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Bei Banken-Pleiten wird es jetzt teuer – besonders für Sie

Es tauchen immer mehr Krisen-Meldungen zu Banken auf – v. a. der italienische Banken-Sektor steht massiv unter Druck.

Aber nicht genug damit, dass die Banken selbst ihre Bilanzen nicht mehr in den Griff bekommen.

Nein, nun werfen die europäischen Aufsichtsb-Behörden den Banken auch noch neue Stöcke zwischen die Beine – und die gehen uns alle an.

Sind Sie Aktionär der Deutschen Bank oder haben auch nur Anleihen des größten deutschen Bankhauses im Depot?

Der ominöse „Bail-In“

Wenn es zum nächsten Bankencrash kommt, steht dann nicht nur der Fortbestand der Euro-Zone auf dem Spiel, sondern auch Ihr Vermögen.

Das Stichwort hier lautet Bail-In. Das haben Sie noch nicht gehört? Natürlich nicht!


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Das ist ja die Absicht der europäischen Aufsichts-Behörden. Doch schon seit dem 1. Januar 2016 ist die europäische Banken-Abwicklungs-Richtlinie in Kraft.

Jetzt hat die EU das zu Ende geführt, was in Zypern im Frühjahr 2014 mit der Enteignung der Sparer dort begann.

Enteignung ist ein hartes Wort – aber anders kann man nicht ausdrücken, was aktuell passiert

Seit dem 1. Januar 2016 gilt also die europäische Banken-Abwicklungs-Richtlinie, kurz: BRRD (für Bank Recovers and Resolution Directive).

Ab jetzt ist der „Bail-in“ geltendes Recht in der Eurozone. Wenn Sie das noch nicht gehört haben, zählen Sie damit zur Masse der Europäer.

Ich bin mir sogar sicher, dass selbst viele Mitarbeiter von Banken von diesem Geheim-Gesetz noch nichts gehört haben. Doch eines muss Ihnen klar sein: Geht eine Bank pleite, geben Sie dieser Ihr ganzes Geld.

Sie erhalten dann aber nur wertlose Pleite-Aktien oder Anleihen der Bank. Der Plan der Geld-Diebe ist geheim und perfide – doch es ist die einzige Chance.

Die Finanzkrise 2009 hat das globale Finanz-System fast zum Einsturz gebracht; viele Staaten mussten die maroden Banken mit hohen Milliarden-Summen stützen.

Heute ist fast schon vergessen, dass auch die Commerzbank in Deutschland bedrohlich nah am Abgrund stand.

Nur durch eine staatliche Beteiligung von 25% an den Aktien konnte der Absturz verhindert werden.

In Italien hat der Bail-In schon zugeschlagen – mit heftigen Folgen

Hinter den Kulissen in Brüssel haben die Staaten der Finanz-Industrie und die EU-Politiker lange Zeit überlegt, wie das Problem zu lösen sei.

Dabei ist die Lösung ganz einfach: Das Problem wird auf Ihrem Rücken gelöst. Ihr Vermögen wird beim nächsten Banken-Crash genommen, um die Löcher zu stopfen. Das Stichwort lautet hier „Bail-in“.

Das klingt modern, doch es ist nur ein modernes Wort für Enteignung, mehr nicht. Sollte jetzt eine Bank in Schieflage geraten, wird eben zuerst auf das Geld der Anleihen-Besitzer, Aktionäre und Sparer zurückgegriffen.

So etwas klingt sehr theoretisch. Doch wie schnell aus der Theorie eine ernstzunehmende Gefahr werden kann, haben etliche Italiener erst inzwischen erfahren müssen: Da griff der „Bail-In“ bei 4 Volksbanken in der Toskana.

2. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.