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Eigenkapitalquote (EKQ): Berechnung leicht gemacht und Nutzen erklärt

Die Eigenkapitalquote (EKQ) – synonym auch der Eigenkapitalanteil – ist eine der Standardkennzahlen in der Unternehmensbewertung. Sie wird häufig verwendet zur Beurteilung von Stabilität, Risiko und Attraktivität eines Unternehmens.

Ob Boom oder Rezession: auf Aussagen zur Eigenkapitalquote eines Unternehmens werden Sie als Investor immer wieder stoßen.

Eigenkapitalquote-Berechnung: Was sie dem Investor bringt

Die EKQ ist ein erstes Indiz für die finanzielle Unabhängigkeit eines Unternehmens.

Etwas vereinfacht kann man sagen: Je höher die EKQ, desto weniger Zinszahlungen muss ein Unternehmen an Gläubiger leisten und desto unabhängiger ist das Unternehmen von Gläubigerwünschen und der Höhe der Zinsen am Markt.

Eine niedrigere EKQ bedeutet jedoch häufig eine höhere Eigenkapitalrendite und damit eine höhere Rendite für die Unternehmenseigner.

Je nach Marktlage bevorzugen Investoren also eher eine hohe EKQ (Sicherheit) oder eine niedrigere EKQ (Renditechance).

Die Berechnung der Eigenkapitalquote versetzt Sie schnell in die Lage, die Kapitalisierung verschiedener Unternehmen zu vergleichen.

Je nach Marktlage und persönlichem Investmentstil können Sie dann zwischen mehr Sicherheit oder höherer Renditechance wählen.

Die Berechnung der Eigenkapitalquote leicht gemacht

Meistens finden Sie die EKQ in Investorenpräsentationen oder Geschäftsberichten bereits berechnet und deutlich ausgewiesen.

Bequem für Sie als Investor ist: An dieser Kennzahl gibt es fast keine Interpretationsmöglichkeiten. Sie können die ausgewiesene EKQ also beruhigt für den Vergleich von Unternehmen verwenden.


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Sollten Sie die EKQ dennoch selbst berechnen müssen, finden Sie die wenigen notwendigen Daten in der Bilanz eines Unternehmens, im Geschäftsbericht und meistens auch in den Quartalsberichten.

In der Bilanz eines jeden Unternehmens finden Sie die zwei großen Blöcke: Aktiva und Passiva. Die Aktiva erläutern Ihnen, wie sämtliches Kapital im Unternehmen verwendet wird, während die Passiva erklären, woher das Kapital des Unternehmens stammt.

Zur Berechnung der Eigenkapitalquote betrachten wir uns die Passiva. Dieser Block teilt sich wiederum in zwei Teile: Eigenkapital und Fremdkapital.

Die Summe aus Eigenkapital und Fremdkapital ergibt das gesamte vorhandene Kapital im Unternehmen. Diese Summe nennt sich daher auch Gesamtkapital.

Mehr dazu: Die Begriffe Eigenkapital, Fremdkapital und Gesamtkapital leicht erklärt

Die Eigenkapitalquote berechnet sich nun einfach aus:

Eigenkapital / Gesamtkapital * 100

Das Ergebnis ist die Eigenkapitalquote in %.

Eigenkapitalquote-Berechnung: Beispiel

Noch deutlicher wird das Ganze durch das folgende kleine Beispiel zur Veranschaulichung:

Das Unternehmen BASF hat seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2012 online veröffentlicht. Dort finden Sie die Bilanz mit allen Angaben in Mio €.

Mehr dazu:  Zum Nachvollziehen finden Sie hier die oben genannte Bilanz

In der Tabelle Passiva finden Sie die erste Zwischensumme „Eigenkapital“ von 25.804 Mio. € und die Gesamtsumme „Gesamtkapital“ von 64.327 Mio. €.

Die Eigenkapitalquote berechnen Sie aus diesen beiden Zahlen ganz einfach:

Eigenkapitalquote =

Eigenkapital / Gesamtkapital * 100 =

25.804 Mio. € / 64.327 Mio. € * 100 = rund 40 %.

Wie Sie die berechnete Eigenkapitalquote verwenden können

Die von Ihnen aufgefundene oder berechnete Eigenkapitalquote können Sie nun verwenden, um die Kapitalisierung verschiedener Unternehmen zu vergleichen. Bedenken Sie jedoch, dass es keine optimale Eigenkapitalquote gibt.

Experten und der Markt können je nach Branche, Vorhersagbarkeit des Geschäfts, aktuellen Fremdkapitalkosten und vielen anderen Einflussfaktoren ganz unterschiedliche Meinungen haben, ob eine Eigenkapitalquote zu niedrig, zu hoch oder gerade angemessen ist.

Mehr dazu: Erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten

Sie können also beruhigt sein, wenn Sie von unterschiedlichen Personen unterschiedliche Meinungen zu einer EKQ hören. Wichtig ist, dass eine Meinung mit nachvollziehbaren Argumenten begründet werden kann.

3. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Sven Eltzschig
Von: Sven Eltzschig. Über den Autor

Sven Eltzschig beschäftigt sich mit den Themen Unternehmertum, Wirtschaft, Politik und Kapitalanlage. Als Ingenieur mit einem Master in Business Excellence übernimmt er Rollen in Beratung, Aufbau, Transformation und Führung von Unternehmensbereichen in der IT, Industrie und Dienstleistungsbranche. Unternehmertum und Kapitalanlage sind für Sven Eltzschig das Investieren von Ressourcen in Ideen, welche die Welt von morgen noch besser machen.