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WEG Vollmacht: Bekannter Vertreter muss keine Vollmacht vorlegen

Vertreter von Wohnungseigentümern müssen in Eigentümerversammlungen grundsätzlich ihre Bevollmächtigung nachweisen.

Ausnahmsweise kann es aber unzulässig sein, wenn der Hausverwalter die Vorlage einer Vollmacht fordert.

Entzündet hatte sich ein Rechtsstreit an einem Wohnungseigentümer innerhalb einer  Eigentümergemeinschaft, einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR).


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In der Vergangenheit hatte ein Geschäftsführer der GbR für diese an den Eigentümerversammlungen teilgenommen und abgestimmt.

Beschlussunfähig wegen fehlender Vollmacht?

Der Verwalter hatte nie die Vorlage einer Vollmacht gefordert. In einer Eigentümerversammlung verlangte der Verwalter nun plötzlich von dem Geschäftsführer einen schriftlichen Vollmachtsnachweis. Da der Geschäftsführer eine schriftliche Vollmacht nicht vorlegen konnte und somit nicht genügend Miteigentumsanteile vertreten waren, erklärte der Verwalter die Versammlung für beschlussunfähig.

Daraufhin beschloss die Eigentümergemeinschaft auf der folgenden, außerordentlichen Eigentümerversammlung, den Verwalter mit sofortiger Wirkung abzuberufen. Gegen diesen Beschluss erhob der Verwalter Anfechtungsklage.

Ohne Erfolg! Denn die Eigentümer waren wegen eines wichtigen Grundes berechtigt, ihn abzuberufen.

Vertrauensverhältnis ist beschädigt

Ein wichtiger Grund zu einer vorzeitigen Abberufung liegt dann vor, wenn der Eigentümergemeinschaft eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Hausverwalter nicht mehr zugemutet werden kann, weil das Vertrauensverhältnis wegen schwerwiegender Pflichtverletzungen zerstört ist.

Hier hatte der Verwalter gegen seine Pflichten verstoßen, weil er von dem anerkannt vertretungsberechtigten Geschäftsführer der GbR in einer Eigentümerversammlung die Vorlage einer Vollmacht verlangte.

Ein Hausverwalter kann zwar grundsätzlich verlangen, dass eine Vollmachtsurkunde vorgelegt wird. Das gilt aber nicht, wenn ein Vertreter eines Wohnungseigentümers bereits wiederholt als Bevollmächtigter aufgetreten ist. Das Verlangen nach einer Vollmacht ist dann rechtsmissbräuchlich (AG Moers, Urteil v. 28.01.11, Az. 564 C 41/09).

11. November 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.