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Berechnung vom Elternunterhalt – Was Kinder für Eltern zahlen müssen

Bei der Berechnung des Elternunterhalts muss das Sozialamt die aktuellen Sätze und die Vorgaben der Gerichte beachten. Der Elternunterhalt wird von demjenigen verlangt, dessen betagte Eltern die Kosten für ein Pflegeheim nicht aufbringen können.

Die Kinder sind gesetzlich zur Zahlung verpflichtet. Wer wenig Aufwendungen nachweisen kann, wird schon bei geringem Einkommen zur Kasse gebeten.

Elternunterhalt – Berechnung betrifft die meisten

Mit der Berechnung des Elternunterhalts sollten sich die meisten befassen, deren Vater oder Mutter außer der Rente auf kein nennenswertes Vermögen zurückgreifen können.

Die Rente allein reicht nämlich in der Regel nicht dazu aus, die Kosten für einen Platz im Pflegeheim zu bestreiten. Und angesichts steigender Lebenserwartung steigt der Bedarf an Pflegeplätzen.

Wenn die pflegebedürftigen Eltern die Kosten fürs Heim nicht vollständig aufbringen können, springt zunächst das Sozialamt ein. Das aber fordert die Kosten von den Angehörigen zurück. Laut Gesetz sind leibliche Kinder unterhaltspflichtig, auch Adoptiv- und nichteheliche Kinder. Enkel sind von der Pflicht ausgenommen.


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Die Berechnung des Elternunterhalts richtet sich grundsätzlich nach der finanziellen Leistungsfähigkeit. Da alle Kinder an den Kosten beteiligt werden, muss jeder seine Einkommensverhältnisse offenlegen. Die Last trägt dann derjenige, der finanziell besser gestellt ist. Anteilig zahlen müssen übrigens auch Schwiegerkinder. Bei einer Ehefrau ohne eigenes Einkommen ist dann die Hälfte ihres Taschengelds fällig.

Berechnung des Elternunterhalts – Geschütztes Vermögen bleibt außen vor

Zu zahlen ist aber nur das, was nach den Kosten für einen angemessenen Lebensunterhalt übrig bleibt. Auch müssen nicht alle Ersparnisse angetastet werden. Alles, was in die eigene Altersvorsorge geht, zählt zum sogenannten geschützten Vermögen.

Der Richtwert hierfür liegt bei 5% des Bruttoeinkommens im gesamten Erwerbsleben. Das sind bei Durchschnittsverdienern rund 100.000 €. Geldanlagen zählen ebenso zur Altersvorsorge.

Nicht nur Lebensversicherungen, sondern auch Sparbücher oder Aktiendepots. Ob ein Investment riskant ist oder nicht, spielt keine Rolle.

Berechnung des Elternunterhalts – Abzugsfähige Kosten

Bei der genauen Berechnung des Elternunterhalts geht es also um die Aufwendungen, die vom Einkommen abgezogen werden können. Unterhaltspflichtige Kinder zählen dazu genauso wie die Kosten für einen Hauskredit, andere Darlehen, eigene Vorsorgeaufwendungen nach der 5-Prozent-Regel oder berufsbedingte Umzugs- oder Fahrtkosten. Übrigens auch die Fahrtkosten zum Pflegeheim.

Für all das werden Nachweise verlangt. Quittungen sollten also nicht nur fürs Finanzamt aufgehoben werden. Nur nachweisbare Aufwendungen werden von den Einkünften abgezogen. Als Berechnungsgrundlage dient das Nettoeinkommen.

Vom Resteinkommen werden dann z.B. bei Alleinstehenden aktuell pauschal 1.600 € Selbstbehalt abgezogen. Der beinhaltet etwa die Ausgaben für Miete und Basisversicherungen. Auf diese Weise können etwa von 3.500 € Bruttoeinkommen netto etwas über 100 € übrig bleiben, die als Elternunterhalt zu zahlen sind.

Der Selbstbehalt ist übrigens seit Anfang 2013 von 1.500 € auf 1.600 € gestiegen. Jetzt darf auch der Ehepartner zusätzlich 1.280 € behalten. Sinn des Selbstbehalts ist die Sicherung des Familieneinkommens.

Berechnung des Elternunterhalts – Bescheide auf Fehler überprüfen

Wer also mehr Aufwendungen hat, zahlt unterm Strich weniger. Leider heißt das auch: Sparsame werden eher zur Kasse gebeten. Wer aber auf Pump lebt oder leben muss, steht besser da. Allerdings passt das Sozialamt auf, dass Kredite nicht nur aufgenommen werden, um das Einkommen zu drücken.

Mit Ärger in Sachen Sozialamt muss ohnehin gerechnet werden. So wie beim Finanzamt wird auch hier immer wieder gestritten. So hatte jüngst der Bundesgerichtshof zu entscheiden, dass ein Eigenheim der Kinder „grundsätzlich unberücksichtigt bleibt“. Allerdings nur, wenn es sich um eine „angemessene Immobilie“ handelt. Die Fundstelle zum Urteil: BGH: Az: XII ZR 269/12.

Der Bescheid vom Sozialamt sollte immer überprüft werden. Die Kosten für einen Anwalt lohnen sich, denn bei Fehlern zahlt ein Unterhaltspflichtiger über Jahre hinaus zu viel Elternunterhalt. Ist die Berechnung nicht korrekt, muss notfalls das Familiengericht entscheiden.

3. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.