablauf der Bindungsfrist von sieben Jahren frei über das Sparguthaben und auch die Wohnungsbauprämie verfügen kann.

Eine Verwendung für wohnwirtschaftliche Zwecke ist an dieser Stelle also nicht zwingend nötig.

Wird ein solcher Altvertrag jedoch vor Ablauf der Bindungsfrist von sieben Jahren zugeteilt, muss zum Prämienerhalt die Verwendung für wohnwirtschaftliche Zwecke nachgewiesen werden. Andernfalls wird keine Wohnungsbauprämie gezahlt.

Bei Neuverträgen, also solchen, die ab dem 01.01.2009 abgeschlossen wurden, gelten neue Regelungen. Hier ist die Wohnungsbauprämie grundsätzlich zweckgebunden und nach Ablauf der Bindungsfrist muss eine wohnwirtschaftliche Verwendung nachgewiesen werden.

Die einzige Ausnahme bilden junge Bausparer: Wer bei Vertragsabschluss das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, kann nach sieben Jahren frei über die Sparsumme und die Prämien verfügen.

Die gesetzliche Bindungsfrist bei der Arbeitnehmersparzulage

Bei der Arbeitnehmersparzulage gelten einfachere Regelungen. Wer Anspruch auf diese Prämie hat, bekommt sie nach Ablauf der siebenjährigen Bindungsfrist ausgezahlt. Eine Zweckbindung ist im Gegensatz zur Wohnungsbauprämie nicht vorgesehen. Der Grund für diese verschiedenen Voraussetzungen hängt dabei vor allem mit dem Zweck der unterschiedlichen Prämien zusammen.

Die Wohnungsbauprämie soll den Wohnungsbau fördern, so dass eine Zweckbindung an dieser Stelle nachvollziehbar scheint. Mit der Arbeitnehmersparzulage soll hingegen die Vermögensbildung, also das Sparen an sich, gefördert werden. Damit entfällt die Zweckbindung.

Zusammenfassend lässt sich also feststellen: Bei Anspruch auf staatliche Förderung ist man gut damit beraten, die Bindungsfrist beim Bausparvertrag zu beachten, um die Prämien auch wirklich zu erhalten.

11. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.