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Beratungsaspekte: Schnelle Gewinne und prozyklische Empfehlungen

Ein Anlageberater möchte Ihnen, seinem Vorgesetzten und seinen Kollegen natürlich gern zeigen, wie gut er ist.

Das gilt gerade für noch junge Berater, die sich ihre Sporen erst verdienen müssen.

Daher müssen schnell hohe Gewinne her, mit denen man – scheinbar – die eigene Qualität unter Beweis stellen kann.

Wenn Sie von einem solchen Rat oder dem Anlagemanagement eines solchen Beraters abhängig sind, gehen Sie ein erhebliches Risiko ein. Denn höhere Gewinne können Sie an der Börse nur erzielen, wenn Sie zugleich den Risikograd Ihres Depots steigern.

Falls Ihr Berater oder die Firma, für die dieser arbeitet, zudem noch durch eine entsprechende Gebühr am Wertzuwachs Ihres Depots beteiligt ist, ist der Anreiz groß, kurzfristig auch einmal höhere Risiken einzugehen.


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Jedes Finanzdienstleistungsunternehmen ist aber gesetzlich verpflichtet, sich über Ihre Anlageziele, Ihre finanzielle Möglichkeiten und Ihre Anlageerfahrungen ein genaues Bild zu machen, bevor es Ihnen bestimmte Anlagen empfiehlt.

Aufgrund von genauen, schriftlich festzuhaltenden Unterlagen muss es von Ihnen ein persönliches Risikoprofil erstellen.

Hat es Sie beispielsweise als sicherheitsorientierten Anleger eingestuft, dürfte es Ihnen unter normalen Bedingungen niemals einen Aktienanteil von mehr als 30% Ihres Depots empfehlen oder etwa Optionsscheine und ähnliche hoch spekulative Finanzinstrumente für Sie erwerben.

Prüfen Sie anhand des unten abgebildeten Schemas, ob Ihr Anlageberater bei den Ihnen empfohlenen oder für Sie gemanagten Transaktionen die durch Ihr persönliches Risikoprofil vorgegebenen Anlagegrenzen wirklich eingehalten hat.

Falls Ihnen aus einer Nichtbeachtung dieser Anlagegrenzen in der Vergangenheit Vermögensschäden entstanden sind, haben Sie gute Chancen, die eingetretenen Verluste ersetzt zu bekommen.

Voraussetzung ist allerdings, dass Sie im vollen Bewusstsein der damit verbundenen Risiken und gegen die Empfehlung des Beraters nicht ausdrücklich gewünscht haben, diese Grenzen zu überschreiten.

Behalten Sie immer im Auge, ob der Depotaufbau (noch) Ihren Risikopräferenzen entspricht

AnlagestrategienIdealstreuungIhre Priorität?
sicherheitsorientierthöchstens 20 bis 30% Aktienanteil
risikobewusst40 bis 60% Aktienanteil
spekulativ orientiertbis zu 100% Aktien
Kreuzen Sie die Präferenz an, die Ihrer Orientierung am nächsten kommt. Wenn Sie die sich daraus ergebene Depotstruktur mit dem Aufbau Ihres Depots in den zurückliegenden Monatehn vergleichen, können Sie Missverständnisse schnell erkennen.

Prozyklische Empfehlungen sind die Regel

Noch wichtiger für Ihre Beurteilung der Qualität der von Anlageberatern verbreiteten Empfehlungen ist aber eine andere seit vielen Jahren von mir gemachte Beobachtung: Tatsache ist, dass es kaum einen Berater gibt, der Strategien empfiehlt, die gegen den vorherrschenden Trend laufen.

Wenn alle auf eine weitere Aufwärtsbewegung gestimmt sind, sind es auch die Anlageberater. Und wenn die meisten auf den Fortgang einer bereits lange eingetretenen Abwärtsbewegung setzen, tun diese es auch.

Natürlich kann sich auch ein guter Berater irren. Vor allem, wenn er sich – fälschlicherweise – breitschlagen lässt, zum Propheten zu werden. Doch ich rate Ihnen, sich von solchen Beratern fernzuhalten, da sie offenbar die Komplexität des Börsengeschehens viel zu wenig beachten.

Ich selbst habe mich in der Einschätzung der Entwicklung eines bestimmten Aktienwerts auch manches Mal schon geirrt. Wer von sich behauptet, in Börsendingen noch niemals geirrt zu haben, ist eher ein Scharlatan.

Wichtig für Sie als Anleger ist nicht, dass Sie einen Berater finden, der über prophetische Gaben verfügt, sondern einen, der die erkennbaren Sachverhalte an den Finanzmärkten ehrlich und sachkundig analysiert und Sie auch über den Unsicherheitsfaktor von Entscheidungen aufklärt.

15. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.