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Beendigung des Mietverhältnisses: Vereinbaren Sie eine Vorabnahme

Der Mieter hat gekündigt oder das Ende der Mietzeit rückt näher.

Jetzt kommt es für Sie darauf an, die Weichen für die Abwicklung des Mietverhältnisses richtig zu stellen, und alles zu tun, damit Sie die Wohnung in ordnungsgemäßem Zustand pünktlich zurückerhalten.

Warten Sie damit nicht bis zum letzten Tag.

In der Praxis hat es sich bewährt, ein bis zwei Monate vor Mietende eine gemeinsame Wohnungsbesichtigung durchzuführen.

Bei dieser Gelegenheit wird der Umfang der notwendigen Reparatur- und Renovierungsarbeiten gemeinsam mit dem Mieter abgeklärt.

Besprechen Sie auch, welche selbst vorgenommenen Ein- und Umbauten der Mieter wieder beseitigen muss oder was Sie gegen eine Entschädigungszahlung übernehmen wollen. Nach einer solchen Vorabnahme weiß der Mieter genau, was noch zu tun ist, und hat genügend Zeit, um die Arbeiten bis zum Mietende auszuführen.

Bereiten Sie die Vorabnahme sorgfältig vor

Vergewissern Sie sich vor der Wohnungsabnahme bzw. der Vorabnahme, mit welcher Ausstattung Sie dem Mieter die Wohnung überlassen hatten und ob Einrichtungsgegenstände vom Vormieter übernommen wurden.


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Sind Vereinbarungen zur Übernahme von Einrichtungen des Mieters gegen Entschädigung vereinbart?

Ist der Mieter zur Durchführung von Schönheitsreparaturen verpflichtet?

Sehen Sie sich dazu den Mietvertrag und etwaige ergänzende Vereinbarungen an. Wenn Sie bei Übergabe der Wohnung an den Mieter ein Übergabeprotokoll gefertigt haben, ziehen Sie auch dieses jetzt zu Rate.

Sie haben ein Besichtigungsrecht

Ihr Mieter ist nicht verpflichtet, mit Ihnen eine Vorabnahme durchzuführen. Zwar haben Sie einen Anspruch darauf, dass der Mieter Ihnen eine Besichtigung der Mieträume gestattet, wenn das Ende der Mietzeit bevorsteht. Diesen gerichtlich durchzusetzen, lohnt aber selten.

Akzeptieren Sie es stattdessen, wenn Ihr Mieter sich nicht auf eine Vorabnahme einlässt. Bestehen Sie aber darauf, dass Sie Mietinteressenten die Wohnung zeigen können. Bei dieser Gelegenheit erhalten Sie zumindest einen ersten Eindruck vom Zustand der Wohnung und wissen in etwa, was beim Endabnahmetermin auf Sie zukommt.

So sichern Sie die vollständige Räumung der Wohnung

Am Mietende muss der Mieter die Wohnung in dem Zustand zurückgeben, in dem er sie bei Mietbeginn erhalten hat. Das bedeutet im Einzelnen:

  • Alle persönlichen Einrichtungsgegenstände sind vom Mieter zu entfernen.
  • Umgekehrt müssen alle von Ihnen zur Verfügung gestellten Einrichtungen so angebracht sein wie am Beginn des Mietverhältnisses.
  • Hat der Mieter bauliche Veränderungen, Einbauten oder Umbauten in den Mieträumen durchgeführt, muss er diese entfernen bzw. rückgängig machen und den alten Zustand auf eigene Kosten wieder herstellen.

Der Mieter hat die Wohnung mit einer Einbauküche ausgestattet. Dann muss er die von Ihnen seinerzeit aufgestellte Spüle aufbewahren und jetzt nach Entfernung seiner Einbauküche wieder anschließen. Ebenso muss er selbst verlegten Teppichboden entfernen, und zwar auch dann, wenn er mit dem Untergrund verklebt war.

Etwaige Beschädigungen des Untergrunds muss er beseitigen.

Hat der Mieter zum Zeitpunkt der Wohnungsabnahme noch Gegenstände in der Wohnung oder in mitvermieteten Nebenräumen, etwa im Keller, in der Garage oder einem Gartenhäuschen zurückgelassen, bestehen Sie auf umgehender Entfernung.

Möglich ist aber auch, eine schriftliche Vereinbarung zu treffen, die Sie berechtigt, die Gegenstände auf Kosten des Mieters entsorgen zu lassen – am besten gegen sofortige Barzahlung.

Musterformulierung:

Der Vermieter ist berechtigt, die vom Mieter in der Wohnung/auf dem Grundstück zurückgelassenen Gegenstände (…) ordnungsgemäß entsorgen zu lassen. Die entstehenden Kosten trägt der Mieter. Er zahlt hierzu an den Vermieter einen Vorschuss in Höhe von … €.

28. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.