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Bear Call Spread zur Absicherung: Maximalverlust niedriger als Gewinn

Der Begriff “Bear Call Spread” bedeutet nichts anderes als:

Gleichzeitiger Kauf einer Call-Option und Verkauf einer Call-Option mit identischen Kennzahlen, aber unterschiedlichen Basispreisen”.

Dabei wählt man im Gegensatz zum Bull Call Spread jeweils für den Kauf einen höheren Basispreis (Strike) als für den Verkauf.

Der Anleger nimmt die höhere Prämie für den verkauften Call mit dem niedrigeren Basispreis ein und hat nach dem Kauf für den Call mit der höheren Basis ein Netto-Plus aus der Differenz der Preise eingenommen.

Er setzt auf fallende Kurse. Gewinn und Verlust sind beide begrenzt.

Wofür man so etwas braucht

Mit einem Bear Call Spread kann der Anleger eine Strategie aufbauen, die ihm eine Einnahme ermöglicht, wenn der Kurs des Underlyings am Laufzeitende unterhalb des Basispreises des verkauften Calls + bezahlter Prämie liegt.

Der Maximalgewinn ist gedeckelt auf die Einnahme zu Beginn.

Denn fällt der Kurs des Underlyings unter den Basispreis des verkauften Calls mit dem niedrigeren Basispreis, dann sind beide Calls wertlos und er kann die vereinnahmte Prämie behalten.

Der Maximalverlust errechnet sich aus der Differenz der gewählten Basispreise minus anfangs vereinnahmtem Prämienüberschuss. Denn steigt das Underlying über den Basispreis des gekauften Calls, dann kompensieren sich ab da beide Calls 1:1.

Beispiel

„Verkauf 1 Kontrakt Call ODAX 6500 Dez 12“  Kurs 964 € plus “Kauf 1 Kontrakt Call ODAX 7000 Dez 12“  Kurs 628 € Er nimmt für 1 Kontrakt des Call 6.500 folgenden Betrag ein: 964 € * 5 = 4.820 €.

Der Anleger zahlt für 1 Kontrakt des Call 7.000 folgenden Betrag:


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628 € * 5 (Kontraktgröße 5) = 3.140 €.

Der Anleger nimmt also Netto 1.680 € für den Bear Call Spread ein.

Er macht Gewinn, wenn der DAX-Index am Laufzeitende bei < 6.500 + 336 (bezahlte Prämie) = < 6.836 Punkte steht.

Er verdient maximal, wenn der DAX unterhalb von 6.500 Punkten steht.

Szenario 1: DAX 6.900

Rechnung: 6.900 – 6.500 = 400

Der verkaufte Call ist 400 € wert, also pro Kontrakt 400 € * 5 = 2.000 €. Der gekaufte Call mit Basis 7.000 ist wertlos und deshalb nicht zu berücksichtigen. Der Anleger hat also 1.680 € – 2.000 € = – 320 € Verlust gemacht.

Szenario 2: DAX 7.100

Rechnung: 7.100 – 6.500 = 600

Der verkaufte Call ist 600 € wert, also pro Kontrakt 600 € * 5 = 3.000 €. Der gekaufte Call mit Basis 7.000 ist 7.100 – 7.000 = 100, also pro Kontrakt 100 € * 5 = 500 € wert.

Demnach ist das Ergebnis:  1.680 € + 500 € – 3.000 € = – 820 €. Der Anleger hat damit den Maximalverlust von 820 € gemacht, den er bei allen Daxständen oberhalb von 7.000 hinnehmen muss.

Denn der gekaufte Call läuft ab DAX-Stand 7.000 1:1 mit dem DAX mit und kompensiert damit die zusätzlichen Verluste des verkauften Calls über 6.500 ebenfalls 1:1.

Szenario 3: DAX 6.600

Rechnung: 6.600 – 6.500 = 100

Der verkaufte Call ist 100 € wert, also pro Kontrakt 100 € * 5 = 500 €. Der gekaufte Call mit Basis 7.000 ist wertlos und deshalb nicht zu berücksichtigen. Der Anleger hat also 1.680 € – 500 € = + 1.180 € Gewinn gemacht.

Szenario 4: DAX < 6.500

Fällt der DAX aber beispielsweise unterhalb von 6.500 Punkte, dann hat der Anleger seinen Maximalgewinn erwirtschaftet, denn beide Calls sind wertlos geworden. Er kann das anfangs vereinnahmte Netto-Plus von + 1.680 € als Gewinn verbuchen.

Aus diesem Grunde sollten nur erfahrene Anleger jene Strategie aufbauen und nur einen Bruchteil des Kapitals einsetzen.

Fazit

Beim oben angeführten Beispiel eines Bear Call Spread hat der Anleger eine Strategie entwickelt, die einen begrenzten Verlust von nur 820 € gegenüber einem möglichen Gewinn von 1.680 € zulässt.

Da er von fallenden Notierungen ausgeht, ist diese Strategie recht clever.

15. März 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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