MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Begründung für Bargeld-Verbot ist kabarettreife Lachnummer

Die SPD fordert die Obergrenze von 5.000 € für Barzahlungen. Damit soll u. a. Kriminalität eingedämmt werden.

Das kann ich nur als kabarettreife Lachnummer kommentieren. Stellen Sie sich kurz einmal die folgende Situation vor:

Eine Diebesbande kommt zum Hehler. Die geklaute Ware, eine Lkw-Ladung voller hochmoderner Fernseher, Notebooks und Computer, wird begutachtet.

Es wird laut gestritten. Schließlich einigt man sich auf 25.000 €. Der Hehler entnimmt seinem Tresor 50 Scheine zu je 500 €, zählt diese dem Kopf der Diebesbande vor.

Der lehnt aber ab und sagt: „Kann ich nicht annehmen. Das sind mehr als 5.000 € in bar. Das ist verboten!“

Nun, Sie kringeln sich schon vor Lachen, denn das ist natürlich Blödsinn. Ein unehrliches Geschäft kann man mit so einer Lachnummer nicht verbieten.

Und auch die Abschaffung der 500-€-Scheine, die derzeit diskutiert wird, würde daran nichts ändern. Dann wären es hier eben 125 Scheine zu je 200 €.

Will man uns für dumm verkaufen?

Ich denke, auch die Geldwäsche wird durch eine mögliche Abschaffung des 500-€-Scheins nicht gestoppt. Dann muss der „Geldwäscher“ eben 2,5-mal so viele 200-€-Scheine wie 500-€-Scheine „in die Wäsche geben“.

Andere Länder diskutieren oder handeln ähnlich. John Cryan, der Chef der Deutschen Bank, hat prognostiziert, dass das Bargeld in 10 Jahren verschwunden sein werde.

In wenigen Zeilen habe ich oben die Begründungen für die Abschaffung des Bargeldes als absurd entlarvt.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


„Ist es gar keine Lachnummer, die man uns da präsentiert?“, frage ich mich. Ist es vielleicht viel schlimmer und man will uns nur für dumm verkaufen?

Wirkliche Gründe für das Bargeld-Verbot

Die Politik startet mit der Abschaffung des 500-€-Scheins. Das merkt kaum jemand. Und wenn, heißt es: Das betrifft nur die Kriminellen.

Danach wird Schritt für Schritt die Schlinge zugezogen und am Ende steht das Bargeld-Verbot mit diesen Folgen:

  • Die Sicherheit Ihres Geldes ist nicht mehr gewährleistet.

Ihr Guthaben ist ausschließlich elektronisch bei Banken vorhanden. Die Sicherheit und Verfügungs-Gewalt wie bei Bargeld existiert nicht mehr. Sie sind von Wohl und Wehe der Bank abhängig. Kippt die Bank, ist Ihr Geld weg.

  • Sie werden zum gläsernen Kunden.

Jeder Cent, den Sie ausgeben, wird dokumentiert: wann ausgegeben, wofür und wo. Die Überwachung ist perfekt.

Dabei denke ich nicht an kriminelle Geschäfte, aber die Werbung hat Sie noch besser im Griff. Sie kaufen Jogging-Schuhe? Sofort kommt die Werbung für Laufkleidung.

Sie kaufen erstmals die Zeitschrift „Eltern“? Ihr Briefkasten wird überschwemmt mit Baby-Kleidung, Baby-Ausstattung, Baby-Nahrung und der Versicherung fürs Studium des (noch nicht geborenen) Babys.

  • Sie werden „beraubt“.

Zinsen um 0% kennen Sie ja bereits. Würden Ihnen die Banken einen Negativ-Zins aufbrummen, könnten Sie Ihr Geld bar abheben und in den Tresor (und sei er bei der Bank) stecken.

Gäbe es kein Bargeld mehr, ließe sich ein Negativ-Zins problemlos installieren, um Sie legal zu berauben.

Da bekommt der Bankraub, den Sie aus dem Krimi kennen, eine ganz andere Bedeutung: Die Bank beraubt ihre wehrlosen Kunden. Ihre Anzeige bei der Kripo gegen diesen Raub durch die Bank hätte wenig Aussicht auf Erfolg.

Übrigens:

Ich habe keinen einzigen 500-€-Schein, geschweige denn ein paar hundert davon. Ich wäre durch die Abschaffung des 500ers also nicht direkt betroffen.

Ich denke nur, das wäre ggf. ein erster Schritt hin zur Abschaffung des Bargeldes. Was ich daran allerdings kritisiere, ist, …

… dass man uns für dumm verkaufen will.

… dass unser Erspartes weit weniger sicher ist.

… und dass man uns komplett gläsern machen will.

Wenn jetzt ein oberkluger Politiker kommt und sagt: Es kann die anonyme Zahlung per aufladbarer Chipkarte geben, dann sage ich: Die Chipkarte wird dann im nächsten oder übernächsten Schritt abgeschafft. Deshalb: Wehret den Anfängen!

4. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.