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Beitragssätze in der Pflegeversicherung steigen erst 2017 wieder

Grundsätzlich gilt: Die gesetzliche Pflegeversicherung erbringt Leistungen, wenn jemand zum Pflegefall wird. Doch schon heute übernimmt die Pflegeversicherung nur einen Teil der tatsächlich anfallenden Pflegekosten.

Zuletzt wurden 2016 sowohl der Beitragssatz als auch die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Pflegeversicherung erhöht. Damit kommt mehr Geld in die Pflegekasse und die Leistungen werden verbessert. Trotzdem ist eine private Pflegezusatzversicherung eine sinnvolle Vorsorge. Wir erklären Ihnen, warum das so ist.

Das ist die aktuelle Beitragsbemessungsgrenze in der Pflegeversicherung für 2016

Der Beitragssatz in der Pflegeversicherung stieg zuletzt 2015 um 0,3 Prozentpunkte auf 2,35% und auf 2,6% für Kinderlose. Zugleich wurde die Beitragsbemessungsgrenze von 4.050 € monatlich in 2014 auf 4.125 € pro Monat in 2015 und 4.237,50 € in 2016 angehoben. Beitragsbemessungsgrenze bedeutet, dass ab dieser Grenze die Beiträge gedeckelt sind und auch bei höheren Einkommen nur Beiträge von 2,35% beziehungsweise 2,6% für Kinderlose auf maximal 4.237,50 € monatlich zu zahlen sind.

Dabei gilt die Beitragsbemessungsgrenze bundeseinheitlich sowohl für die gesetzliche Krankenversicherung als auch für die Pflegeversicherung. Damit stieg der maximale Beitrag für die Pflegeversicherung etwa 2015 auf 96,94 € beziehungsweise 107,25 € für Kinderlose. 2017 wird außerdem das Pflegestärkungsgesetz II in Kraft treten, wodurch der Beitragssatz um weitere 0,2 Prozentpunkte steigen wird. Konkrete Änderungen gibt es deshalb zumindest 2016 noch nicht.


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Leistungsverbesserungen in der Pflegeversicherung ab 2015

Die Leistungsverbesserungen, die durch die Beitragssteigerungen 2015 eintraten, werden mit 2,4 Milliarden € jährlich finanziert. Davon fließen 1,4 Milliarden € in Verbesserungen für die Pflege zu Hause und 1 Milliarde € steht für Verbesserungen in Pflegeheimen zur Verfügung. Dabei wurden alle Leistungsbeträge der Pflegeversicherung um 4% angehoben, um die Preisentwicklung über die letzten drei Jahre zu berücksichtigen.

Beispielsweise stieg das Pflegegeld für häusliche Pflege in der Pflegestufe III von 700 € pro Monat auf 728 €. Bei den Pflegesachleistungen durch einen ambulanten Pflegedienst für häusliche Pflege können Härtefälle nunmehr bis zu 1.995 € pro Monat bekommen. Und auch, wenn vollstationäre Pflege erforderlich ist, können bei Härtefällen Leistungen bis zu einer Höhe von 1.995 € pro Monat erbracht werden. Doch reichen auch diese Leistungsverbesserungen nicht aus, um die tatsächlich anfallenden Pflegekosten in voller Höhe abzudecken.

Fazit: Private Vorsorge ist auch bei der Pflegeversicherung sinnvoll

Wer keine private Pflegezusatzversicherung hat, muss oft entweder aus eigener Kraft zuschießen, wenn entsprechende finanzielle Mittel vorhanden sind. Oder es werden die Kinder zur Finanzierung herangezogen, wenn bestimmte Einkommensgrenzen erreicht beziehungsweise überschritten werden.

Ist jedoch Beides nicht gegeben, muss das Sozialamt einspringen, wenn zum Beispiel vollstationäre Pflege erforderlich ist und die gesetzliche Rente nicht ausreicht, um Unterkunft und Verpflegung aus eigener Tasche zu bezahlen. Deshalb gilt letztendlich: Eine private Pflegezusatzversicherung ist empfehlenswert, um die Pflege aus eigener Kraft bezahlen zu können, wenn es einmal notwendig ist. Das sollten Sie im Kopf behalten.

1. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Dr. Jürgen Nawatzki
Von: Dr. Jürgen Nawatzki. Über den Autor

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre war Dr. Jürgen Nawatzki u. a. als Finanzberater tätig und hat individuelle Lösungen zur Vorsorge, Immobilienfinanzierung und zum Kapitalaufbau für Privatkunden entwickelt. Als Autor möchte er seinen Lesern Informationen und Hintergrundwissen zu Wirtschafts- und Finanzthemen liefern.