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Berechnung: Grunderwerbsteuer – Was dazu gehört und was nicht

Wir haben für Sie mehrere Beispiele zusammengetragen, die Ihnen helfen werden, die Berechnung der Grunderwerbsteuer problemlos nachzuvollziehen.

Die Grunderwerbsteuer beträgt 3,5% von der Gegenleistung. Zunächst gilt als Gegenleistung der vereinbarte Kaufpreis.

Zusätzlich zählen hierzu aber auch sonstige Leistungen des Erwerbers, wie zum Beispiel die Übernahme von Hypotheken, Grund- oder Rentenschulden.

Was gehört dazu?

Ebenso erhöht die Übernahme von Wohn- und Nießbrauchrechten, von Vermessungskosten, Umzugskosten und sonstigen Dienstleistungen den Wert der Gegenleistung.

Ebenfalls gehören dazu Nutzungsrechte am Grundstück, die sich der Veräußerer über den Zeitpunkt der Besitzübergabe vorbehalten hat, zur Gegenleistung.

Beispiel: Als Käufer übernehmen Sie die im Grundbuch eingetragene und noch in Höhe von 50.000 Euro valutierende Hypothek zu übernehmen. Laut notariellem Vertrag verpflichten Sie sich, 100.000 Euro an den Verkäufer zu zahlen und die Hypothek zu übernehmen.

Neben dem reinen Kaufpreis von 100.000 Euro gehört auch die übernommene Hypothek mit zur Gegenleistung. Für die Berechnung der Grunderwerbsteuer geht das Finanzamt von 150.000 Euro aus und setzt die Steuer mit 15.250 Euro fest.


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Die Vier Fälle der Befreiung

In einigen Fällen gelten Befreiungen von der Grunderwerbsteuer: Die vier wichtigsten:

  • Der Erwerb von Grundstücken oder Miteigentumsanteilen, sofern die Gegenleistung 2.500 Euro nicht übersteigt.
  • Grundstückserwerbe durch Erbfall oder Vermächtnis und Grundstücksschenkungen.

Beispiel: Bernd Schmidt schenkt seiner langjährigen Lebenspartnerin eine Eigentumswohnung; der Verkehrswert beträgt 55.000 Euro. Dieser Vorgang unterliegt nicht der Grunderwerbsteuer.

Achtung vor der Schenkungssteuer

Allerdings berechnet der Fiskus jetzt Schenkungsteuer. Der persönliche Freibetrag der Lebenspartnerin beträgt 5.200 Euro. Der Restbetrag in Höhe von 49.800 Euro ist nach der Steuertabelle mit 17% schenkungsteuerpflichtig. Im Beispielfall muss die Lebenspartnerin also 8.466 Euro Schenkungsteuer zahlen.

  • Erwerb eines zum Nachlass gehörenden Grundstücks durch einen Miterben, sofern dies im Rahmen der Erbauseinandersetzung geschieht.

Unser Beispiel:

Beispiel: Franz Meier hinterlässt seiner Frau und seinen beiden Kindern Johannes und Julia eine vermietete Eigentumswohnung und einen Handwerksbetrieb. Im Rahmen der Erbauseinandersetzung einigen sich die drei Erben, dass die Tochter die Eigentumswohnung erhält und an ihre Mutter eine lebenslängliche Rente zu zahlen hat.

  • Der Grundstückserwerb durch den Ehegatten des Veräußerers oder des früheren Ehegatten, sofern die Grundstücksübertragung nach der Scheidung zum Zweck der Vermögensauseinandersetzung erfolgt.

Beispiel: Unternehmer Gerd Hansen überträgt seine Eigentumswohnung auf seine Frau. Dieser Vorgang unterliegt nicht der Grunderwerbsteuer.

Weiteres Beispiel: Michael Franke überträgt im Rahmen des Versorgungsausgleichs nach der Scheidung eine Eigentumswohnung auf seine Ex-Ehefrau. Auch dieser Vorgang unterliegt nicht der Grunderwerbsteuer.

  • Grundstückserwerbe durch Verwandte in gerader Linie. Dies gilt auch für deren Ehegatten und Stiefkinder.

Beispiel: Um einen Liquiditätsengpass zu umgehen, verkaufen Sie Ihre Eigentumswohnung an Ihre Tochter. Dieser Vorgang unterliegt nicht der Grunderwerbsteuer.

15. November 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.