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Benjamin Graham: Die Wertpapier-Analyse

Benjamin Graham (1894–1976) gilt als der Urvater der Wertpapier-Analyse, insbesondere des Value-Investments. Benjamin Grahams Bücher sind Klassiker der Finanzliteratur.

Graham machte dabei aus der Thematik der Geldanlage erstmalig eine regelrechte Wissenschaft mit nachvollziehbaren und quantifizierbaren Regeln. Die Popularität Benjamin Grahams, wie auch des Value-Investments, schwankt sehr stark mit den Aktienkursen.

Benjamin Graham und sein Value-Ansatz

Bei steigenden Kursen werden Benjamin Graham und sein Value-Ansatz oft vergessen, fallen sie, studieren die Analysten wieder Benjamin Grahams Werke. Dies war auch in der jüngsten Börsenentwicklung wieder gut zu beobachten.

Gerade nach dem Platzen der Technologieblase konzentrieren sich viele Investoren und Analysten nun wieder auf die „wahren Werte“, auf Value. Benjamin Graham war zweimal in seinem Leben finanziell am Ende.

Das ist auch ein Grund für seine sicherheitsorientierte Strategie. Er nutzte die schwere Zeit, um mit seinem ehemaligen Studenten David Dodd sein Hauptwerk „Security Analysis“ zu schreiben.

Benjamin Graham: Begründer der modernen Fundamentalanalyse

Das Werk erschien bereits 1934 und liefert auch heute noch viele wertvolle Einblicke. Benjamin Graham ist der Begründer der modernen Fundamentalanalyse. Damals lautete die herrschende Meinung, dass nur Anleihen seriöse Investments sind. Aktien galten als reine Spekulation.

Benjamin Graham bewies, dass Aktien keine Casinochips sind, sondern einen inneren, wahren Wert haben. 1948 fädelt Benjamin Graham seinen berühmtesten Kauf ein. Benjamin Graham investiert ganze 25% seines Kapitals in den Versicherer GEICO. In den nächsten 8 Jahren erzielte er damit eine Rendite von 1.635%. 1956 löst Benjamin Graham seine Firma auf und verkauft seine GEICO Anteile.

Warren Buffett war Schüler von Benjamin Graham

Heute gehört GEICO zu Berkshire Hathaway von Warren Buffett, dem besten Schüler von Benjamin Graham. Als sich Benjamin Graham im Ruhestand befindet, rechnet er den Dow Jones über 50 Jahre nach und beweist, dass seine in der „Security Analysis“ vorgestellte Theorie den Markt um mehr als das Doppelte geschlagen hätte.

Leider finden bis heute Benjamin Graham Theorien nur an wenigen Hochschulen den Einzug in die Lehrpläne. Buffett erklärt dies so: „Es ist alles nicht kompliziert genug. Also bringt man den Leuten lieber etwas bei, das schwierig, aber unnütz ist. Wirtschaftsschulen belohnen komplexe Verhaltensformen mehr als einfache, aber die einfachen sind effektiver.“

Benjamin Graham: Methoden, die jeder Anleger nachvollziehen kann

In „Security Analysis“ werden verschiedene Prinzipien für den Investor aufgestellt. Am wichtigsten ist die so genannte Sicherheitsmarge (Margin of Safety): Der innere oder auch wahre Wert eines Unternehmens sollte über dem derzeitigen Marktwert liegen.

Erst wenn der Börsenkurs deutlich unter dem wahren, inneren Wert notiert – es sich also um ein unterbewertetes Unternehmen handelt – gelangt das Unternehmen auf die Kaufliste. Benjamin Graham entwickelte Methoden, die jeder Anleger nachvollziehen und auch anwenden kann.

Wertpapieranalyse ist für Benjamin Graham keine Kunst, sondern ein Zweig der Mathematik. Benjamin Grahams Ansatz ist rein mathematisch und hat den großen Vorteil der Objektivität und der Regelhaltigkeit.

Benjamin Graham gab den Anlegern einen weiteren wichtigen Rat: Anleger sollten immer so handeln, als ob sie ein ganzes Unternehmen kaufen und nicht ein Stück Papier.

Benjamin Grahams Regeln für den Anleger:

  • Achte nicht allzu sehr auf den Gesamtmarkt! Auch in einem teuren Markt gibt es „Sonderangebote“.

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    • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
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    • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
    • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
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    • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

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  • Kaufe niemals eine Aktie, nur weil siegerade gestiegen oder gefallen ist.
  • Kaufe eine Aktie als würdest Du das ganze Unternehmen kaufen.
  • Suche nach spezifischen Zeichen für Value (Wert). Die attraktivsten Aktien haben ein unterdurchschnittliches KGV, eine hohe Dividendenrendite und ihr Gewinne haben sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt.
  • Konzentriere Dich auf Qualität. Anfänger sollten nur Standardwerte mit langjährigem

    Gewinnwachstum kaufen.

  • Vor allem: Denke selbst und sei geduldig. Die größten Gewinne kommen aus unterbewerteten Wachstumsaktien, die 5 Jahre oder länger gehalten werden.

Kriterien zur Bewertung

  • Die Ertragsrendite sollte mindestens doppelt so hoch sein wie die durchschnittliche Rendite von Anleihen.
  • Das KGV der Aktie sollte weniger als 40% des höchsten KGV der vergangenen 5 Jahre betragen.
  • Die Dividendenrendite sollte mindestens 2 Drittel der Anleihenrendite betragen.
  • Der Aktienkurs sollte nicht mehr als 2 Drittel des Buchwertes betragen.
  • Die Börsenkapitalisierung des Unternehmens sollte nicht höher sein als 2 Drittel des Netto-Umlaufvermögens.

Kriterien zur Sicherheit

      • Das Fremdkapital sollte das Eigenkapital nicht übersteigen.
      • Das Umlaufvermögen sollte mindestens doppelt so hoch sein wie die kurzfristigen Verbindlichkeiten.
      • Das Fremdkapital sollte geringer sein als das 2-fache Netto-Umlaufvermögen.
      • Das Gewinnwachstum sollte in den vergangenen 10 Jahren durchschnittlich mindestens 7% betragen haben.
      • In den letzten 10 Jahren sollten Gewinnrückgänge nicht mehr als zweimal bis zu 5% pro Jahr betragen haben.
      • Benjamin Graham entwickelte auch nachvollziehbare Verkaufskriterien, die wir in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst haben.

Verkaufen Sie, wenn:

    • die Aktie über 50% gestiegen ist,
    • die Dividende ausfällt,
    • durch das Absinken der Gewinne pro Aktie der Ziel-Kurs so stark fällt, dass der aktuelle Kurs 50% über dem neuen Ziel- Kurs liegt oder
    • Sie die Aktie 2 Jahre lang gehalten haben und keines der anderen Kriterien eine Verkaufsentscheidung bewirkt hat.

14. Februar 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.