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Öffentliche Investitionen: Besonderheiten und Risiken

Von der Finanzierungsklemme der öffentlichen Hand können Sie als Privatanleger profitieren.

Dennoch sollten Sie als Anleger eine Beteiligung an einem Infrastrukturfonds nicht unkritisch vornehmen.

Ihre Stellung als Teilhaber unterscheidet sich je nach Konstruktion des Fonds

Gleichgültig, ob Sie sich an der Finanzierung eines Rathauses, von Straßenbahnen für den öffentlichen Nahverkehr oder eines Klärwerkes beteiligen – immer handelt es sich bei der privaten Finanzierung von öffentlichen Infrastrukturinvestitionen um Leasingkonstruktionen.

Rechtlich beteiligen Sie sich bei einem Infrastrukturfonds als Kommanditist an einer Kommanditgesellschaft (KG).

Allerdings erzielen Sie nur in einem Sonderfall Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, wenn nämlich der Leasingfonds wirklich eine Immobilie (Rathaus, Verwaltungsgebäude) errichtet und nicht gewerblich geprägt ist.

Wenn es sich aber um ein Betreibermodell handelt oder der Komplementär eine GmbH ist, liegt eine gewerblich geprägte Kommanditgesellschaft vor.

Die Projektgesellschaften, Betreibermodelle und MobilienLeasingfonds sind jedoch gewerblich konstruiert als GmbH & Co KG.

Das bedeutet: Sie erzielen als Anleger und Kommanditist Einkünfte aus Gewerbebetrieb.

Die Folge: Der spätere Veräußerungserlös ist von Ihnen nicht steuerfrei zu vereinnahmen wie bei Immobilien, wenn die Spekulationssteuerfrist von derzeit 2 Jahren (künftig 5 oder 10 Jahre) verstrichen ist.


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An diesen Entscheidungskriterien sollten Sie sich bei öffentlichen Investitionen orientieren

Ihre Nachsteuerrendite ist um so höher, je höher der Steuersatz in der Phase der Verlustzuweisungen und je geringer er in der Phase steuerpflichtiger Überschüsse und am Ende der Laufzeit ist.

Prüfen Sie die Angebote daraufhin, und entscheiden Sie sich für den Fonds, der – gemessen an Ihrer persönlichen Einkommens- und Steuersituation – optimal ist.

Falls Sie bei Ablauf einer Beteiligung aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind oder im entsprechenden Jahr keine oder nur geringe Einkünfte erzielen und daher einem noch niedrigeren Steuersatz als 39 % unterliegen, erhöht sich dadurch Ihre Rendite noch einmal.

Der Veräußerungserlös wird dann mit diesem niedrigeren Steuersatz belastet.

Wenn Sie eine solche Zeit absehen können, wählen Sie unter sonst gleichen Bedingungen einen Fonds, dessen Ablauf in diese Jahre fällt.

Checkliste: Prüfkriterien für die richtige Wahl Ihrer öffentlichen Investitionen

  • Prüfen Sie Ihre derzeitige Einkommenshöhe und die mutmaßliche Einkommensentwicklung in den Jahren während der Laufzeit des Objekts.
  • Prüfen Sie, ob es sich wirklich um eine Leasingkonstruktion handelt. Es gibt nämlich auch Initiatoren, die mit dem Slogan „Infrastrukturinvestitionen“ für Beteiligungen an Abfallbeseitigungsunternehmen werben, die keinen Auftrag von der öffentlichen Hand haben, sondern auf eigenes Risiko eine solche Firma betreiben wollen.
  • Nur die Leasingkonstruktion bürgt bei Zuverlässigkeit des Leasingnehmers für die Sicherheit der Einnahmen und damit der Rendite.
  • Beachten Sie ein eventuelles Aufgeld (Agio) des Anbieters. Bei den von Leasinggesellschaften angebotenen Fonds wird kein Agio erhoben, das heißt, die Renditeangaben sind nicht zu korrigieren.
  • Ein Agio wird dagegen beispielsweise von der VIA und dem BVT erhoben, wobei die Berechnungen für die Verlustzuweisungen oder die Rendite sich aber immer auf die Beteiligung ohne Agio beziehen.
  • Denken Sie daran, daß es gegen unvorhergesehene Ereignisse keinen Schutz gibt. Alle Risiken sind nun einmal nicht auszuschließen. Berücksichtigen Sie, daß sich die steuerlichen Rahmenbedingungen ändern können.
  • Bedenken Sie, daß die Kehrseite der sicheren Kalkulationsgrundlage bei Infrastrukturfonds Ihr Verzicht auf einen möglichen Wertzuwachs des Objekts ist.
  • Bei Immobilienfonds kommt Ihnen dieser Wertzuwachs zugute.Alle Leasingfonds haben feste Laufzeiten – ein Vorteil für Sie gegenüber geschlossenen Immobilienfonds.
  • Aber ein vorzeitiger Ausstieg ist auch bei den Leasingkonstruktionen nur ganz schwer möglich.
  • Deshalb: Entscheiden Sie sich für eine Laufzeit, die Ihren persönlichen Planungen und Ihrer jeweiligen Lebensphase entspricht. Alle Infrastrukturangebote arbeiten mit einer festen Anteilsfinanzierung.
  • Die Zinsen dafür sind nur bei kurzen Laufzeiten (Mobilien-Leasing) über die gesamte Dauer Ihres Engagements festzuschreiben.
  • Bedenken Sie also auch das Zinsrisiko, falls eine Umfinanzierung erforderlich wird. Finanzieren Sie Ihre Beteiligung nicht zusätzlich über Kredite. Dann können Sie vielleicht keinen Totalgewinn über die Gesamtlaufzeit erzielen, so dass Ihr Finanzamt Ihnen auch nachträglich noch die Steuervorteile aberkennt.

15. November 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.