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Unter der Lupe: Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenkasse 2016

Die Beitragsbemessungsgrenze ist ein Begriff aus der Sozialversicherung. Diese ist für alle Arbeitnehmer relevant, denn sie legt Grenzwerte fest, bis zu welchem steuerpflichtigen Einkommen Versicherte Sozialbeiträge zu leisten haben.

Die Sozialversicherung in Deutschland teilt sich hierbei in mehrere Zweige, wobei etwa die Renten- als auch die Krankenversicherung – als Teil des sozialen Netzes – jeweils einer eigenen Beitragsbemessungsgrenze unterliegen.

Die Grenzwerte werden jedes Jahr aufs neue angepasst. Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenkasse richtet sich nach der statistischen Einkommensentwicklung des Vorjahres aus. Der Gesetzgeber ist hierbei dazu verpflichtet, den Grenzwert jährlich zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Für das Jahr 2016 beträgt die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung 50.850 € pro Jahr. Das sind monatlich betrachtet 4.237,50 €. Eine Anhebung der Grenze bewirkt bei Gutverdienern auch eine Anhebung der Beiträge, da sich der Höchstbeitrag in Abhängigkeit zum Grenzwert errechnen lässt.


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Beitragsberechnung im Beispiel

Wichtig ist auch, dass die Beitragsbemessungsgrenze zur Krankenkasse neben dem Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung auch einen Beitrag zur Pflegeversicherung beinhaltet.

Konkret an einem Beispiel gezeigt, sieht die Beitragsberechnung dann so aus: Angenommen Herr Müller verdient monatlich 5.000 € und liegt damit über der Beitragsbemessungsgrenze, denn diese liegt für die gesetzliche Krankenkasse bei 4.237,50 € im Monat. Die Differenz von 762,50 € ist nicht beitragsrelevant, da sie über der Beitragsbemessungsgrenze liegt.

Die Beiträge von Herrn Müller errechnen sich daher ausschließlich auf Grundlage des höchsten, beitragspflichtigen Einkommens von 4.237,50 €. Hiervon gehen 14,6% als Sozialbeitrag für die Krankenversicherung ab, wobei dieser nicht allein von Herrn Müller gezahlt werden muss: 7,3% des Gesamtbeitrages hat Herr Müller als der Arbeitnehmer und 7,3% der Arbeitgeber zu entrichten.

Die Rechnung sieht dann so aus:

Arbeitnehmer: 7,3% * 4.237,50 € = 309,34 €

Arbeitgeber: 7,3% * 4.237,50 € = 309,34 €

Herr Müller muss als Arbeitnehmer demnach im Monat 309,34 € abführen, den gleichen Betrag hat der Arbeitgeber zu leisten. Zusammen ergibt sich ein Gesamtbeitrag in Höhe von 618,68 €, was gleichzeitig der höchste Beitrag ist, den die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenkasse zulässt.

Beitragsbemessungsgrenze der Krankenkasse regelt nicht Versicherungspflicht

Besonders wichtig ist, dass die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung ist keinesfalls mit der Versicherungspflichtgrenze zu verwechseln ist. Die Versicherungspflichtgrenze für Angestellte legt fest, ab welchem Einkommen Sie eine gesetzliche Krankenversicherung nicht mehr in Anspruch nehmen dürfen. Sollte ihr Einkommen oberhalb dieses Grenzwertes liegen, so sind sie verpflichtet sich privat versichern zu lassen.

Die Beitragsbemessungsgrenze und die Versicherungspflichtgrenze für die gesetzliche Krankenkasse werden jedoch oft miteinander verwechselt, daher ist Aufmerksamkeit geboten. Naturgemäß liegt sie oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze, in 2016 bei 56.250 € pro Jahr (oder auch 4.687,50 € im Monat).

3. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Max Fassbender
Von: Max Fassbender. Über den Autor

Max Fassbender arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.