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Berechnung der Einkommensteuer: Online-Rechner helfen

Der deutsche Staat streicht jährlich etwa 200 Mrd. € an Einkommensteuer ein. Die Einkommensteuer ist damit für ein Drittel der gesamten Steuereinnahmen in der Bundesrepublik verantwortlich.

Was für den Staat ein Segen ist, ist für den einzelnen Steuerzahler oft ein notwendiges Übel, denn kaum ein Bürger beschäftigt sich gerne mit den teilweise komplexen Steuergesetzen in Deutschland.

Berechnung der Einkommensteuer – die Grundlagen

Doch die Berechnung der Einkommensteuer ist nicht wirklich schwer, wenn man die wichtigsten Grundlagen kennt. Die Grundlage für die Berechnung der Einkommensteuer bildet das zu versteuernde Einkommen nach § 32a Einkommensteuergesetz (EStG).

Um die Einkommensteuer zu berechnen, werden die Einkünfte aus sieben Einkunftsarten, die in § 2 Abs. 1 S.1 Nr. 1 bis 7 EStG aufgeführt sind, den Ausgaben gegenüber gestellt. Dabei gilt: Je höher die Ausgaben, die steuerlich geltend gemacht werden können, desto niedriger fällt die zu zahlende Einkommensteuer aus.

Welche Kosten können als Werbungskosten abgesetzt werden?

Zu den steuerlich abzugsfähigen Kosten bei einer nicht selbständigen Arbeit gehören Werbungskosten wie zum Beispiel Ausgaben für Arbeitsmittel, Bürokosten, Fortbildungen, Dienstreisen, Fahrten zur Arbeit (Entfernungspauschale) oder Fachbücher.

Bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung können Ausgaben wie Erschließungs- und Anschlusskosten, Zinsen, Kosten einer Grundschuldeintragung, Grundsteuer und Instandhaltungskosten von der Steuer abgesetzt werden.

Grundsätzlich steht jedem Arbeitnehmer ein Pauschbetrag in Höhe von 1.000 € zur Verfügung. Liegen die Ausgaben darüber, sind Belege notwendig, um die höheren Ausgaben nachzuweisen.

Berechnung der Einkommensteuer – die Freibeträge

Bei niedrigen Einkommen hat der Fiskus vorgesorgt. Einkommen bis zu einer Grenze von 8.652 € sind für Alleinstehende steuerfrei. Dabei gilt zu beachten, dass der Grundfreibetrag für die Einkommensteuer in der Regel jährlich angepasst wird.

Daneben stehen Steuerzahlern mit Nachwuchs Kinderfreibeträge zu. Der steuerliche Kinderfreibetrag für 2015 beträgt 4.608 €. Daneben kann der Steuerzahler weitere Kosten für Kita, Hort oder Tagemutter geltend machen.

Möglichkeiten zur Berechnung der Einkommensteuertarife

Nach Abzug von Kinderfreibeträgen und Vorsorgeaufwendungen steht das zu versteuernde Einkommen fest, für die einzelne Einkommensteuertarife gelten: Je höher das Einkommen, desto höher fällt die zu zahlende Steuer aus (kalte Progression).

Der Spitzensteuersatz beträgt derzeit 45% und ist zu zahlen für alle Einkommen, die über 250.731 € liegen. Einkommen bis 8.652 € sind steuerfrei, es fällt keine Einkommensteuer an. Dazwischen sind die Steuersätze gestaffelt.

Einfach ist die Berechnung der Einkommensteuer durch den Einkommensteuerrechner, den das Bundesfinanzministerium für Finanzen auf seiner Seite zur Verfügung stellt.

Einkommensteuer – was ist noch zu beachten?

Zu beachten ist, dass Einkünfte aus Kapitalvermögen (Zinsen, Dividenden) einer besonderen Besteuerung unterliegen. Diese Einkünfte unterliegen der Abgeltungssteuer.

Die Einkommenssteuer von Freiberuflern wird auf Grundlage der einfachen Gewinnermittlung berechnet. Hier reicht in den meisten Fällen eine einfache Einnahme- und Überschuss-Rechnung.

Wenn Sie sich unsicher sind, welche Kosten abzugsfähig sind oder welche Steuersätze gelten, empfiehlt sich ein Besuch beim Steuerberater.

22. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands