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Betriebsergebnis Formel: So berechnen Sie die Konzernstärke

Wenn Investoren genau wissen wollen, wie ertragreich und vor allem wie gesund ein Unternehmen ist, kommen sie an der Betriebsergebnis-Kennzahl nicht vorbei. Denn das Betriebsergebnis zeigt auf, was ein Konzern mit dem eigentlichen Betriebszweck verdient hat. Erträge, die aus Kapitalanlagen oder Beteiligungen gewonnen wurden, spielen hier keine Rolle.

So gehören Erträge, die beispielsweise Daimler aus dem Verkauf von eigenen Aktien erzielte, nicht dazu, sondern lediglich der Verkauf von sämtlichen Fahrzeugen.

Mit Hilfe des Betriebsergebnisses lässt sich erkennen, ob der Konzern seinem Kerngeschäft weiterhin nachgeht und ob der Jahresgewinn durch betriebsfremde Erträge geschönt wurde. Wie berechnet sich das Betriebsergebnis und was gehört alles genau hinein?

Einfache Formel zur Berechnung des Betriebsergebnisses

Das Betriebsergebnis berechnet sich aus allen Einnahmen, die aus dem ordentlichen Geschäftsbetrieb erzielt wurden, und den dazugehörigen Ausgaben. Steuern und Zinserträge zählen hier noch nicht dazu.

Das hat den Vorteil, dass Konzerne über Steuertricks ihr Ergebnis nicht verfälschen können. Damit haben Investoren die Möglichkeit, die Stärke oder auch Schwäche eines Unternehmens ungeschminkt zu sehen.

Die vereinfachte Formel für das Betriebsergebnis sieht folgendermaßen aus:


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Umsatzerlöse
Umsatzkosten
=Betriebsergebnis

Zu den Erlösen gehören Erträge aus dem Verkauf von Waren, Mehrbestände oder aktivierte Eigenleistungen.

Die Ausgaben generieren sich hingegen aus den Kosten von Rohstoffen, Personal oder Betriebsstoffen.

Da viele Firmen weltweit tätig sind, veröffentlichen sie ihr Betriebsergebnis nicht nur unter dem Begriff „Betriebsergebnis“, sondern auch unter „EBIT“ (earnings before interest and taxes).

Das EBIT entspricht dem deutschen handelsrechtlichen Betriebsergebnis und ist das Pendant aus dem internationalen Rechnungslegungswerk IFRS (International Financial Reporting Standards).

Wer jetzt beide Methoden exakt berechnen möchte, kann zwei Arten anwenden – das Umsatzkostenverfahren und das Gesamtkostenverfahren.

Betriebsergebnis nach dem Umsatzkostenverfahren

Vorweg ist zu sagen, dass beide Berechnungsarten mit den Umsatzerlösen beginnen. Aber anschließend gibt es kleinere Unterschiede.

Das Umsatzkostenverfahren berücksichtigt nur diejenigen Kosten einer Periode, die für die tatsächlich verkauften Produkte angefallen sind.

Zudem werden vom Umsatzerlös anschließend die Herstellungskosten abgezogen, so dass als zweite Berechnungsvorlage das Bruttoergebnis des Umsatzes herangezogen wird.

Damit ergibt sich für das Umsatzkostenverfahren folgender Rechenweg:

Umsatzkostenverfahren
Umsatzerlöse
Herstellungskosten
=Bruttoergebnis vom Umsatz
Vertriebskosten
Allgemeine Verwaltungskosten
+Sonstige betriebliche Erträge
Sonstige betriebliche Aufwendungen
=Betriebsergebnis / EBIT

Betriebsergebnis nach dem Gesamtkostenverfahren

Das Gesamtkostenverfahren bezieht im Gegensatz zum Umsatzkostenverfahren alle Kosten mit ein, die bei der betrieblichen Leistungserstellung in einer Periode anfielen. Dabei ist es unerheblich, wie viele Produkte das Unternehmen verkauft hat.

Bei dieser Berechnung werden die Bestandsänderungen an Halb- und Fertigfabrikaten berücksichtigt, um ein vergleichbares Betriebsergebnis zu erreichen. Daher ergibt sich für das Gesamtkostenverfahren folgender Rechenweg:

Gesamtkostenverfahren
Umsatzerlöse
+/-Herstellungskosten
+Andere aktivierte Eigenleistungen
+Sonstige betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen auf Anlagevermögen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
=Betriebsergebnis / EBIT

Beide Verfahren können parallel angewandt werden und zeigen jeweils deutlich auf, wie stark sich das betriebliche Ergebnis vom Gesamtergebnis des Konzerns unterscheidet – also ob das Unternehmen mit dem eigentlichen Geschäftsbereich noch Geld verdient.

Darüber hinaus lässt das EBIT Vergleiche internationaler Konzerne zu. So lässt sich beispielsweise die Unternehmensstärke von Siemens mit General Electric aus den USA vergleichen.

3. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Kempe
Von: Michael Kempe. Über den Autor

Der diplomierte Betriebswirt (FH) und ausgebildete Finanzjournalist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Kapitalmarkt – im Besonderen mit Aktien, Fonds und CFDs.